Wohl jeder Freiberufler stand schon einmal vor der Frage, ob sich die Sache noch lohnt.
Die Wirtschaftskrise hat sich vielleicht bemerkbar gemacht und die Kunden aus großen Unternehmen sind weggebrochen.
Aufträge fehlen.
Werden nun neue Projekte anschließen oder geht die Sache gänzlich den Bach herunter?
Ob die freiberufliche Tätigkeit tragfähig ist oder nicht, sollte auf keinen Fall daran festgemacht werden, wenn es kurzfristig schlechter läuft.
Nutzen Sie diese Zeit für ein strategisches Vorgehen und suchen Sie nach Entwicklungsmöglichkeiten.
Es gibt bestimmte Fallen, in die viele Freiberufler tappen, die dann aber auch oft zum Straucheln führen. Daher sollten Sie diese kennen, um sie zu vermeiden.
Zum einen muss hier erwähnt werden, dass viele Freiberufler doch sehr optimistisch ihren Stundensatz kalkulieren.
Beschummeln Sie sich nicht selbst und gehen Sie realistisch an die Kalkulation heran, das erspart spätere Reinfälle. Kennen Sie dafür die eigene finanziellen Schmerzgrenze, die Sie nicht überschreiten dürfen.
Beauftragung freier Mitarbeiter
Versuchen Sie, nicht immer alles allein machen zu wollen.
Wenn Sie es sich leisten können, stellen Sie Mitarbeiter ein für die Dinge, die Ihnen nicht so liegen – Organisation und Ablage vielleicht oder die Buchführung.
Auch das Beauftragen freier Mitarbeiter kann hier ausreichend sein, denn sie werden nur bei Bedarf dazu geholt.
Lernen Sie, „Nein“ zu sagen. Wenn Aufträge nicht rentabel sind, weil zu wenig Geld für zu viel Arbeit geboten wird, müssen Sie diese Aufträge nicht annehmen.
Sie erweitern damit zwar vielleicht den Kundenkreis, haben aber weniger Zeit, sich nach besseren Kunden umzusehen.
Denken Sie auch daran, dass die Kunden Profis suchen, niemand soll alles können und anbieten, das weckt nur Misstrauen. Schnell wird hier der Schluss gezogen, dass alles geboten wird, aber nichts professionell ist.
Eigene Wünsche und Ziele im freien Beruf umsetzen
Wer sich die Frage stellt, ob er aufgeben soll oder lieber weitermacht, sollte auch daran denken, wie viel Herzblut er in sein Unternehmen gesteckt hat.
Bleibt noch Zeit, die eigenen Wünsche und Ziele zu verfolgen oder geht es nur noch darum, pro Monat über die Runden zu kommen und das benötigte Geld zu erwirtschaften?
Schaffen Sie sich Freiräume, in denen Sie eigenen Projekten nachgehen können, treffen Sie Entscheidungen und erobern Sie sich das Stück Freiheit wieder zurück, welches den freien Beruf eigentlich ausmachen soll.



