Urteil zum Rückkaufswert von Lebensversicherungen

Freiberufler und Selbstständige, die gezwungen waren, sich ihre Lebensversicherung auszahlen zu lassen, können jetzt damit rechnen, Tausende Euro nachgezahlt zu bekommen.

Grund ist ein Urteil des Bundesgerichtshofes, mit dem einige Klauseln der Allgemeinen Versicherungsbedingungen als unwirksam eingestuft wurden.

Rückkaufswert von Lebensversicherungen


Bislang wurden die Abschlussgebühren mit den ersten Beiträgen, die der Versicherungsnehmer an die Assekuranz zahlte, verrechnet.

Dies ist aber unzulässig, urteilte jetzt der Bundesgerichtshof, denn die Versicherungsnehmer würden über die Maßen benachteiligt. Wer seine Lebensversicherung kündigt, konnte demnach nur noch mit einem Rückkaufswert rechnen, der einen Bruchteil der eingezahlten Beiträge betrug.

Laut Urteil der zuständigen Richter dürfte ein Vertrag aber nicht derart gestaltet werden, dass nur ein geringer oder gar kein Rückkaufswert vorhanden sei.

Gültigkeit des Urteils

Das besagte Urteil betrifft zum einen die Policen, die zwischen 2002 und 2007 zustande kamen. Auch die Neuabschlüsse nach 2008 wurden berücksichtigt, sofern sie die gleichen, nun unzulässigen, Klauseln enthielten.

Zunächst betrifft das Urteil nur diejenigen, die beim Deutschen Ring versichert sind oder waren.

Doch auch die anderen großen Anbieter nutzen ähnliche Klauseln und bei entsprechenden Streitigkeiten werden die Richter wohl wieder ähnlich entscheiden.
Das Urteil gilt sowohl für Kapitallebensversicherungen als auch für Rentenversicherungen.

Allerdings sind die Ansprüche von Versicherten, die vor dem 1. Januar 2009 kündigten, verjährt.

Hohe Dispozinsen auf Geschäftskonto vermeiden





Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner präsentierte im Juli 2012 einen Bericht, der sich mit den Dispozinsen für deutsche Girokonten befasst.
Doch es sind längst nicht nur Privatpersonen, die ihr Konto regelmäßig überziehen und mit den zu hohen Zinsen zu kämpfen haben.

Gründe für die Kontoüberziehung

Vor allem die Freiberufler, die gerade erst an den Start gegangen sind, überziehen oft regelmäßig ihr Konto.

Der Grund dafür ist, dass sie zuerst einmal viele Anschaffungen tätigen wollen, von denen einige weder warten können noch sollen.
Die Büroeinrichtung muss bezahlt werden, auch einige Verbrauchsmaterialien müssen angeschafft werden.
Hinzu kommen Ausgaben für Marketing und – natürlich – für den Lebensunterhalt. Die laufenden Kosten werden oft noch nicht durch Honorareinnahmen gedeckt – das Konto wird überzogen.

Laut dem aktuellen Bericht von 2012 liegen die Zinsen für die Kontoüberziehung in der Regel zwischen 10 und 11 Prozent, wobei einige Banken sogar bis zu 18,25 Prozent Zinsen für das geliehene Geld verlangen.

Einmal in der Überziehung drin, kommen viele Freiberufler nur schwer wieder heraus, denn die Einnahmen müssen sich derart gestalten, dass ein weitaus größeres Plus erwirtschaftet wird.

Was tun?

Nun fragen sich viele Freiberufler, was sie denn gegen die zu hohen Zinsen unternehmen könnten.

Neben einem Wechsel zu einer Bank, die niedrigere Zinsen für den Dispo bietet, kann für den Freiberufler ein Ratenkredit sinnvoll sein.

Solche Kredite sind schon als Kleinkredite ab 1000 Euro zu haben und können für die Ablösung der Disposchulden eingesetzt werden.

