Dass die Zahl der Freiberufler kontinuierlich wächst, dürfte niemanden überraschen, denn dies gestaltet sich bereits seit einigen Jahren so.
Allerdings konnte im letzten Jahr das erste Mal die Eine-Million-Grenze überschritten werden.
Starker Zuwachs bei den Gründungen
Der Zuwachs bei den Freiberuflern liegt stets zwischen vier und fünf Prozent, teilweise sogar noch deutlich darüber.
Auch 2011 wurde das Wachstum um rund 5 Prozent voran getrieben, jetzt zählen die Freiberufler in Deutschland etwa 1.053.000.
Die Summe der Freiberufler mit ihren Angestellten konnte inzwischen sogar die Grenze von vier Millionen überschreiten.
Sie haben damit einen Anteil am BIP von 10,1 Prozent – zuvor waren es rund 9,7 Prozent. Das bedeutet, dass die Freiberufler jeden zehnten Euro für das BIP erwirtschaften. Treibend sind hier vor allem die rechts-, steuer- und wirtschaftsberatenden Berufe.
Trend zur Dienstleistungsgesellschaft
Mit den Zuwachszahlen wird wieder einmal überdeutlich gezeigt, dass der Trend in Deutschland zur Dienstleistungsgesellschaft geht. Vor allem die Freiberufler sind auf dem Vormarsch, weil sie persönlich und wissensgestützt qualifiziert arbeiten.
Sie sind unabhängiger und flexibler, außerdem bieten sie eine fachliche Kompetenz, die ihresgleichen sucht. Damit sind Freiberufler in der Lage, die wirtschaftliche Landschaft ganz deutlich zu prägen und zu beeinflussen.
Inzwischen ist es so, dass etwa jeder Vierte, der auf den eigenen beruflichen Beinen steht, als Freiberufler arbeitet