Honorarausfall

Gänzlich darf das Honorar des Freiberuflers natürlich niemals ausbleiben, dann würde er Insolvenz anmelden müssen.

Schließlich müssen über das Honorar sämtliche betrieblichen Ausgaben gedeckt werden, es müssen aber auch die privaten Lebenshaltungskosten getragen werden.

Dennoch kann es sein, dass das Geschäft schlechter läuft, als es sollte.

Hier gibt es einige Tipps, wie der Freiberufler schwere Wochen überbrücken kann.

In erster Linie geht es darum, Kontakte zu Kunden zu pflegen und auch wieder herzustellen. Dabei muss aber bemerkt werden, dass auch in guten Zeiten Kunden, die sich seltener melden, immer wieder bedacht werden sollten, ansonsten gerät der Freiberufler schnell in Vergessenheit.

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Und es sind schließlich auch die kleinen Aufträge, die den Freiberuflern zum Erfolg führen oder geführt haben.

So sollte also die Suche nach neuen Interessenten in auftragsschlechten Wochen durchgeführt werden, wobei hier von mindestens zehn neuen potentiellen Kundenadressen ausgegangen werden soll. Werbebriefe mit Informationsmaterial sollten verschickt werden um auf die eigenen Leistungen aufmerksam zu machen.

Wer redegewandt ist, kann sich auch an Verbände und Organisationen wenden und hier einen Vortrag anbieten.

Darüber lassen sich leicht neue Kontakte knüpfen.

Ein neuer Newsletter kann entwickelt werden, dieser wird an alte und eventuell neue Kunden verschickt.

Kontakte zu Kollegen können aufgenommen werden. Sie sind vielleicht derzeit überlastet und würden Aufträge weiterreichen – sehr gut! Oder sie kennen jemanden, an den sich der „durstende“ Freiberufler wenden kann.

Als letzte Möglichkeit kann das Honorar überdacht werden, aber hier muss die eigene Schmerzgrenze eingehalten werden. Sinnvoller ist es noch, die eigene Positionierungsstrategie zu überdenken und das eigene Leistungsangebot eventuell anzupassen oder zu erweitern.

Mit all diesen Maßnahmen lässt sich eine gewisse Durststrecke überbrücken, aber das geht sicherlich nicht ewig.

Wichtig ist daher, dass sich der Kreditrahmen für mindestens sechs Monate offen halten lässt, damit solche Strecken überbrückt werden können.

Außerdem muss in guten Auftragszeiten ein gewisser Gewinn erwirtschaftet werden, denn dieser kann schlechte Wochen abfedern. Wer immer nur „plus – minus Null“ wirtschaftet, kann damit böse auf der Nase landen.

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