Rechnungs-Software für Kleinunternehmer

Was versteht man unter einem Kleinunternehmer?

Es ist vom Umsatz abhängig, ob ein Freiberufler  als Kleinunternehmer gilt oder nicht.

Die Grenzen dafür liegen aktuell bei einem Bruttojahresumsatz von 17.500 Euro für das letzte Jahr, im laufenden Jahr dürfen 50.000 Euro nicht überschritten werden.
Einer der Vorteile des Kleinunternehmers besteht darin, dass er keine Umsatzsteuer abführen muss.

Selbstverständlich ist aber im Gegenzug auch die Berücksichtigung der Vorsteuer nicht möglich. Um es noch einmal zu betonen: Diese Regelung ist einzig und allein auf den Umsatz abgestellt – der Gewinn spielt dabei keine Rolle!

Welche Rechnungssoftware ist für Kleinunternehmer empfehlenswert?

Wie wir oben dargestellt haben, sind Kleinunternehmer eher umsatzschwach.

Daher ist es ihnen zumeist nicht möglich, große Investitionen zu tätigen oder teure Software anzukaufen.

Eine Alternative zum Programm, das am Rechner installiert und immer wieder gewartet werden muss, sind Online-Lösungen.

Das bedeutet, dass der Freiberufler über seinen Web-Browser im Internet in das Programm einsteigt, die Dinge erledigt, die er zu erledigen hat und sich anschließend wieder abmeldet.

Die Vorteile liegen auf der Hand:
Die Zugang ist jederzeit und von jedem Ort der Welt aus möglich, und es kann auch dann gearbeitet werden, wenn die Hardware im Büro einen Defekt hat.
Die Voraussetzung ist einzig und allein ein anderer Rechner, über den man in das weltweite Netz einsteigen kann.

Ein gutes Beispiel dafür ist das Angebot von Easybill:
Der Anbieter stellt umfangreiche Funktionen auf einer selbsterklärenden Benutzeroberfläche zur Verfügung und bietet beispielsweise folgende Features:

- Kundenverwaltung
- Artikelverwaltung
- Mahnwesen
- Auswertungen, Statistiken
- To-do-Listen
- Fakturierung, also Auftrag, Angebot, Rechnung oder Gutschrift

Die Verbindung zum Server erfolgt verschlüsselt, das bedeutet, dass es Dritten unmöglich ist, in die Daten Einsicht zu nehmen. Außerdem erfolgt die Datenverarbeitung in Deutschland, somit gilt das deutsche Datenschutzrecht.

Zusätzlich dazu wird die Online-Rechnungssoftware zentral gewartet, der User arbeitet immer mit der aktuellsten Version.  Während einer Testphase kann der Kleinunternehmer das Software-Angebot testen.

Es gibt natürlich noch andere Anbieter auf dem Markt.
Wir haben deshalb einen Vergleich der Online-Rechnungssoftware vorgneommen.

Marketing mit AdWords für Freiberufler

Freiberufler sollten versuchen, ihre Marketingmaßnahmen breit zu streuen.
Allerdings müssen sie natürlich die Kosten im Blick behalten.

Eine vergleichsweise günstige Möglichkeit, ist die als Freiberufler die Werbung im Internet mit Google AdWords.

Hier können Sie ein Tagesbudget festlegen und das Schöne ist, dass Sie nur zahlen, wenn überhaupt jemand auf die Anzeige klickt.
Ansonsten kostet Sie das Schalten dieser Anzeige nichts.

Die Anzeige des Freiberuflers

Die Anzeige bei Google selbst besteht aus drei Teilen.
Zum einen bekommt sie eine Überschrift, zum anderen einen Anzeigentext und zum dritten den Linktext.

Die Überschrift darf bis zu 25 Zeichen lang sein und wird blau dargestellt. Der eigentliche Text der Anzeige erscheint in schwarz und darf bis zu 70 Zeichen umfassen. Der Linktext wiederum kann bis zu 35 Zeichen bekommen.

Eingeblendet wird die Anzeige immer dann, wenn jemand nach dem festgelegten Suchbegriff forscht.
Diesen bestimmen Sie selbst.

Die Anzeige wird allerdings nicht jedes Mal eingeblendet, wenn jemand nach einem Begriff sucht.

