Die privaten Ausgaben des Freiberuflers

Private Ausgaben müssen von einem Freiberufler natürlich ebenfalls getätigt werden, schließlich ist es nicht möglich, nur durch die Betriebsausgaben auch zu leben.

Kosten für die private oder gesetzliche Krankenversicherung und allgemeine Lebenshaltung, auch für die Versorgung der Familie müssen durch private Ausgaben gedeckt werden.

Hier nun sind viele Freiberufler etwas nachlässig. Sie richten ein Konto ein, über das sowohl private wie auch geschäftliche Ausgaben und Einnahmen laufen.

Auch im privaten Bereich muss sehr gut kalkuliert werden

Ein wirklicher Überblick über die finanzielle Situation nach privat und geschäftlich ist hier nicht mehr gegeben.

private-ausgabenUnd nur einmal angenommen, die Sache mit der freiberuflichen Tätigkeit läuft irgendwann nicht mehr so gut und es kommt zu einer Sperrung der Konten, wovon sollen dann laufende Ausgaben bezahlt werden? 

Eine klare Trennung von Geschäfts- und Privatkonten ist daher unumgänglich.

Nun sollten natürlich zuerst die festen betrieblichen Ausgaben gedeckt werden, dafür steht monatlich ein bestimmter Betrag zur Verfügung.

Durch die Kalkulation des Honorars, bei der die fixen Ausgaben berücksichtigt wurden, muss der Freiberufler ohnehin schon auf den Betrag gekommen sein, der für die Zahlung der Verpflichtungen nötig ist.

Nun aber muss er die privaten Ausgaben ebenfalls berücksichtigen. Eine Möglichkeit ist, sich jeden Monat etwa 90 Prozent der Einnahmen auf das eigene, private Konto zu überweisen.

Damit muss der Freiberufler dann privat wirtschaften, das heißt, es müssen die Versicherungen für die eigene Person, für Haus und Familie getragen werden, auch die Lebensmittel, das Auto oder die Urlaubsreise werden davon beglichen.

Hier verhält sich die Lage ähnlich, wie das bei einem Angestellten der Fall ist. Sollte es doch einmal nötig werden, aus dem betrieblichen Vermögen Geld zu entnehmen, so sollte dieses umgehend zurückgezahlt werden.

Auch im privaten Bereich muss sehr gut kalkuliert werden

Mit der Devise „Das mache ich dann eben im nächsten Monat“ wirtschafteten sich schon viele Selbstständige und Freiberufler in den Abgrund, einfach, weil die privaten Ausgaben die geschäftlichen Einnahmen überstiegen.

Sicher, das Geld wird verdient, damit es ausgegeben werden kann, allerdings sollten auch Zeiten schlechter Auftragslagen in Erwägung gezogen werden und für die muss mit einer Rücklage auf dem geschäftlichen Konto vorgesorgt werden. Das wiederum bedeutet, dass privat eben nur so viel Geld ausgegeben werden kann, wie eben fest eingeplant ist.

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