Jeder Freiberufler sollte seine Betriebsausgaben kennen.
Auch wenn das bei so manch einem keine hohen Summen sind, bringt die Analyse der Betriebsdaten einen Aufschluss darüber, wie erfolgreich das eigene Unternehmen ist und wo es im Moment steht.
Meist befassen sich die Freiberufler selbst mit ihrer Buchhaltung, teilweise jedoch, vor allem, wenn das Unternehmen schon etwas größer geworden ist, wird ein Steuerberater beauftragt.
Regelmäßige Kosten
Viele betriebliche Kosten müssen fallen regelmäßig an.
Dazu gehören zum Beispiel die Ausgaben für das Internet und für das Telefon, Beiträge zu Versicherungen und Verbänden, Kfz-Kosten oder die Büromiete.

Wichtig ist, jährliche Kosten auf einen monatlichen Anteil umzurechnen, damit am Ende eine Summe pro Monat erscheint, die tatsächlich reell ist und die auch sämtliche im Jahr anfallenden Kosten berücksichtigt.
Andere Betriebsausgaben schwanken.
Das heißt, sie fallen eben nicht regelmäßig an, dafür aber dann meist in einer höheren Summe, wenn sie bezahlt werden müssen. Dies können Dienstleistungen anderer Anbieter sein, Werbekosten oder Kosten für die eigene Aus- und Weiterbildung als Freiberufler.
Wenn Sie sich einen Überblick über alle Kosten verschaffen wollen, dann denken Sie auch darüber nach, was Sie für das folgende Jahr planen. Beziehen Sie die voraussichtlichen Kosten in Ihre Kalkulation mit ein.
Bedenken Sie zudem, dass Sie Rücklagen bilden müssen. Was ist, wenn zum Beispiel der Computer kaputt geht?
Dann müssen aus den bisherigen Gewinnen ausreichende Rücklagen vorhanden sein, um eine Neuanschaffung zu tätigen.
Realitätsnähe der Kosten beachten
Viele Freiberufler schätzen ihre Kosten nicht reell ein. Wichtig ist daher, zu den aktuellen Kosten am besten zehn Prozent hinzuzurechnen.
Das gibt einen gewissen finanziellen Spielraum. Wenn Sie sich dafür entschieden haben, Ihr Unternehmen zu ändern, müssen auch die Marketingmaßnahmen entsprechend angepasst werden.
Das kostet Geld, welches in die Kalkulation einbezogen werden muss.
Die reinen Betriebsausgaben fallen nur für das Unternehmen selbst an.
Hinzu kommen aber die Kosten, die zum Beispiel für die Renten- und Krankenversicherung anfallen, für die Absicherung Ihrer eigenen Person (Berufsunfähigkeits- oder Unfallversicherung) und die privaten Kosten.
All diese Ausgaben müssen über die Einnahmen gedeckt werden und zusätzlich soll noch ein Gewinn für die Absicherung schlechterer Zeiten abfallen.
Auf dieser Basis können Sie Ihr Honorar berechnen.