Google unterstützt den Wettbewerb dadurch, dass immer nur ausgewählte Anzeigen aufgeführt werden. Diese sind zum Beispiel ähnlich in der Klickrate oder im Preis pro Klick.

Tipps für das Budget

Natürlich kostet Sie AdWords etwas, allerdings nur, wenn jemand tatsächlich auf die Anzeige klickt. Es ist daher wichtig, das Budget im Auge zu behalten und so zu optimieren, dass zum Beispiel der festgelegte Tagespreis ausreichend ist.

Wählen Sie besser viele Keywords, die dafür günstiger sind, als wenige teure. Das System zeigt die Anzeigen eher an.

Wenn die gebotene Qualität hoch genug ist, wird die Anzeige auch öfter angeklickt, mit der Folge, dass sie wiederum öfter eingeblendet wird. Wenn es sinnvoll ist, können Sie später einzelne Gebote senken.
Teilweise schlägt Google Änderungen vor, die sich auf das Tagesbudget beziehen. Ist das nicht der Fall, sollten Sie selbst regelmäßig eine Überprüfung vornehmen.

Die Keywords, die nicht den gewünschten Erfolg bringen, können Sie dann entfernen. Es kann auch sein, dass Google Keywords ablehnt, weil das Suchvolumen zu gering ist. Wählen Sie dann andere Suchbegriffe aus.

Ein bis zehn Euro pro Tag können Sie ungefähr für AdWords einplanen, wenn die Sache wie gewünscht läuft. Das zugehörige Konto können Sie jederzeit einsehen und so entscheiden, ob Sie Änderungen am Budget vornehmen möchten.

Vorsteuerabzug bei elektronischen Rechnungen

Die elektronische Signatur unter Rechnungen, die per Internet verschickt werden, ist seit 2012 weggefallen.

Gleichzeitig müssen die Rechnungen aber auf Richtigkeit überprüft werden, ansonsten berechtigen diese nicht zum Abzug der Vorsteuer.

Dies hat das Bundesfinanzministerium im Juli 2012 noch einmal konkretisiert.

Regelungen zum Vorsteuerabzug

Bis zum Inkrafttreten des neuen Gesetzes galt, dass die Vorsteuer von Rechnungen nur dann abgezogen werden durfte, wenn eine elektronische Signatur unter die Rechnung gebracht wurde.

Nun stellte sich nach der Neuregelung zum Wegfall der elektronischen Signatur aber das Problem, dass niemand so recht wusste, wie der Vorschrift zur Gewährleistung der “Echtheit der Herkunft einer Rechnung” nun Genüge getan werden sollte.

Das Bundesministerium spricht nun davon, dass ein “verlässlicher Prüfpfad” im Unternehmen eingerichtet werden müsse.

Was das ist, weiß allerdings kein Mensch.

Im neuesten Schreiben zu dieser Problematik wird nun deutlich, dass lediglich gemeint ist, dass die Freiberufler jede Rechnung, die sie erhalten, auf Richtigkeit und Berechtigung prüfen müssten.

Eine Dokumentation über diese Prüfung muss nicht erfolgen.

Ausreichende Prüfung

Es ist demnach völlig ausreichend, wenn der Selbstständige gegenüber dem Finanzamt deutlich macht, dass er die Rechnung geprüft hat.

Dies kann auf manuellem Wege mit einem Abgleich geschäftlicher Unterlagen (Auftrag, Angebot, Bestellung usw.) vorgenommen werden.

Zusammengefasst:
Der Freiberufler darf die Vorsteuer abziehen, wenn er sich die Rechnung genau angesehen hat.

Das Bundesfinanzministerium hat für diese Aussage zwar zehn Seiten gebraucht, dennoch steht nichts anderes darin, als dieser eine Satz.

Wichtig zu beachten:
Elektronische Rechnungen müssen dennoch zehn Jahre lang aufbewahrt werden und zwar auf einem nicht wiederbeschreibbaren Datenträger.

Zum Vorsteuerabzug berechtigt ist der Freiberufler trotzdem, auch wenn er der Aufbewahrungspflicht nicht korrekt nachgekommen ist, das Finanzamt kann aber ein Bußgeld verhängen.

