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Die möglichen Kredite für Freiberufler
Gerne stellen wir Ihnen weiter Infos zum Thema Kredit für Freiberufler zur Verfügung:
- Dispositionskredit
- Lieferantenkredit
- Abrufkredit
- Kontokorrentkredit
- Diskontkredit
- Immobilienkredit
- Ratenkredit
- KfW Förderkredit
- KfW Unternehmerkredit
- Kredit von Privat
- Kredit ohne Schufa
- Mikrokredit
Lieferantenkredit für Freiberufler
Nicht nur die Banken vergeben Kredite, sondern gerade für Selbständige und Freiberufler kann auch der Lieferantenkredit von großer Bedeutung sein.
Der oftmals auch als Handelskredit bezeichnete Lieferantenkredit basiert auf der Geschäftsbeziehung zwischen dem Käufer und dem Verkäufer von Waren, mitunter auch von Dienstleistungen, was jedoch eher seltener ist.
Wie kann ein Freiberufler einen Lieferantenkredit nutzen, wie genau funktioniert dieser Kredit und was sind die Vorteile?
Vereinfacht ausgedrückt handelt es sich bei einem Lieferantenkredit um einen Zahlungsaufschub, also die Einräumung eines Zahlungsziels.
Der Verkäufer einer Ware erlaubt dem Käufer, die Waren nach Erhalt erst nach einem bestimmten Zeitraum zu bezahlen, also nicht sofort nach Übergabe.
Für den Freiberufler als Käufer kann der Lieferantenkredit von großer Bedeutung sein.
Nutzungsbeispiel des Lieferantenkredites durch Freiberufler und Selbständige
Ein Lieferantenkredit kann für Selbständige und Freiberufler zum Beispiel dann sinnvoll und sogar „lebensnotwendig“ sein, wenn die Geschäftstätigkeit sich mit dem Einkauf und dem Verkauf von Waren zusammen hängt.
Angenommen, der Selbständige betreibt eine kleine Boutique, für die natürlich regelmäßig Waren eingekauft werden müssen.
Diese Einkaufswaren müssen selbstverständlich finanziert werden, denn erst nach und nach kommen durch den Verkauf der Produkte die Einnahmen zustande.
Kann nun ein Lieferantenkredit mit einem Zahlungsziel von beispielsweise 90 Tagen genutzt werden, üblich sind übrigens meistens zwischen 30 und 90 Tagen, so hat der Käufer die Möglichkeit, die Waren teilweise bereits wieder zu verkaufen, bevor die Zahlung an den Lieferanten fällig wird.
Somit spart sich der Freiberufler bzw. Selbständige beim Lieferantenkredit also mitunter teure Kreditzinsen, die bei einem Bankkredit zu zahlen wären.
Sollte der Freiberufler den Lieferantenkredit oder das angebotene Skonto nutzen?
Der Lieferantenkredit hat für Freiberufler und Selbständige den Vorteil, dass eine mögliche Kreditlinie bei der Bank nicht belastet werden muss, wie es beispielsweise bei der Nutzung eines Abrufkredites oder eines Kontokorrentkredites der Fall wäre.Da der Lieferant diesen Lieferantenkredit zwar häufig einräumt, dennoch aber daran interessiert ist, dass er so schnell als möglich sein Geld bekommt, gibt es eine Art „Lockmittel“ - das Skonto.
Das Skonto ist ein Preisabschlag, den der Käufer dann nutzen kann, wenn er die erhaltenen Waren innerhalb einer bestimmten Frist bezahlt.
Solche Vereinbarungen sehen dann beispielsweise folgendermaßen aus: „Bei Zahlung innerhalb von 14 Tagen zwei Prozent Skonto“.
Für den Freiberufler als Käufer stellt sich nun die Frage, ob er lieber das durch den Lieferantenkredit eingeräumte Zahlungsziel „ausnutzen“ soll, oder das Skonto nutzt, und die Waren somit zwei Prozent preiswerter erhält.
Diese Entscheidung ist jeweils im Einzelfall treffen und hängt sicherlich davon ab, wie es aktuell mit den liquiden Mitteln bestellt ist.

