Direktmarketing

Was ist Direktmarketing?

Unter Direktmarketing versteht man jedes Handeln innerhalb einer Kommunikation mit dem Markt, welches den zukünftigen oder bereits bestehenden Kunden anspricht und zu einer sofort messbaren Interaktion auffordert.

Die sich in der Zielgruppe befindlichen Personen werden durch das Direktmarketing über die herkömmlichen Kommunikationsmittel wie beispielsweise das Internet, Telefon oder per Post kontaktiert, wodurch ein bestehendes Grundwissen über die Vorlieben des Beworbenen unabdingbar ist.

Beim Direktmarketing ist vor allem zu beachten, dass die Reaktion des Kunden diesem direkt zurechenbar ist. So bietet es sich an, jeder Werbesendung einen individuellen Bestellschein oder bei Online-Shops einen Bestellcode beizufügen. Durch dieses Verfahren können dann die Daten der durchgeführten Direktmarketingmaßnahme perfekt und kundenpersonalisiert ausgewertet werden. Wichtig ist, dass die Kommunikation mit dem Kunden möglichst personalisiert abläuft und sich an dessen Wünsche anpasst. Grundsätzlich bleibt zu sagen, je personalisierter der Kontakt angegangen wird, desto besser ist es, aber zudem steigen die Kosten bei zunehmenden Individualisierungsgrad. Also ist es unabdingbar die gewonnenen Daten einer jeden Direktmarketing – Kampagne  in einer Datenbank fest zu halten, um bei zukünftigen Werbeaktionen wieder auf die Informationen zurückgreifen zu können.

Das große Plus des Direktmarketing ist der umgehend messbare Erfolg und die darin erhaltenen Informationen, die als Grundlage für noch folgende Kampagnen verwendet werden können. So lässt sich nach einiger Zeit extrem gezielt und erfolgsorientiert werben.

Eignet sich Direktmarketing auch für Freiberufler?

Grundsätzlich ist zu sagen, dass sich Direktmarketing für jedes Unternehmen eignet, welches die nötigen Mittel hat und ergebnisorientiert sowie analytisch werben möchte. Also ist diese Art Werbung auch für Freiberufler geeignet. Jedoch sollte hierbei bedacht werden, dass das Direktmarketing mit einem hohen organisatorischen sowie informationsintensiven Aufwand verbunden ist, was es für Freiberufler schwer macht dies alles unter Kontrolle zu halten. Wer sich es jedoch zutraut, ist mit dieser Form des Marketings als Werbemaßnahme gut beraten.

Als Unterstützung kann der Werbende dann auf speziell für das Direktmarketing entwickelte Software zurückgreifen. Mit Hilfe dieser Programme lässt sich der Umgang mit den ständig wachsenden Datenmengen vereinfachen. So bietet sich zum Beispiel beim Direktmarketing über den Postweg, eine Anwendung an, welche die Adressdaten speichert und verwaltet. Neben einer vereinfachten Arbeitsweise steigt hier auch die Effizienz der Arbeit. Diese Art von Applikationen lassen sich durch gewisse Module teilweise individualisieren und wird von spezialisierten Softwareunternehmen angeboten.

Netzwerke für Freiberufler



Akquise
ist für viele Freiberufler eine schwierige Aufgabe, doch es gibt keine selbstständige Existenz ohne gezielt Kontakte herzustellen.

Um nicht als Einzelkämpfer an „verlorener Front“ zu stehen, braucht ein Freiberufler die Unterstützung eines Netzwerkes, das ihm bei den vielfältigen Problemen der Selbstständigkeit helfen kann.

Es gibt etliche Seminare, in denen man lernen kann, wie Kontakte erfolgreich geknüpft werden und wie man sie dauerhaft pflegt.
Doch einfache soziale und psychologische Grundregeln des menschlichen Miteinanders gelten auch im Geschäftsleben.

Vielfach hängt der Erfolg schon davon ab, ob man den persönlichen Sympathie-Faktor mit integrieren konnte.
Man schließt sich eher Menschen an, zu denen man “einen Draht” hat.

Der einfachste Weg des Networking ist der, sich einem Berufsverband anzuschließen.
Beispiele hierfür sind der BDG, Bund Deutscher Grafik-Designer, der Deutsche Presse-Verband oder der Deutsche Journalisten-Verband.