Ihre Professionalität als Selbstständiger

Die Selbstständigkeit ist für viele Menschen entweder Rettungsanker aus der Arbeitslosigkeit heraus oder die Möglichkeit, sich selbst zu verwirklichen, weil der Angestelltenjob gar zu öde und zukunftslos ist.

Doch es kann passieren, dass Sie an eine Stelle kommen, an der Sie sich fragen müssen, ob die Sache noch eine Zukunft hat.

Wie sieht es aus mit dem Vorwärtskommen, können die eigenen Träume verwirklicht werden?
Und stagniert die Firma oder sieht es so aus, als wenn sie auch noch in zehn Jahren vorwärts geht?

Für die Beantwortung dieser und weiterer Fragen, die dann allerdings mehr ins Detail gehen sollten, müssen Sie eine klare Analyse des derzeitigen Standes vornehmen.

Die wirtschaftliche Lage

Prüfen Sie zuerst, wie wirtschaftlich Ihr Unternehmen ist.

Mit den Kenntnissen aus der Betriebswirtschaftslehre, die Sie hoffentlich zumindest zum Teil haben, sollten Sie hier ein Stück weit voran kommen. Wenn Ihnen selbst die nötigen Kenntnisse fehlen, ziehen Sie einen Steuer- oder Unternehmensberater hinzu, er wird Ihnen die wichtigsten Zusammenhänge erklären. Finden Sie so heraus, wo Sie im Moment finanziell gesehen mit dem Unternehmen stehen.

Einen Blick sollten Sie zudem dem eigenen Angebot gönnen.
Warum bieten Sie eine bestimmte Leistung oder ein Produkt an?
Macht Ihnen die Ausführung der Aufträge Spaß und sind Sie gut in Ihrem Job?

Finden Sie ein Alleinstellungsmerkmal, dieses kann später ausgebaut werden.
Prüfen Sie des Weiteren, ob der anvisierte Kundenstamm der richtige ist.

Werden Sie für Ihre Dienstleistungen ausreichend bezahlt oder stellt der Kunde immer nur ein kleines Budget zur Verfügung?
Kunden, die für jede Menge Arbeit sorgen, aber nur wenig bezahlen, treiben ein Unternehmen auf lange Sicht gesehen in den Ruin.

Wachstum des Unternehmens

Denken Sie auch über das weitere Wachstum nach.

Oft haben Selbstständige Angst davor, sich zu entwickeln, neue Produkte oder Leistungen anzubieten oder das Unternehmen zu vergrößern. Sie stellen sich dann die Frage, was sie tun sollen, wenn die Sache schief läuft. Was aber, wenn alles gut geht?

Wenn Sie alles überlegt angehen, können Sie auch bei einer Expansion nur gewinnen und schreiten so ein gutes Stück auf dem Weg zur Professionalität voran.

Kundenanalyse durch den Freiberufler

Erst einmal eines gleich vorweg:
Die Menge der Kunden macht es nicht.

Es ist überhaupt nicht wichtig für den Erfolg, ob ein Freiberufler viele oder wenige Kunden hat.

Wenige Kunden mit hohen Budgets können ebenso das Einkommen sichern, wie viele Auftraggeber, die aber nur mit eng begrenzten Budgets aufwarten können.

Eine Analyse des Kundenstamms sollte daher vorgenommen werden.

Was ist wichtig?

Fragen Sie sich selbst, ob Sie über Stammkunden verfügen, die regelmäßig Aufträge erteilen. Dies sichert vielleicht sogar pro Monat ein festes Einkommen.
Wichtig ist auch, ob Ihre Kunden zum großen Teil aus solchen bestehen, die nur ein einziges Mal einen Auftrag erteilen.

Bei solchen Kunden ist das Einkommen unsicher und Sie können schlecht kalkulieren.
Eventuell betreuen Sie auch Kunden, die eher Zeitfresser als Geldgeber sind.

Das ist immer dann der Fall, wenn die erteilten Aufträge viel Zeit in Anspruch nehmen, das Honorar dann aber nicht so hoch ausfällt. Kosten und Nutzen stehen so in keinem guten Verhältnis zueinander.
Überdenken Sie auch, ob die Kundschaft, die sich an Sie wendet, wirklich Ihrer Zielgruppe entspricht.

