Einstufung als: Freiberufler oder Gewerbetreibender



Um sich als Freiberufler oder Gewerbetreibender einstufen zu lassen, muss erst einmal die ausgeübte Tätigkeit unter die Lupe genommen werden.

Wer einem so genannten Katalogberuf angehört, dürfte kaum Probleme mit der Einstufung bekommen.

So sind Ärzte, Heilpraktiker, Hebammen oder Apotheker zweifelsohne Freiberufler.
Auch Anwälte, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer zählen dazu.

Die dritte Gruppe bilden die freien Kulturberufe. Wer kreativ selbstständig tätig ist, ist ein Freiberufler. Auch die technischen oder wissenschaftlichen Berufe stellen Freiberufler.

Ist die Tätigkeit jedoch nicht zweifelsfrei den Katalogberufen oder den katalogähnlichen Berufen zuzuordnen, so ergeben sich einige Schwierigkeiten. Im Zweifelsfall erfolgt dann die Einstufung als Gewerbetreibender.

Freiberufler oder Gewerbetreibender

Bei beiden Arten steht das Ziel, durch die Tätigkeit den Lebensunterhalt zu sichern und einen gewissen Gewinn zu erzielen, im Vordergrund. Doch bei der gewerblichen Tätigkeit wird weniger auf eigenes Wissen oder geistige Schöpferkraft zurückgegriffen.
Das Gewerbe kann in allen Bereichen ausgeübt werden, also auch im Handel oder im Handwerk. Es muss lediglich beim zuständigen Gewerbeamt der Gemeinde angemeldet werden. Die Freiberuflichkeit hingegen wird gegenüber dem Finanzamt angezeigt und es fallen auch keine Gewerbesteuern an.

Lediglich die Einkommenssteuervorauszahlungen sind abzuleisten. Diese sind darüber hinaus aber noch abhängig von der Höhe des Gewinns der pro Geschäftsjahr erzielt wird. Bei einem zu geringen Gewinn werden gar keine Steuern erhoben und die Abrechnung erfolgt am Ende des Jahres mit der Einnahmen-Überschuss-Rechnung. Hier ergeben sich eventuell Nach- oder Rückzahlungen.

Der Gewerbetreibende ist übrigens auch dazu verpflichtet, sich an die Vorgaben zur doppelten Buchführung zu halten, er muss eine Bilanz erstellen und darf die Abrechnung nicht über die einfache Gewinnermittlung im Zuge der Steuererklärung machen.