Hier zahlt man jährlich einen erschwinglichen Mitgliedsbeitrag und kann die Dienste und das Informationsangebot komplett nutzen.

Der Sinn von Netzwerken besteht darin, sich durch die Bündelung von Gemeinsamkeiten gegenseitig zu stärken.

Um auf Netzwerke zurückgreifen zu können, muss man sie erst einmal aufbauen, und dies geschieht nicht im Handumdrehen.

Gerade für Freischaffende ist das Internet ein ideales Medium, um sich dort einzubringen.
Letztendlich übernehmen Netzwerke sozial die gleichen Aufgaben wie der Sportverein am Wohnort. Und auch hier gilt: Jeder Kontakt ist wichtig, wenn man Hilfe braucht oder nach möglichen Kunden Ausschau hält.

Das Networking in Netzwerken lebt vom gegenseitigen Verständnis und Unterstützung.

Ihr wesentlicher Vorteil ist das Weitergeben von Informationen, ohne in starren Hierarchien zu stecken.
In Netzwerken ist es erwünscht, sich selbst konkret einzubringen. Wer nur Profit daraus zieht ohne Beiträge in aktiver Form zu leisten, steht schnell wieder auf „verlorenem Posten”.

Wie soll meine Website als Freiberufler aussehen?

Aufbau und Struktur der Freiberufler-Homepage

Wer Erfahrungen und Wissen in Bezug auf die Gestaltung einer Website hat, kann die Einrichtung der Seite selbst angehen. Ansonsten sollte auf professionelle Hilfe ausgewichen werden.

Um einen Webdesigner zu finden, bietet sich natürlich die Suche im Internet an. Es ist auch möglich, nach Seite zu suchen, die einem selbst gefallen und denjenigen zu kontaktieren, der die Seiten gestaltet hat.

Die folgende Checkliste hilft zu entscheiden, wie die eigene Website aussehen sollte:

1. Sollen Inhalte selbst einstellt werden können?
2. Soll die Seite eine Flashanimation enthalten?
3. Wie soll die Seite aussehen: verspielt, elegant, sachlich, modern, schlicht, …
4. Welche Schriftarten sollen verwendet werden?
5. Welche Farben sollen zum Einsatz kommen?
6. Soll die Seite zu den übrigen Geschäftsunterlagen, wie Briefpapier oder Visitenkarten, passend gestaltet sein?
7. Wie viele Unterseiten sollen eingebracht werden?
8. Soll die Seite in Spalten aufgeteilt werden und wenn ja, in wie viele?
9. Sollen Logos und Grafiken auf der Seite erscheinen und wenn ja, wo?
10. Sollen Videos mit eingebracht werden?
11. Soll ein Blog oder ein Forum auf der Seite erscheinen?
12. Sollen Kommentare eingefügt werden können?
13. Soll es einen Online-Shop geben?
14. Soll es einen Downloadbereich geben?
15. Wird ein Kontaktformular benötigt?
16. Soll die Seite für Suchmaschinen konzipiert sein?

Nachdem diese Fragen geklärt sind, kann es an die Gestaltung der Seite gehen.
Doch nicht nur das äußere Erscheinungsbild spielt eine Rolle, natürlich sind auch die textlichen Inhalt von großer Bedeutung. Eingebracht werden sollten unter anderem:

- Leistungsprofil
- Über den Freiberufler
- Referenzen
- Honorare
- Pressemitteilungen über das Unternehmen
- Kooperationen
- Mitgliedschaften
- Downloadbereich
- News
- Kontakt
- Impressum (Impressum ist Pflicht)

Wie finden erfolgreiche Freiberufler Ihre Kunden?

Eines der für viele Freiberufler größten Probleme ist das Finden neuer Kunden.
Für eine erfolgreiche Akquise ist es aber zuerst einmal wichtig, die Kunden überhaupt zu kennen und zu wissen, welche Zielgruppe mit dem eigenen Angebot angesprochen werden soll.