Und zu guter Letzt:
Gibt es viele Kunden, von denen Sie die Aufträge nur aus reinen Spaßgründen ausführen, ohne dass damit wirklich ein finanzieller Gewinn einhergeht?

Und was bringen diese Fragen?

Durch die Beantwortung dieser Fragen kann Ihnen klar werden, ob Sie mittelfristig gesehen mit steigenden Einnahmen rechnen können oder ob Ihr Unternehmen stagniert.

Sicherlich können Sie auch Aufträge annehmen, die nicht zwingend in den Bereich Ihrer Kernkompetenzen fallen, doch den Hauptteil der Arbeit sollten diese natürlich nicht ausmachen.
Wichtig ist zudem, dass Ihre Arbeit Effizienz aufweist.

Sie sollten einen Gewinn im finanziellen Bereich sowie in punkto Referenzen einfahren, damit ist klar, dass die Leistungen in Ihren Kernkompetenzen erbracht werden sollten.

Vielleicht sollten Sie aber über eine neue Positionierung am Markt nachdenken, wenn die Aufträge, die eigentlich nicht mit Ihrem eigentlichen Angebot in Zusammenhang stehen, mehr Spaß und Geld bringen.

Wenn Sie die Fragen nicht ohne Weiteres beantworten können, nutzen Sie die jüngste Vergangenheit.

Ziehen Sie die Rechnungen des vergangenen Geschäftsjahres zu Rate, damit können Sie Kunden und Leistungen analysieren.

IT-Schadensfälle können Freiberufler-Existenzen bedrohen



Defekte Festplatten vernichten den Datenbestand.
Viren können Festplatteninhalte verschlüsseln und löschen, Trojaner gelangen an Firmendaten und Passwörter.
Defekte IT sorgt schnell für langen Arbeitsausfall – hochwertige Systeme mit gutem Vor-Ort-Service helfen unter Umständen Geld zu sparen.
Schlechte Backup-Software kann Backups zwar erstellen aber nicht mehr einspielen.

Sicherheitsrisiko Internet (Hacker, Viren, etc.)

Angreifer aus dem Netz können die IT kontrollieren, Daten kopieren und löschen oder sogar verändern. Auch böswillige Mitbewerber haben so bereits versucht, sich Konkurrenz fernzuhalten.

Viren und Trojaner sind ein stetes Risiko für Freiberufler und die IT-Landschaft – kopierte Kundendaten sind bei falscher IT-Handhabung unter Umständen sogar strafrechtlich relevant.

Die Nutzung von Cloud-Diensten für Office oder Büroorganisation funktioniert nicht wenn das Internet ausfällt.

Unbekannte Datenträger

Immer wieder werden USB-Sticks oder CDs von Angreifern in der Stadt oder im Park deponiert, teilweise werden Datenträger auch als vermeintliche Werbepost oder gar als Kundenanfrage verschickt.

Auf diesen Datenträgern befindet sich dann allerdings kein wichtiges Dokument und keine interessanten Informationen oder auch nur Musik sondern zumeist ein Schadprogramm mit dem der Rechner infiziert wird.

Sicherheitsprogramme

Gute Antivirenprogramme schützen besser als Gratis-Tools. Kasperski Antivirus, Bitdefender, G-Data und Norton Antivirus bieten Schutzlösungen, teilweise mit Firewall, eMail-Schutz und mit nur geringer Systembelastung.

Backuplösungen unterscheiden sich ebenfalls in der Qualität, einige Programme scheitern sogar am wieder-einspielen der gesicherten Daten. Ominöse Systembeschleunigungsprogramme richten oft mehr Schäden an als dass sie den Rechner beschleunigen.

Passwörter

Sichere Passwörter bestehen aus mehreren Zeichen, Sonderzeichen, Zahlen und nicht nur aus dem Namen des Haustieres oder der Ehefrau. Passwörter nicht für mehrere Dienste nutzen.

Risiko sorglose Mitarbeiter

Viele Mitarbeiter surfen in freien Minuten im Internet – oft sehr sorglos und ohne auf Sicherheit zu achten. eMails werden oft ohne nachzudenken geöffnet, Links angeklickt und Anhänge gestartet – was oft zu Virenbefall führt.