Das geschäftliche Konto sollte dann allerdings nicht mehr die Möglichkeit zur Überziehung bieten, diesen Service der Bank kann der Freiberufler widerrufen.

Experten sind übrigens skeptisch, was die staatliche Regulierung der Dispozinsen angeht:
Sie sehen die Gefahr in einer staatlichen Höchstgrenze darin, dass viele Banken und Sparkassen nun ihre eigentlich günstigeren Zinsen anheben und sich damit anpassen würden. Für einen Freiberufler wäre dies mehr als ungünstig

Rendite und Steuerspareffekt bei der Rürup-Versicherung herstellen



Dass die Rürup-Rente für Freiberufler und Selbstständige durchaus sinnvoll ist, ist allgemein bekannt.

Doch inwieweit sich der Vorteil erstreckt, ist vielen Versicherten oder Versicherungswilligen unklar.

In dem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, dass Ursula von der Leyen ab 2013 plant, allen Freiberuflern eine Pflichtversicherung für das Alter aufzubürden.
Das heißt, dass wohl auch deutlich mehr Rürup-Renten abgeschlossen werden.

 

Den Steuerspareffekt richtig nutzen

Das Finanzamt erkennt bei der Rürup-Rente jährlich bis zu 20.000 Euro für die Beiträge an, bei Verheirateten sind es sogar bis zu 40.000 Euro.

Für dieses Jahr gilt, dass bis zu 74 Prozent der Beiträge als Sonderausgaben abgesetzt werden können. Bis zum Jahr 2025 soll dieser Betrag bis auf 100 Prozent steigen.

Der Steuerspareffekt ist ausschlaggebend dafür, ob sich die so genannte Basis-Rente für den Sparer lohnt oder ob er nicht doch besser auf andere Möglichkeiten der Altersvorsorge ausweichen sollte.

Grundsätzlich gilt bei der Rürup-Rente:
Vielverdiener, die hohe Steuern zahlen, profitieren besonders, vor allem dann, wenn sie sich möglichst dicht am Renteneinstiegsalter befinden.
Der Grund dafür ist, dass zurzeit die Absetzbarkeit von der Steuer höher ist, als die späteren Steuerzahlungen auf den Auszahlungsbetrag sein werden (siehe auch unseren Beitrag: Rüruprente und Steuern).

Rendite

Derzeit muss festgehalten werden, dass die Rendite bei der Rürup-Rente im Sinken begriffen ist.

Schuld ist der Garantiezins, der momentan recht gering ist. Er liegt jetzt nur noch bei 1,75 Prozent, noch vor kurzem betrug er 2,25 Prozent. Vor allem die klassischen Tarife mit Beitragsgarantie gehen als Verlierer aus einem Test hervor.

Negativ entwickelt haben sich auch die Überschussbeteiligungen. Diese werden von den Versicherten selbst erwirtschaftet und zwar über den Garantiezins hinaus.

Interessant ist, dass der Steuerspareffekt und damit die Rendite auch negativ sein können.

Die Rürup-Rente gilt daher nicht immer als empfehlenswert, Einzahlungs- und Auszahlungsphase müssen über die gesamte Laufzeit betrachtet werden, um festzustellen, ob sich die Basis-Rente lohnt oder nicht.

Nie die Riester-Rente kündigen






Der momentane Stand ist so, dass rund die Hälfte derjenigen, die einen Riester-Vertrag haben, die lebenslange Zahlung in selbigen nicht durchhält.

Denn das Angebot der Riesterrente richtet sich in erster Linie an einkommensschwache Personengruppen, wozu allzu oft auch die Freiberufler gehören.

Sie sind dann nicht in der Lage, die finanzielle Belastung auf Dauer mitzumachen und kündigen den Vertrag vorzeitig.

Ein fataler Fehler, denn damit gehen erhebliche Einbußen einher.

Es gibt häufig wenig Geld zurück!

