Immobilienfinanzierung für den Freiberufler

Immobilienfinanzierung für den Freiberufler

Immobilienfinanzierung für den Freiberufler

Für Freiberufler war es lange Zeit schwer, an eine günstige Immobilienfinanzierung zu kommen.

Zu hoch waren die Hürden, die dafür genommen werden mussten.

Die Banken wollen sich schließlich absichern und schwankende Einkünfte sind da nicht gern gesehen.

Wer weiß schon, wie sich die Honorare entwickeln werden und ob der Freiberufler auch in den nächsten fünf Jahren in der Lage sein wird, die Raten für das Darlehen zu tilgen?

Doch viele Banken haben sich inzwischen wohl gesagt, dass solche Prognosen auch bei einem Angestellten schwer sind, denn wer sich nicht gerade in unkündbarer Stellung befindet, kann ebenso in die Lage kommen, dass sein Einkommen plötzlich wegbricht.

Freiberufler haben heute weniger Probleme mit einer Immobilienfinanzierung


Heute haben
Freiberufler es daher leichter, einen Kredit zur Finanzierung der privaten Immobilie oder für den Kauf der eigenen Büroräume zu bekommen.

Allerdings müssen sie einige Voraussetzungen erfüllen und auch bereit sein, deutlich mehr Nachweise ihr Einkommen betreffend vorzulegen.

Es wird zum Beispiel verlangt, dass der Status als Freiberufler seit mindestens drei Jahren besteht, nachgewiesen werden kann dies zum Beispiel mit Hilfe von Bilanzen oder des Einkommenssteuerbescheids.

Ein regelmäßiger Geldeingang kann so festgestellt werden, zumindest, ob pro Jahr eine bestimmte Summe Geldes zur Verfügung steht.

Teilweise werden auch Risikozuschläge erhoben.

Wenn die Banken errechnen, mit welcher monatlichen Summe der Kreditnehmer denn überhaupt aufwarten könnte, müssen sie den Gewinn vor den Steuern wissen.

Davon werden dann noch einmal rund 30 Prozent abgezogen. Diese 30 Prozent werden beispielsweise für die Altersvorsorge angerechnet.

Dann steht das Nettoeinkommen, von dem die Immobilienfinanzierung bestritten werden kann – abzüglich des Selbstbehaltes, der für den Freiberufler 500 Euro, für den Ehegatten ebenfalls 500 Euro und pro Kind 200 Euro beträgt.
Bleibt dann am Ende noch etwas übrig, unterhält sich die Bank gern mit dem Freiberufler über eine mögliche Immobilienfinanzierung oder Hausfinanzierung.

Als besonders kulant in Sachen Kreditvergabe haben sich die Hausbanken erwiesen.

Kein Wunder, schließlich kennen sie alle Geldbewegungen des Kunden schon seit Jahren.

Allerdings sind dies nicht immer die günstigsten Angebote und viele Hausbanken sind weit von den aktuell möglichen Zinsen entfernt, die für einen Freiberufler durchaus machbar sind – je nach Höhe des Darlehens und je nach vereinbarten Konditionen natürlich.

Die Direktbanken verlangen häufig den bereits erwähnten Risikozuschlag, sind aber häufig dennoch günstiger, als die Hausbanken.

Baufinanzierung und Ausgaben

Immer wieder wird die Frage gestellt, ob eine Baufinanzierung in all ihren Kosten denn steuerlich absetzbar wäre.

Wird der Kredit privat aufgenommen, so ist nichts davon absetzbar.

Bei einem Immobilienkauf aus gewerblichen Gründen können zumindest die Zinsraten steuerlich geltend gemacht werden.
Die eigentlichen Kreditraten sind nicht abzusetzen, denn sie stellen keine Ausgabe in dem Sinne dar.

Schließlich war der erhaltene Kredit auch keine Betriebseinnahme.

Auch alle anderen Kosten, wie Maklergebühren oder Bearbeitungskosten, können gewinnmindernd angesetzt werden.

Angebote vergleichen

Ein Baufinanzierungsrechner kann helfen, das ideale Angebot für den Immobilienkredit zu finden.

Viele Banken bieten auf den ersten Blick ähnliche Konditionen und unterscheiden sich erst bei näherem Hinsehen.

Die passenden Angebote müssen erst einmal gefunden werden, das ist eine der größten Aufgaben für den Immobilienkäufer.

Zinsbindung, Raten für die Tilgung, Laufzeit des Kredits und aufzubringendes Eigenkapital sind nur wenige Punkte, die bei den unterschiedlichen Offerten miteinander verglichen werden müssen.

Generell gilt es, die Kosten miteinander zu vergleichen.

Auch die Zinssätze sollten im Blick behalten werden, vor allem die Dauer der Zinsbindung ist wichtig.

Gerade in Zeiten niedriger Bauzinsen sollte die Zinsbindung so lange wie möglich bestehen.

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