Honorarempfehlungen für Freiberufler

Die Empfehlungen für Honorare von Freiberuflern sollen dazu beitragen, dass der Markt nicht allein die Honorare diktiert und damit immer niedrigere Preise verhandelt werden.

Für Journalisten und Fotografen setzen sich die Honorarempfehlungen aus verschiedenen Punkten zusammen.

So wird zum einen nach der Auflagestärke einer Zeitung oder Zeitschrift gegangen.

Hinzu kommt, ob ein Text für die Zeitung einspaltig oder auf zwei Spalten aufgeteilt wird.

Ein Beispiel hierzu: Die Zeitung erscheint in einer Auflage bis 25.000 Stück, der Text ist zweispaltig geschrieben – 45 Euro Honorar.

Bei einem vierspaltigen Text sind es schon 50 Euro. Handelt es sich um einen Seitenaufmacher oder ist der Text länger als vier Spalten, werden 65 Euro Honorar empfohlen. Für eine Titelstory bis 100 Euro gezahlt. Bei einer Auflage von zwei Millionen Stück werden für den zweispaltigen Text 100 Euro, für den vierspaltigen 130 Euro, für den Seitenaufmacher 160 Euro und für die Titelstory 260 Euro gezahlt.
Siehe auch Honorare für Texter und Autoren.

Für Lektoren werden folgende Honorarempfehlungen herausgegeben:
Für das Korrektorat sollten bis zu 32 Euro pro Stunde berechnet werden, für das stilistische Lektorat fallen etwa 42 Euro an. Für das Standard- und Übersetzungslektorat werden 47 Euro pro Stunde empfohlen und für das Werbe-, Fach- und Schulbuchlektorat können 53 Euro pro Stunde berechnet werden.

Übersetzer werden nach Normseiten bezahlt, wobei die Normseite selbst genau definiert ist.
Sie können mit 22 Euro je Normseite rechnen, wenn sich der Anspruch der Übersetzung in Grenzen hält. Bei anspruchsvolleren Aufträgen werden bis zu 34 Euro als Honorar empfohlen.

Einen guten Überblick über die in den vergangenen Jahren gezahlten Honorar für Freiberufler und über die aktuellen Honorarempfehlungen bietet die Seite www.mediafon.net.
Hier sind Umfragen zu Honoraren der verschiedenen Freiberufler zu finden, außerdem die von Verbänden herausgegebenen Empfehlungen.

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