Das Angebot muss daher mit den Augen der Zielgruppe betrachtet werden – was übrigens auch später immer wieder vorgenommen werden sollte, etwa, wenn sich der Service erweitert hat oder Dienstleistungen eingestellt wurden.
Im Folgenden eine Übersicht, die helfen soll, die eigene Zielgruppe zu finden:

1. Arbeite ich für private oder für unternehmerische Kunden?
2. Zu den Firmenkunden:
2.1 Wer ist die verantwortliche Person?
2.2 Wann wird meine Leistung benötigt?
2.3 Handelt es sich um eine einmalige Leistung oder wird eine längerfristige daraus?
2.4 Könnte der Kunde die Leistung auch selbst erbringen?
2.5 Kann die Aufgabe jeder leisten oder benötigt man einen Profi dafür?
2.6 Sind besondere Anforderungen gewünscht?
3. Zu den privaten Kunden:
3.1 Wann benötigt mein Kunde die Leistung?
3.2 Kann er auch darauf verzichten?
3.3 Welche Medien nutzt der Kunde, wie sucht er nach einem Dienstleister?
3.4 Was weiß der Kunde, welche Erfahrungen hat er?
3.5 Wie alt ist er und wo wohnt er?
3.6 Was weiß ich über die persönliche Situation des Kunden?
3.7 Über welches Einkommen verfügt der Kunde?

Sind diese Fragen geklärt, lässt sich die Zielgruppe sehr gut eingrenzen und es kann nach geeigneten Wegen gesucht werden, die Gruppe zu erreichen.

Akquise für den Freiberufler

Hier kommen Direktmarketing, Vergabe von Flyern, Anzeigen oder Spots in Rundfunk und Fernsehen in Betracht.
Durch Umfragen können die Wünsche der Kunden geklärt werden.

Wichtig ist auch hier wieder, die Konkurrenz zu beobachten und herauszufinden, wie diese an Kunden gelangt. Wer aus der Masse der Anbieter herausstechen will, muss sich als Experte auf seinem Gebiet präsentieren.
Es muss zudem klar sein, ob das eigene Angebot sich an eine breite Masse richten soll oder ob nur ein ausgewählter Kundenstamm angesprochen werden soll.

Im Rahmen eines Kontaktformulars oder eines Fragebogens kann herausgefunden werden, wie Kunden auf den Freiberufler aufmerksam geworden sind.
Nach der Auswertung der Antworten kann die Kundenakquise gezielt darauf abgestimmt werden.

Ist ein Weblog für Freiberufler sinnvoll?

Wer das Wort Blog hört, wird vielleicht an die privaten Urlaubserinnerungen denken, die nur allzu oft auf Seiten im Internet zu lesen sind. Doch das stimmt nicht ganz, Blogs sind heutzutage auch für Unternehmen von großer Bedeutung.

Die Bedienung eines Blogs ist denkbar einfach. Es gibt dafür eine spezielle Software, mit der jeder Nutzer die Webseite generieren kann.

Die Inhalte können rasch in das Internet gestellt werden. Hinzu kommt, dass Weblogs günstig zu bekommen sind. Einige Systeme sind sogar kostenlos erhältlich.
Zusätzlich kann in der Regel das gewünschte Layout selbst gestaltet werden oder zumindest durch einige Ergänzungen angepasst werden.

Der Weblog ist variabel. Hier können interessante Inhalte präsentiert werden, die den Besucher der Seite fesseln und ihn so dazu ermuntern, auch die übrigen Unterpunkte der Webseite zu beachten. Hier können auch Umfragen des Freiberufler und Videos als Firmenepräsentation eingestellt werden.

Nicht vergessen werden darf der positive Einfluss, den ein Weblog auf das Ergebnis im Suchmaschinenranking hat. Aktualität ist immer wichtig und da gerade ein Blog immer wieder mit neuen Inhalten gestaltet wird, ist das zumindest kein Problem.

Auch werden Blogs untereinander teilweise verlinkt. Wichtig ist auch, in den Titeln der Beiträge ein Wort zu verwenden, unter dem man selbst von den Suchmaschinen gefunden werden möchte.

Die Texte, die der Freiberufler in seinem Blog veröffentlicht,  müssen einzigartig und interessant sein, natürlich darf die Relevanz zum eigentlichen Thema der Seite nicht fehlen.

Ist eine Website für Freiberufler sinnvoll?

