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Richtig informieren und beraten -
aber wie?

Die richtige Versicherung zu finden, ist für viele Freiberufler häufig eine schwierige Aufgabe.
Im Versicherungsgeschäft sind viele, sehr viele Menschen tätig, aber wer führt eine Versicherungsberatung für den Freiberufler eigentlich neutral aus?

Wir haben hierzu einige Beiträge verfaßt:
- Versicherungsvertreter
- Versicherungsmakler
- Strukturvertriebe / Finanzberater
- Verbraucherzentrale
- Versicherung-Infos übers Internet
- Versicherungsvermittler-Richtlinie

Versicherungsvertreter

Am häufigsten sind die Versicherungsvertreter anzutreffen. Sie sind meist als selbstständige Handelsvertreter eingetragen.


Es gibt insgesamt in Deutschland rund 400.000 solcher Vertreter, wobei etwa 90 Prozent davon für ein einziges Unternehmen tätig sind.

Der Vertreter ist damit an die Produkte seines Unternehmens gebunden und wird keine Angebote anderer Versicherungsanbieter vermitteln oder auch nur vorstellen.
Hier tritt dann wieder das Risiko der fehlenden Objektivität ein.




Die Titel, die solche Versicherungsvertreter tragen, sind vielfältig. Sie nennen sich zum Beispiel Generalagent, Hauptagent, Vertrauensmann, Geschäftstellenleiter oder Bezirksdirektor.

Einige sind dabei nicht einmal hauptberuflich tätig, sondern üben die Tätigkeit nur im Nebenerwerb aus und vermitteln so nicht einer breiten Masse die Versicherungen.
Ihre Kunden bestehen häufig aus dem persönlichen Umfeld. Der Versicherungsvertreter bekommt für die Vermittlung von Verträgen Geld vom Unternehmen, nicht vom Kunden.

Die Bezahlung erfolgt auf Basis einer Provision. Die üblichen Versicherungen, wie Haftpflicht- und Hausratversicherungen, gehen mit einer niedrigeren Provision einher, höher sind die Erträge für den Vertreter bei der Vermittlung von Kapitallebensversicherungen und überhaupt allen Versicherungen, die über hohe Summen abgeschlossen werden.

Versicherungsvertreter beraten persönlich

Der Versicherungsvertreter hat den Vorteil, dass der Kunde - in diesem Fall der Freiberufler - sich stets persönlich beraten fühlt und als sei das Angebot auch auf den Kunden direkt zugeschnitten.
Doch dem ist nicht immer so, denn, wie bereits erwähnt, hat der Vertreter nur die Angebote seines Unternehmens zur Auswahl für den Kunden parat.

Zudem besteht die Möglichkeit, dass der Vertreter Produkte anpreist, die bei einer Vermittlung für ihn mit einer hohen Provision verbunden sind.

Die Provisionen gehen natürlich nicht zu Lasten des Freiberuflers – jedenfalls nicht direkt.
Über die Beiträge zur Versicherung zahlt er sie am Ende schon.

Die Interessen sind hier gegensätzlich: Der Kunde möchte ein passendes Produkt zu einem günstigen Preis, der Versicherungsvertreter kann nur zwischen einer begrenzten Auswahl an Möglichkeiten wählen und möchte eine so hohe Provision wie möglich erzielen.

Vorteile

Es gibt bei der Beratung durch einen Versicherungsvertreter aber auch Vorteile.
So muss das Unternehmen im Versicherungsfall die Angaben des Kunden als gegeben hinnehmen, wenn dieser beweisen kann, dass er dem Vertreter gegenüber seiner Wahrheitspflicht nachgekommen ist.
Das ist zum Beispiel bei privaten Krankenversicherungen wichtig.

Daher ist es notwendig, dass der Vertreter seiner Pflicht zur Dokumentation des Beratungsgesprächs nachkommt und dem Kunde ein Protokoll aushändigt. So kann der Kunde alles Gesagte belegen.