Gekränkte Mitarbeiter kopieren nach einer Kündigung Datensätze und nutzen sie gegen den Freiberufler oder löschen die Daten von der Festplatte.

Lesen Sie hier in unserem Ratgeber-Portal mehr zu diesem Thema.


Beispiel für einen Schadensfall

Am Abend funktionierte der dringend benötigte PC noch, ließ sich herunterfahren und zeigte keine Anzeichen eines Defektes. Am Morgen jedoch verweigerte der Rechner die Zusammenarbeit und sogar das Starten des Betriebssystems.

Der PC-Techniker schüttelt nur den Kopf und verweist auf eine defekte Festplatte. Wenn nun kein aktuelles Backup vorhanden ist und auf dem Rechner alle wichtigen Unterlagen gespeichert sind, gerät schnell die Existenz des Freiberuflers in Gefahr. Steuerunterlagen, Kundendaten, das aktuelle Projekt, die Datenbank und alle eMails können quasi über Nacht verschwinden wenn nur eine Komponente im PC ausfällt.

Es herrscht Hektik, der Abgabetermin für ein wichtiges Projekt rückt immer näher und die Bank verlangt dringen wichtige Unterlagen. In solchen Situationen passiert es schnell, dass eMails nur überflogen und vermeintlich wichtige Anhänge in aller Eile angeklickt werden.

Und ausgerechnet in solchen Situationen befindet sich im Anhang der Mail kein wichtiges Dokument sondern ein bösartiges Schadprogramm. Zudem ist der Gratis-Virenscanner schon seit geraumer Zeit nicht mehr mit Updates versorgt worden, was seine generell schon zweifelhaften Funktionen weiter einschränkt.

Der Virenscanner erkennt den Schädling nicht, woraufhin der Virus die Festplatte des Anwenders kurzerhand verschlüsselt. Laut Einblendung, in fehlerhaftem Deutsch oder gleich in russisch verfasst, bekommt der Nutzer seine Daten erst wieder, wenn eine größere Summe an die Angreifer gezahlt wurde.

Doch selbst dann bleiben die Daten verschlüsselt, die Angreifer unerkannt – Krypto-Trojaner geben ihre Opfer selbst nach Zahlung nicht wieder frei. Die Folgen können schlimmer sein als bei einem Festplattendefekt, da teilweise auch Backups nicht mehr eingespielt werden können.

Der Wert von Facebook für Freiberufler

Der Erfolg von Mark Zuckerbergs Facebook ist unglaublich:

Just überschritt die Zahl der Facebook-Nutzer weltweit die Milliarden-Marke, in Deutschland sollen es über 20 Millionen Nutzer sein. Dies stellt eine immense Zahl potentieller Kunden dar.

Über die Facebook-Fanseite können Unternehmer oder Freiberufler mit den privaten Facebook-Nutzern einfach und effektiv in Kontakt treten.



Darüber hinaus ermöglicht die Nutzung einer Fanseite auch den Austausch mit Kunden und anderen Unternehmen, und  man gewinnt so Insidertipps und Informationen über die gesamte Branche.

Eine gut gepflegte Fanseite ist wie eine gute Visitenkarte

Eine kostengünstigere und persönlichere Werbung als mit einer Fanseite wird man wohl kaum finden. Eine Fanseite zu betreiben, kostet kein Geld, nur Zeit.

Dafür bietet sie Freiberuflern einen immensen Vorteil. Einer Fanseite kann eine sehr persönliche Note gegeben werden, denn der Umgangston bei Facebook ist freundschaftlich und locker.

Man kommuniziert auf Augenhöhe und das ist für Freiberufler Gold wert: Als Freiberufler ist man nämlich kein gesichtsloses Unternehmen, man ist ein Mensch, der sein Wissen und seine Talente anderen zur Verfügung stellt.

Auf einer Fanseite kann der Freiberufler seine eigene Persönlichkeit und seine Stärken, die schließlich auch seine Arbeit prägen, in den Mittelpunkt stellen. Dabei gilt: je authentischer, desto glaubwürdiger.

Wertvolle Kommunikation

Bei Facebook geht es um Kommunikation und Interaktion. Nie war es leichter, mit potentiellen Kunden, Geschäftspartnern und Mitbewerbern zu kommunizieren. Freiberufler können mit wenig Aufwand beobachten, was die Konkurrenz so macht und was die Kunden sich wünschen.