Wer seinen Riestervertrag als Freiberufler vorzeitig kündigt, muss die Einbußen hinnehmen.
Zum einen werden diese dadurch bedingt, dass alle Zulagen, wie zum Beispiel die Kinderzulage, zurückgezahlt werden müssen.

In den ersten Jahren des Sparens fließt nur wenig Geld tatsächlich in den Vertrag, erst einmal werden alle Kosten gedeckt, die dem Versicherer entstanden sind.

Das sind die Abschlusskosten, die Kosten für die Berater im Callcenter oder auch die gesamte Verwaltung.
Erst dann, wenn das alles bezahlt ist, kann der Sparer sein Geld für sich anlegen. Wer also frühzeitig den Vertrag wieder kündigt, muss alle diese Kosten zahlen und dazu die erhaltenen Vorteile zurückgeben.

Da bleibt vom Geld nicht mehr viel übrig und so erklärt sich auch, warum jemand weniger Geld zurückbekommt, als er überhaupt eingezahlt hat.

Generell muss mit einem Verlust von mindestens 50 Prozent gerechnet werden.

Das Problem mit den Finanzprodukten

Viele Freiberufler schauen sich die Finanzprodukte nicht genau an, ehe sie sie abschließen.

Die Berater sind gut geschult und in der Lage, auch Produkte zu exorbitant hohen Preisen zu verkaufen – der Verbraucher sehe schließlich nicht so genau hin.

Und genau das ist das Problem:
Wer selbst keine Ahnung hat, vertraut auf die Beratung.

Daher gilt es, sich vor dem Abschluss über die Kosten im Klaren zu sein, die hier für den Vertrag anfallen.

Wie hoch die Abschlussgebühren sind und welche Kosten noch anfallen, sollte geklärt werden. Dann gibt es auch noch verschiedene Produkte der Riesterrente, wie die Banksparpläne.

Preisliste des Freiberufler


Jede Arbeit hat ihren Preis, das gilt auch für die des Freiberuflers.

Natürlich kann immer der Fall eintreten, dass ein Preis nicht vereinbart werden kann, wenn zum Beispiel ein Auftrag kaum Zeit in Anspruch nimmt oder wenn der Auftraggeber eine ausgezeichnete Referenz darstellt.

Es bedarf einer so genannten Mischkalkulation, damit der Aufwand, der im Grunde genommen ein Minus bringt, wieder durch andere Aufträge und Honorare aufgefangen werden kann.

Die Preisliste

Eine Preisliste kann dem Freiberufler helfen, sich auf Honorarverhandlungen vorzubereiten.



In einigen freien Berufen gibt es Gebührenordnungen.

So sind für Ärzte und Steuerberater, aber auch für Rechtsanwälte solche Gebührenfestlegungen zu finden.
Unterschieden werden muss hier noch, ob die Gebührenordnung bindend ist oder nicht. Zeithonorare können zum Beispiel frei vereinbart werden.

Auf die Preisliste gehört der Stundensatz ebenso, wie der Tagessatz.

Dabei gilt es zu beachten, dass das Umsatzziel über dem Satz in der Preisliste liegen sollte, damit Sie noch einen Verhandlungsspielraum haben.

Dabei ist aber nicht nur der zeitliche Aufwand entscheidend für die Preisfindung.

Fragen helfen auf dem Weg zur Preisliste

Fragen Sie sich zuerst, welche Art von Dienstleitung Sie überhaupt anbieten und welche Leistungen schon bei Ihnen angefragt wurden.

Eventuell möchten Sie weitere Leistungen anbieten, die dann ebenfalls berechnet werden müssen.
Haben die Kunden Ihnen bereits Abrechnungsarten vorgeschlagen?
Eventuell gilt ein Seitenpreis statt des Stundensatzes als reeller.

