Freiberufler müssen ihren Stundensatz selbst kalkulieren.
Sie bekommen eben kein Gehalt gezahlt, bei dem die Beträge fest sind und in jedem Monat gleich viel Geld zur Verfügung steht.
Daher muss der Gewinn ausreichend hoch sein, damit in einem Monat auch einmal etwas übrig bleibt, für eventuelle Mehrausgaben oder zur Überbrückung der Zeiten, in denen die Honorare nicht wie gewünscht fließen.
Der Stundensatz muss daher aus mehreren Bestandteilen entstehen.
Auf der einen Seite sind da die Ausgaben. Sie setzen sich aus den betrieblichen sowie aus den privaten Ausgaben zusammen. Versicherungen, Mieten, Lebensunterhalt, Materialkosten – alle diese Kosten sowie noch einige weitere müssen bedacht werden.
Diese Kosten müssen mindestens wieder erwirtschaftet werden. Damit am Ende etwas übrig bleibt, muss der Gewinn eingeplant werden.
Wie hoch dieser ausfallen soll, liegt zum einen im persönlichen Ermessen, zum anderen im Spielraum, der nach Ausrechnen der Ausgaben noch möglich ist, um auf einen realistischen Stundensatz zu kommen. Schließlich sollen die Kunden diesen Stundensatz auch bezahlen.
Stundensatz nie zu niedrig ansetzen
Freiberufler sollten daran denken, dass sie ihren Stundensatz nicht zu niedrig ansetzen. Wer davon ausgeht, dann mehr Aufträge zu bekommen, kann zwar Glück haben, wird aber sicherlich kaum mit anspruchsvollen Aufträgen belohnt.
Die Auftraggeber gehen bei sehr niedrigen Preisen häufig von einer schlechten bis mittleren Qualität aus. Wer seinen Stundensatz hingegen zu hoch ansetzt, kann damit rechnen, dass die Kunden nicht bereit sind, diesen zu zahlen und sich der Konkurrenz zuwenden.
Ein Mittelmaß muss daher gefunden werden, ein realistischer Stundensatz also, den die Kunden auch bereit sind, zu zahlen.