Facebook funktioniert wie Mund-zu-Mund-Propaganda, Likes und Kommentare sind wie persönliche Empfehlungen. Auf diese Weise kann eine eigene  Community aufgebaut werden, die in der realen Welt derart nicht möglich wäre.

Durch eine Facebook Fanseite kann ein Freiberufler damit seine Bekanntheit schnell steigern. Durch Fans, Likes und Kommentare ist die Fanseite auf Facebook und auch im gesamten Web präsenter.

Die weitere Entwicklung von Facebook ist sicher nicht mehr aufzuhalten. Schon heute ist es so, dass viele der Facebook-Nutzer sich über Neuigkeiten und Angebote eher auf den Fanseiten als auf den Webseiten der Anbieter informieren.

Wenn ein Nutzer Fan einer Seite ist, wird er zudem automatisch über Neuigkeiten informiert. So bleibt man auch als Freiberufler stets im Gespräch.

Der Sprung ins kalte Wasser

In 2011 wurden etwa 401.500 Existenzgründungen gezählt, was gegenüber dem Vorjahr eine Abnahme von rund vier Prozent bedeutete.

Die Geschäftsideen sind vielfältig, doch nicht alle haben auf Dauer Bestand.
Einige Jungunternehmer strahlen kurz am Wirtschaftshimmel, nur um dann umso schneller wieder zu fallen und in Vergessenheit zu geraten.

Andere Selbstständige und Freiberufler legen vielleicht einen etwas weniger rasanten Start hin, sind dafür umso länger erfolgreich.

Selbstständig im Nebenjob und die Erwerbstätigkeit

Immer mehr Menschen sind selbstständig in Teilzeit.

Sie gehen einem Hauptjob nach und testen in der Freizeit eine Geschäftsidee. Doch mit steigender Beschäftigung sinkt die Zahl derer, die sich selbstständig machen wollen. Das damit verbundene Risiko ist vielen einfach zu groß.

Viele Existenzgründer sind arbeitslos und haben praktisch aus der Not heraus gegründet. Rund 40 Prozent der Existenzgründer kommen direkt aus der Arbeitslosigkeit, wobei diese Zahl rund um rund 20 Prozent niedriger liegt, als noch zu Beginn der Wirtschaftskrise im Jahr 2008.

Das bedeutet, dass sich viele in die Freiberuflichkeit oder Selbstständigkeit begeben haben, weil sie nicht mehr länger arbeitslos sein wollten und/oder Geld brauchten.

Vom Überleben in der Selbstständigkeit

Nur etwa die Hälfte bis maximal zwei Drittel der Neugründungen hat nach fünf Jahren noch Bestand.

Die meisten Neugründer bieten Dienstleistungen an, mit der entsprechend großen Konkurrenz auf dem Gebiet.
In die Industrie gehen nur wenige, schon allein aus dem Grund, weil dort in der Regel ein höherer Finanzierungsbedarf bei einer Neugründung besteht. Schwer haben es die Existenzgründer auch deshalb, weil vielen Banken das Risiko zu groß ist und sie keine Kredite vergeben.

Die KfW-Förderkredite allein können auch nicht immer weiterhelfen.
Schwer haben es vor allem diejenigen, die gescheitert sind.

Sie gelten als Versager und bekommen bei einem zweiten Versuch noch mehr Steine in den Weg gelegt.

Umsatzsteuerpflicht als Kleinunternehmer : Vor- und Nachteile

Kleinunternehmer können auf die Umsatzsteuerpflicht optieren.

Das bedeutet, sie haben die Wahl zwischen dem Verzicht auf die Umsatzsteuer und der Verpflichtung zum Erheben selbiger. Beides kann Vor- und Nachteile mit sich bringen.

Vorteile der Umsatzsteuerpflicht

Wenn der Kleinunternehmer Investitionen tätigt und dafür Vorsteuer zahlen muss, so kann er diese mit der Umsatzsteuer verrechnen.

Das bedeutet, dass eine geringere Summe an das Finanzamt abgeführt wird, der Gewinn des Unternehmers vergrößert sich.