Gibt es Leistungen, die Sie pauschal abrechnen können?
Das macht Auskünfte gegenüber Ihren Kunden deutlich einfacher und erleichtert auch Ihnen die Abrechnung sowie die Kalkulation.

Wenn Sie pauschalen Preise rechnen wollen, bedenken Sie aber, dass der tatsächliche Aufwand hier auch herauskommen muss.

Vielleicht gibt es auch Empfehlungen für das Honorar seitens Branchenverbänden?
Schauen Sie sich auch die Preise der Konkurrenz an.

Bei einer Kalkulation muss bedacht werden, dass auch Nebenkosten einberechnet werden, wie Telefonkosten oder Materialkosten.
Das heißt, es dürfen nicht nur die Ausgaben bedacht werden, die auf den ersten Blick nötig werden, sondern auch das Drumherum ist relevant.

Rürup-Rente auch für Freiberufler

Für einen Freiberufler kann der Abschluss einer Rürup-Rente durchaus lohnend sein, vorausgesetzt, es werden vor Vertragsunterzeichnung einige Dinge bedacht.


Das betrifft zum Beispiel die beiden Varianten der Rürup-Rente, einmal die klassische Rentenversicherung und dann die fondsgebundene Versicherung.
Hier muss jeder Freiberufler wissen, wie risikofreudig er ist, denn für jemanden, der ein gewisses Risiko einzugehen bereit ist, ist die fondsgebundene Versicherung die bessere Wahl.

Rürup-Rente für Freiberufler

Hier sind höhere Renditen möglich, als bei der klassischen Rentenversicherung, die dafür aber wiederum auf Sicherheit und auf eine garantierte Verzinsung setzt. Bei der fondsgebundenen Versicherung kann nicht garantiert werden, dass ein bestimmter Betrag am Ende auch an den Versicherten ausgezahlt wird.
Der Grund dafür liegt einfach darin, dass niemand wissen kann, wie sich ein Fonds entwickelt.
Natürlich sind auch immer Kursschwankungen und damit Verluste möglich.

Wichtig ist, dass der so genannte Rentenfaktor bei Vertragsunterzeichnung festgelegt wird.
Anhand dieses Faktors wird die Höhe der Rente berechnet, was bedeutet, dass der Faktor möglichst hoch sein sollte.



Je höher er ist, desto höher fällt die spätere Rente aus. Weil aber bei einer fondsgebundenen Versicherung die Festlegung des Rentenfaktors nicht möglich ist, gibt es dabei einen zusätzlichen Unsicherheitsfaktor für den Versicherten.
Daher gilt, wer die private Altersvorsorge lieber sicher gestalten möchte, der sollte auf die klassischen Produkte ausweichen.

Diese Form der Rürup-Rente wird von Versicherungsunternehmen und von Banken angeboten

Insolvenzantrag durch Krankenkasse und Finanzamt


Als Gläubiger für einen Freiberufler kommen in erster Linie die Krankenkasse oder das Finanzamt in Frage, sie halten sich erfahrungsgemäß deutlich weniger mit der Eröffnung eines solchen Verfahrens zurück.

Sie stellen einen Gläubigerantrag, der das Verfahren eröffnet.
Darin müssen sie ihre Forderungen sowie den Grund für die Verfahrenseröffnung glaubhaft machen. Das Verfahren beginnt dann mit der Zustellung des Antrags an den Schuldner.

Wichtig ist hier, auf die Fristen zu achten, die im Antrag angegeben sind, damit der Schuldner seine Handlungsfreiheit nutzen kann.

Er hat verschiedene Möglichkeiten, auf den Antrag zu reagieren

So kann er die Forderungen begleichen und beseitigt damit den Grund für das Verfahren. Er kann auch eine begründete Einwendung einreichen. Werden entsprechende Verhandlungen geführt, kann es sein, dass der Insolvenzantrag durch den Gläubiger zurückgenommen wird. Der Eröffnungsantrag kann auch abgewiesen werden, weil die Insolvenzmasse zu gering wäre, um die Kosten für das Verfahren zu decken.

