Honorar für Übersetzer

Bis zum Jahr 2002 war es für einen Übersetzer schwer, an dem Verkaufserlös eines belletristischen Werkes oder eines Sachbuches beteiligt zu werden.

Er bekam sein garantiertes Honorar, das aber angemessen sein musste.

Nun hat der Bundesgerichtshof aber entschieden, dass es hier eine Änderung geben sollte und diese Regelung gilt für die genannten Werke ab einer Auflage von 5000 Exemplaren.

Der Freiberufler bekommt nun also sein garantiertes Übersetzer-Honorar für die Leistung, also für die Übertragung des Buches von einer Sprache in eine andere. Darüber hinaus kann er an dem Erlös der Bücher beteiligt werden, wenn deren Auflage 5000 Stück überschreitet.

Hier gibt es zwar die Möglichkeit, die Beteiligung frei zu vereinbaren, allerdings orientiert man sich dabei an den üblichen Werten von 0,8 Prozent für eine Hardcover-Ausgabe und 0,4 Prozent für eine Taschenbuchausgabe eines Buches. Als Grundlage dient dabei der Nettoladenverkaufspreis. Der Prozentsatz kann sich verringern oder erhöhen, wenn ein Seitenhonorar an den Übersetzer gezahlt wird, das so nicht üblich ist, also höher oder niedriger angelegt ist, als normalerweise in der Branche vereinbart wird.

Der Übersetzer kann darüber hinaus bis zu ein Fünftel der Beteiligung, die ein Autor an den Erlösen des Werkes durch die Einräumung von Rechten an Dritte seitens des Verlags erhält, beanspruchen.
Auch hier gilt, dass diese Beteiligung angemessen sein muss, daher wird sie auch auf ein Fünftel begrenzt, denn immerhin hat der Autor hier den weitaus größeren Anteil geleistet.

Bin ich als Freiberufler geeignet?

als Freiberufler geeignet

Viele malen sich aus, wie toll das Leben als Freiberufler wäre:
Kein Chef, der einem sagt, was wann gemacht werden muss, keine festen Arbeitszeiten und das Gehalt ist theoretisch nach oben offen.

Doch so rosig ist es nicht. Denn auch wenn kein direkter Vorgesetzter vorhanden ist, so sind doch die Belange der Auftraggeber wichtig.

Die Arbeitszeiten regeln sich von selbst, denn die Aufträge müssen erledigt werden, egal, ob es später am Abend wird oder auch am Wochenende gearbeitet werden muss.

Das Honorar kann nur für die erledigte Arbeiten eingenommen werden. Das bedeutet, fällt der Freiberufler aufgrund Krankheit oder Urlaub aus, wird auch kein Geld eingenommen.

Das muss bei der Kalkulation des Honorars berücksichtigt werden. Und immerhin ist das letztendliche Einkommen von Aufträgen abhängig, es gibt kein monatliches Grundhonorar, mit dem sicher zu rechnen ist.
Jeder, der den Schritt in die Freiberuflichkeit wagen will, sollte sich über die Konsequenzen im Klaren sein. Denn der Leistungsdruck ist auch unter den Freien groß.

Zur eigentlichen Arbeit kommen schließlich die verwalterischen Tätigkeiten, die nicht jedermanns Sache sind und die vielleicht auch erst erlernt werden müssen.
Wichtig sind immer Erfahrungen und eventuell sogar bestehende Kontakte, die für die freiberufliche Tätigkeit genutzt werden können.

Es gibt sicher auch die Chance, als Freier Erfolg zu haben, wenn die Arbeit gleich nach der Ausbildung aufgenommen wird. Allerdings stehen die Zeichen eher auf Erfolg, wenn die Branche bekannt ist, wenn auch Probleme bereits gemeistert wurden und der Neuling als Freier nicht völlig blauäugig startet.

Wer überprüfen will, ob die Tätigkeit als Freiberufler für ihn geeignet ist, kann einmal die folgende Checkliste durchgehen. Wenn die meisten Fragen mit „ja“ beantwortet werden können, kommt die selbstständige Arbeit in Frage.

Checkliste:
1. Ich kann mir eigene Ziele setzen und mich immer wieder neu motivieren.
2. Ich komme mit meinem Einkommen auch dann klar, wenn es nicht regelmäßig erzielt wird oder unterschiedlich hoch ausfällt.
3. Ich kann auch abends und am Wochenende arbeiten, eine 40-Stunden Woche ist anfangs nicht drin.
4. Ich habe einen Blick für das Wesentliche.
5. Ich kann neue Ideen verfolgen.
6. Auch unangenehme Arbeiten erledige ich schnell und ohne Aufhebens.
7. Bei Problemen suche ich eine Lösung.
8. Ich komme auch mit Niederlagen klar.
9. Ich stehe hinter meiner Tätigkeit.
10. Ich kann auf Menschen zugehen und knüpfe rasch neue Kontakte.
11. Ich kann geduldig mit meinen Zeitgenossen sein.
12. Ich bin selbstbewusst und kann meine Rechte vertreten.
13. Ich bin bereit, mich weiterzubilden.