Für einen Freiberufler ist die Umsatzsteuerpflicht immer dann interessant, wenn er von Vornherein weiß, dass er größere Investitionen tätigen wird.

Wenn sich also die eigenen Kosten um den Mehrwertsteuersatz verringern, so profitiert der Kleinunternehmer von der Inanspruchnahme der Umsatzsteuerpflicht.

Wer als Freiberufler einer Berufsgruppe angehört, in der pauschale Vorsteuerabzüge möglich sind und selbst aber weniger Geld ausgibt, als diese Pauschale beträgt, profitiert ebenso von der Möglichkeit, die Umsatzsteuer auszuweisen.

Nachteile der Umsatzsteuerpflicht

Die Umsatzsteuerpflicht kann auch Nachteile mit sich bringen und zwar dann, wenn die eigenen Ausgaben recht gering sind. Dann ist der Verwaltungsaufwand für die Abführung der Umsatzsteuer und die jährliche Steueranmeldung höher, als der Gewinn, der letzten Endes eingebracht werden kann.

Zudem schmälert sich insgesamt gesehen der steuerliche Gewinn.
Wer eine Leistung erbringt und diese zu einem festen Preis verkauft, der zwar netto ausgewiesen wird, sich aber in der gleichen Höhe beläuft, wie der Preis der Konkurrenz, die vielleicht mit der Mehrwertsteuer arbeitet, kann seinen Gewinn erhöhen.

Wenn allerdings die Umsatzsteuer abgeführt werden muss, ohne dass eine Vorsteuer gegengerechnet werden kann, wird der Gewinn letzten Endes geringer ausfallen, als wenn von Vornherein auf die Ausweisung der Umsatzsteuer verzichtet wird.

Insofern geht die Empfehlung dahin, sich erst einmal gründlich zu überlegen, welche Investitionen eventuell anstehen und wie es sich mit den laufenden Betriebsausgaben verhält.
Erst dann sollte eine Entscheidung über die Option auf die Umsatzsteuerpflicht getroffen werden.

Freiberufler mit ausländischen Wurzeln

Übersetzer und Dolmetscher, die als Freiberufler tätig waren, kamen meist ohnehin aus dem Ausland und waren in Deutschland wohnhaft.

Heute ist es so, dass Menschen mit ausländischen Wurzeln auffällig oft den Schritt in die Freiberuflichkeit wagen.

Rund dreimal so viele Migranten wie Deutsche gehen den Weg in die Selbstständigkeit.

Gründungsmonitor der KfW

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau – kurz KfW – gibt regelmäßig einen Gründungsmonitor heraus, aus dem aktuell die Zahlen zu den Selbstständigen und Freiberuflern mit Migrationshintergrund erkennbar sind.

Demnach haben sich im Jahr 2011 etwa 184.000 Menschen selbstständig gemacht, die nicht Deutsche sind.
Damit machen sie rund ein Viertel aller Neugründungen aus.

Verglichen mit dem Jahr 2010 ist das ein Wachstum von ganz ordentlichen 15 Prozent.

Am häufigsten geben sich die Menschen mit ausländischen Wurzeln auf Dienstleistungsangebote.

So werden sie beispielsweise Friseure oder Fotografen, auch Kosmetiker sind oft anzutreffen.

Die persönlichen Dienstleistungen machen hier den größten Anteil aus.

Kein einfaches Geschäft

Auch wenn der Start in die Freiberuflichkeit oder Selbstständigkeit verlockend ist, so ist er doch gar nicht so einfach.

Bei genauerem Hinsehen zeigen sich die Hürden, die zwar für alle Existenzgründer bestehen, die aber vor allem für Menschen mit Migrationshintergrund problematisch sind.

Da ist zum einen natürlich die Frage der Finanzierung zu nennen, ohne Businessplan geht hier gar nichts.

Dazu kommt, dass viele Dienstleistungen bereits in großer Zahl geboten werden, so dass die Konkurrenz natürlich groß ist – Ausländer haben es dabei deutlich schwerer, sich zu behaupten, als “Alteingesessene”.

So geben sich viele auf zusätzliche Angebote, die einen Wettbewerbsvorteil verschaffen und die so von der Konkurrenz eben nicht angeboten werden.