Dies ist vor allem dann der Fall, wenn der Gläubiger keinen Vorschuss auf die Kosten leistet und kaum Sach- oder Barvermögen beim Schuldner vorhanden ist.

Insolvenzantrag des Freiberuflers

Antrag auf Restschuldbefreiung oder Stundung stellen

Der Schuldner kann überdies einen Antrag auf Restschuldbefreiung oder auf Stundung der Verfahrenskosten stellen. Wurde ein Regelinsolvenzverfahren eingeleitet, so ist das Einreichen eines Insolvenzplanes oder der Antrag auf Freigabe des Geschäftsbetriebes möglich.

Der Freiberufler-Stundensatz


DerFreiberufler müssen ihren Stundensatz selbst kalkulieren.

Sie bekommen eben kein Gehalt gezahlt, bei dem die Beträge fest sind und in jedem Monat gleich viel Geld zur Verfügung steht.

Daher muss der Gewinn ausreichend hoch sein, damit in einem Monat auch einmal etwas übrig bleibt, für eventuelle Mehrausgaben oder zur Überbrückung der Zeiten, in denen die Honorare nicht wie gewünscht fließen.

 

Der Stundensatz muss daher aus mehreren Bestandteilen entstehen.
Auf der einen Seite sind da die Ausgaben. Sie setzen sich aus den betrieblichen sowie aus den privaten Ausgaben zusammen. Versicherungen, Mieten, Lebensunterhalt, Materialkosten – alle diese Kosten sowie noch einige weitere müssen bedacht werden.

Diese Kosten müssen mindestens wieder erwirtschaftet werden. Damit am Ende etwas übrig bleibt, muss der Gewinn eingeplant werden.

Wie hoch dieser ausfallen soll, liegt zum einen im persönlichen Ermessen, zum anderen im Spielraum, der nach Ausrechnen der Ausgaben noch möglich ist, um auf einen realistischen Stundensatz zu kommen. Schließlich sollen die Kunden diesen Stundensatz auch bezahlen.

Stundensatz nie zu niedrig ansetzen

Freiberufler sollten daran denken, dass sie ihren Stundensatz nicht zu niedrig ansetzen. Wer davon ausgeht, dann mehr Aufträge zu bekommen, kann zwar Glück haben, wird aber sicherlich kaum mit anspruchsvollen Aufträgen belohnt.

Die Auftraggeber gehen bei sehr niedrigen Preisen häufig von einer schlechten bis mittleren Qualität aus. Wer seinen Stundensatz hingegen zu hoch ansetzt, kann damit rechnen, dass die Kunden nicht bereit sind, diesen zu zahlen und sich der Konkurrenz zuwenden.

Ein Mittelmaß muss daher gefunden werden, ein realistischer Stundensatz also, den die Kunden auch bereit sind, zu zahlen.

Freiberufler in Insolvenz


DerFür einen Freiberufler kann eine Insolvenz ebenso in Frage kommen, wie für einen Unternehmer.

Wenn die Betriebsausgaben die Betriebseinnahmen auf Dauer übersteigen und Verbindlichkeiten nicht mehr nachgekommen werden kann, ist eine Insolvenz leicht möglich.
Hierin kann nicht nur ein Problem gesehen werden, sondern auch eine Chance, sich finanziell aus der Schieflage zu befreien.

Denn es gibt verschiedene Möglichkeiten, mit deren Hilfe zum einen die Insolvenz abgewendet werden kann und mit denen zum anderen eine weitere freiberufliche Arbeit möglich ist.
Auch wenn gemeinhin immer wieder angenommen wird, dass eine Insolvenz bedeute, dass jeder Gewinn des Freiberuflers abgeführt werden müsse, ist dem nicht so.

