In 2011 wurden etwa 401.500 Existenzgründungen gezählt, was gegenüber dem Vorjahr eine Abnahme von rund vier Prozent bedeutete.
Die Geschäftsideen sind vielfältig, doch nicht alle haben auf Dauer Bestand.
Einige Jungunternehmer strahlen kurz am Wirtschaftshimmel, nur um dann umso schneller wieder zu fallen und in Vergessenheit zu geraten.
Andere Selbstständige und Freiberufler legen vielleicht einen etwas weniger rasanten Start hin, sind dafür umso länger erfolgreich.
Selbstständig im Nebenjob und die Erwerbstätigkeit
Immer mehr Menschen sind selbstständig in Teilzeit.
Sie gehen einem Hauptjob nach und testen in der Freizeit eine Geschäftsidee. Doch mit steigender Beschäftigung sinkt die Zahl derer, die sich selbstständig machen wollen. Das damit verbundene Risiko ist vielen einfach zu groß.
Viele Existenzgründer sind arbeitslos und haben praktisch aus der Not heraus gegründet. Rund 40 Prozent der Existenzgründer kommen direkt aus der Arbeitslosigkeit, wobei diese Zahl rund um rund 20 Prozent niedriger liegt, als noch zu Beginn der Wirtschaftskrise im Jahr 2008.
Das bedeutet, dass sich viele in die Freiberuflichkeit oder Selbstständigkeit begeben haben, weil sie nicht mehr länger arbeitslos sein wollten und/oder Geld brauchten.
Vom Überleben in der Selbstständigkeit
Nur etwa die Hälfte bis maximal zwei Drittel der Neugründungen hat nach fünf Jahren noch Bestand.
Die meisten Neugründer bieten Dienstleistungen an, mit der entsprechend großen Konkurrenz auf dem Gebiet.
In die Industrie gehen nur wenige, schon allein aus dem Grund, weil dort in der Regel ein höherer Finanzierungsbedarf bei einer Neugründung besteht. Schwer haben es die Existenzgründer auch deshalb, weil vielen Banken das Risiko zu groß ist und sie keine Kredite vergeben.
Die KfW-Förderkredite allein können auch nicht immer weiterhelfen.
Schwer haben es vor allem diejenigen, die gescheitert sind.
Sie gelten als Versager und bekommen bei einem zweiten Versuch noch mehr Steine in den Weg gelegt.

