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Richtig informieren und beraten -
aber wie?

Die richtige Versicherung zu finden, ist für viele Freiberufler häufig eine schwierige Aufgabe.
Im Versicherungsgeschäft sind viele, sehr viele Menschen tätig, aber wer führt eine Versicherungsberatung für den Freiberufler eigentlich neutral aus?

Wir haben hierzu einige Beiträge verfaßt:
- Versicherungsvertreter
- Versicherungsmakler
- Strukturvertriebe / Finanzberater
- Verbraucherzentrale
- Versicherung-Infos übers Internet
- Versicherungsvermittler-Richtlinie

Strukturvertriebe und Finanzberater

Strukturvertriebe arbeiten nicht unter dieser Bezeichnung, sondern sie nennen sich selbst lieber Finanzoptimierer, Finanzberater oder Experten für Finanzanalyse.


Die Mitarbeiter arbeiten hier in einer hierarchischen Struktur, daher auch der Name.

Provisionen werden dabei nicht direkt an eine Person gezahlt, sondern sie werden anhand von festgelegten Schlüsseln auf die Mitarbeiter verteilt.

Die Provisionen stammen aus der Vermittlung von Versicherungen, Bausparverträgen, Immobilienfonds oder Investmentfonds.

Es werden also nicht nur Versicherungen vermittelt.

Die Versicherungen müssen bei der Vermittlung aber zwingend eine Provision einbringen, denn darüber finanzieren sich die „Drücker“, wie die Strukturbetriebe und ihre Mitarbeiter auch genannt werden.



Ein festes Einkommen für die Mitarbeiter ist in der Regel sehr niedrig angelegt oder besteht gar nicht.
Die Unabhängigkeit der Beratung ist daher in den meisten Fällen nicht gegeben, einfach, weil der Mitarbeiter alles daran setzen muss, Versicherungen zu vermitteln.

Ob diese nun hundertprozentig auf den Freiberufler passen und er die finanziellen Folgen des Versicherungsvertragsabschlusses tragen kann, steht auf einem ganz anderen Blatt.

Die Mitarbeiter müssen aber einen großen Teil ihrer Provisionen abgeben und zwar an die Mitarbeiter, die in der hierarchischen Struktur über ihnen stehen. Alle wollen etwas verdienen und der Kunde ist derjenige, der das am Ende bezahlt.
Die Provisionen sind im Gesamtpreis für die Produkte enthalten, daher weiß der Kunde gar nicht genau, was er eigentlich alles bezahlen muss.

Gern werden daher die Versicherungen verkauft, die die höchsten Provisionen bringen, wie beispielsweise eine private Krankenversicherung oder private Unfallversicherung. Das müssen aber nicht die Versicherungen oder Geldanlagen sein, die der Freiberufler braucht oder die er auf Dauer finanzieren kann.

So kann es passieren, dass ein Kunden über viele Jahre hinweg für ein Produkt zahlt, das für ihn gar nicht perfekt passt und von dem er im schlimmsten Fall niemals etwas hat.

Es ist daher ratsam, auf die „Hilfe“ von Strukturvertrieben bei der Auswahl einer Versicherung zu verzichten.

Die Chance, hier eine gute Beratung zu bekommen, ist sehr gering, denn die Interessen der beiden Seiten sind in zu vielen Punkten gegensätzlich.