Denn ein Insolvenzplan kann aufgestellt werden. Er wird am besten bereits mit dem Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens bei Gericht eingereicht. Ein Insolvenzverwalter wird zwar dennoch eingesetzt, allerdings überwacht er nur noch die Einhaltung der vereinbarten Zahlungen.

Denn diese werden festgesetzt und zu regelmäßigen Terminen an den Gläubiger entrichtet. Damit kann das eigene Geschäft weitergeführt werden.


Ob die Zahlungen fest sind oder anhand des Einkommens prozentual berechnet werden, wird in der Gläubigerversammlung festgelegt.

Restschuldbefreiung und Wohlverhaltensperiode



DerMöglich ist überdies die Restschuldbefreiung. Diese wird durch das abgeschlossene Verfahren und die Erbringung einer Wohlverhaltensperiode erlangt.
Dies dauert zusammen allerdings teilweise sechs oder sieben Jahre, während der Zeit kann das Geschäft nur eingeschränkt geführt werden.

Für viele Freiberufler ist das zu lange und sie geben ihre Tätigkeit gänzlich auf.

Daher ist die Freigabe des Geschäftsbetriebs eine Möglichkeit, weiter gewinnbringend zu wirtschaften und dennoch die Gläubiger zu bedienen.

Das Konto für den Freiberufler

Sie haben sich mit Ihrem Unternehmen selbstständig gemacht?

Dann sind Sie sicherlich schon bei der Anmeldung bei Finanzamt auf den Punkt der Kontoangaben gestoßen.
Die Ämter möchten ihre Steuern schließlich nicht in bar bekommen, sondern der gesamte Zahlungsverkehr geschieht bargeldlos.

Konto für den Freiberufler

Ratsam ist es daher für Sie, sich ein eigenes Konto als Freiberufler einzurichten, auf das sämtliche Zahlungen gehen und von dem die Abbuchungen getätigt werden können.
Bei der Einrichtung des Kontos achten Sie bestimmt auch darauf, wie hoch die monatlichen Gebühren sind.



DerFür Freiberufler ist die Auswahl an Banken, die ein kostenloses Girokonto anbieten, sehr gering, doch es gibt auch diese Nadeln im Heuhaufen.

Nun kommt es aber darüber hinaus auf weitere Punkte an, die in Bezug auf die Konditionen geklärt sein müssen. Ein solcher Punkt betrifft den Kontokorrentkredit, der bei Arbeitnehmern besser unter der Bezeichnung Dispositionskredit bekannt ist.

Dabei handelt es sich um die Möglichkeit, das Konto um einen bestimmten Betrag überziehen zu dürfen.

Ehe der monatliche Geldeingang nicht geklärt ist, bietet Ihnen die Bank diese Form des Kredits vielleicht gar nicht an, aber spätestens, wenn Sie über ein regelmäßiges Einkommen verfügen, ist der Kontokorrentkredit in der Regel kein Problem mehr.



DerSollten sich Ihre Einnahmen einmal rückläufig entwickeln, so kann es sinnvoll sein, zumindest die Möglichkeit des Kontokorrents zu haben.
Der Betrag, um den das Konto des Freiberuflers dabei überzogen werden darf, kann frei vereinbart werden und bewegt sich meist ab 1000 Euro abwärts.
Die Höhe ist natürlich auch von den üblichen Einnahmen abhängig. Sie können damit also das Konto in jedem Monat überziehen, der Ausgleich wird mit dem nächsten Geldeingang wieder geschaffen. Allerdings gibt es diesen Vorzug natürlich nicht umsonst, teilweise fallen recht hohe Zinsen dafür an.

Einige Banken berechnen bis zu 18 Prozent Zinsen für die Inanspruchnahme eines solchen Kredits.
Da kann es teilweise als Freiberufler lohnender sein, einen Ratenkredit aufzunehmen und damit den Kontokorrentkredit wieder abzulösen, wenn absehbar ist, dass dieser in den nächsten Monaten nicht mehr benötigt wird