Ohne das Internet geht heutzutage fast gar nichts mehr und fast jeder, der einen Dienstleister sucht, wird im Netz zuerst auf Recherche gehen.
Daher ist es auch für den Freiberufler wichtig, im Internet zu finden zu sein.

Hat die Konkurrenz eine eigene Website, der Freiberufler aber nicht, wird wohl auch die Konkurrenz den Zuschlag bekommen. Hier kann sich jeder Interessent über die Arbeit des Freiberuflers ein Bild machen, findet eventuell Schwerpunktgebiete der Arbeit und Referenzen bisheriger Leistungen.

Wer sich umfassend über einen Dienstleister informieren kann, hat das Gefühl, diesen bereits zu kennen und wird ihm eher den Auftrag erteilen als jemandem, von dem nur die Telefonnummer und die Tätigkeitsbezeichnung zu finden sind.

Website des Freiberuflers
Wichtig vor der Entscheidung für oder gegen eine Webseite ist, dass die eigene Zielgruppe bekannt ist. Hat diese einen Hang zum Internet, so sollte die Seite so schnell wie möglich an den Start gehen, um mögliche Chancen nicht zu vertun.

Ist die Zielgruppe aber eher „auf Papier“ ausgerichtet, will sie also ein Angebot in den Händen halten, so bietet die Webseite eher eine zusätzliche Chance, man sollte sich aber nicht allein auf deren Wirkung verlassen.

Die Webseite sollte aber nicht „mal eben so nebenbei“ gestaltet werden. Sie muss ansprechend gestaltet sein, den Besucher fesseln und möglichst dazu bringen, nach der Startseite auch die Menüpunkte anzusehen. Das Konzept für die Seite will also durchdacht sein.

Das Ziel der Webseite wird in den meisten Fällen sein, Kunden zu informieren und zu einer Nachfrage zu veranlassen – oder zur Platzierung eines Auftrages.
Dafür müssen bestimmte Inhalte auf der Webseite vorhanden sein und diese müssen in einer vorgegebenen Art und Weise strukturiert sein.

Es gibt zwar keine festen Vorschriften, wie die Homepage des Freiberuflers auszusehen hat, allerdings haben sich ein paar Strukturen eingebürgert, die von Besuchern einer Seite inzwischen erwartet werden. Soll die eigene Seite Kunden bringen, muss sich der Betreiber an die Forderungen halten.

Den Kontakt mit der Branche halten

Wer als Freiberufler neu startet, der sieht teilweise kein Land mehr, wenn es darum geht, neue Kunden zu akquirieren, die Rahmenbedingungen (Versicherungen, Steuern) zu regeln oder sich auf die Bearbeitung der Aufträge zu konzentrieren.

Der Kontakt mit der eigenen Branche ist daher wichtig, denn hier findet sich in der Regel immer Hilfe.
Für fast jeden freien Beruf gibt es eine Vereinigung bzw. Verbände, in die beigetreten werden kann und wo Hilfe zu erwarten ist.

Es werden unter anderem
- Angebote zur Weiterbildung und Information
- Günstigere Versicherungen
- Niedrigere Eintrittspreise für verschiedene Veranstaltungen der Branche (Messen, Kongresse)
- Rechtliche Beratungen
- Netzwerkveranstaltungen in der Region
- Werbeplattformen und Register
offeriert.

Einige Beispiele für Verbände:

- Lektoren: Verband der Freien Lektorinnen und Lektoren
- Journalisten: Deutscher Fachjournalistenverband
- Grafiker und Webdesigner: Berufsverband der Deutschen Kommunikationsdesigner
- Dolmetscher und Übersetzer: Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer

Natürlich geht es nicht darum, der Konkurrenz Kunden auszuspannen.
Sondern es ergeben sich aus der Zusammenarbeit mit anderen Freiberuflern der Branche Synergien, die unbedingt genutzt werden sollten und vielleicht ist auch die eine oder andere Zusammenarbeit drin.
Eventuell will ein Freiberufler einen Auftrag abgeben, weil er selbst überlastet ist?

Oder jemand kennt jemanden, der einen kennt, der einen Freien aus einer anderen Branche benötigt?

Wer weiß, auf jeden Fall sollten die Möglichkeiten, die sich durch Kontakte mit der eigenen Branche ergeben, nicht ungenutzt verstreichen gelassen werden.