Private und berufliche Ausgaben zusammenrechnen

Mit den Einnahmen der freiberuflichen Tätigkeit müssen nicht nur die betrieblichen Ausgaben gedeckt werden, sondern es müssen auch die privaten Kosten erwirtschaftet werden.

Die Betriebsausgaben können natürlich anteilig von der Steuer zurückgeholt werden, doch erst einmal müssen sie vorgestreckt werden.

Wer so niedrige Gewinne als Freiberufler einfährt, dass er keine Steuern zahlen muss, trägt dann aber auch die Betriebsausgaben selbst.

Rechnet man nun also die privaten und beruflichen Ausgaben zusammen, so ergibt sich die Summe, die pro Jahr mindestens eingenommen werden muss.

Allerdings darf nie zu knapp kalkuliert werden, ein Puffer sollte immer mit eingerechnet werden.

Es kann zu unerwarteten Ausgaben kommen – der Rechner oder das Notebook macht plötzlich schlapp, der Schreibtischstuhl ist kaputt, die Miete für das Büro wird erhöht – oder die Einnahmen entwickeln sich schlechter, als erwartet.

Mit dem Puffer ist aber noch nicht der Gewinn des Freiberuflers gemeint, es handelt sich lediglich um einige Euro mehr, die tatsächlich für Ausgaben zur Verfügung stehen müssen.

Werden sie am Ende nicht dafür benötigt, können sie selbstverständlich dem Gewinn zugerechnet werden.

Das bedeutet nun, dass den reinen Ausgaben ein Gewinn zugerechnet werden muss.

Vorsichtig könnte man von einem Gewinn von 10 Prozent ausgehen. Bei Einnahmen von 25.000 Euro wären zehn Prozent 2500 Euro.

Die Summe, die eingenommen werden müsste, beträgt also 27.500 Euro.

Damit ist es möglich, sowohl die Kosten zu decken, als auch einen Gewinn zu erwirtschaften.

Die Ausgaben des Freiberuflers müssen erwirtschaftet werden

Allerdings gilt sowohl bei den Einnahmen als auch bei den Ausgaben, dass die zu
erwirtschaftende Summe nicht auf den Monat umgelegt werden kann, denn es wird
nahezu unmöglich sein, in jedem Monat als Freiberufler Honorare in gleicher Höhe zu erwirtschaften.

Das Jahreseinkommen ist dabei relevant.
Das heißt, was in einem Monat weniger eingenommen wird, muss in einem anderen Monat wieder ausgeglichen werden.

Als Anfänger im Freiberuflerdasein müssen die Einnahmen geringer kalkuliert werden.
Es wird nur wenige Auftraggeber geben, die bereit sind, einem Anfänger ein ähnlich hohes Honorar zu zahlen, wie einem erfahrenen Freiberufler.

Die Ausgaben sind dafür ähnlich hoch, denn diese ändern sich nicht proportional zu den Einnahmen – auch wenn Investitionen sicherlich in etwas anderer Höhe getätigt werden können, wenn der erwirtschaftete Gewinn höher ist.

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