Der Kredit für Freiberufler und Selbstständige

Das ist der Inhalt dieser Seite:
. Unser Testsieger zum Kredit für Selbstständige
. Der Ratenkredit
. Der Dispositionkredit
. Der Kontokorrentkredit
. Der Abrufkredit
. Der Lieferantenkredit
. Der Unternehmerkredit
. Zusammenfassung

Das Thema Finanzen und Finanzierungen ist für Sie als Freiberufler mitunter von existenzieller Bedeutung.
Denn in vielen Fällen ist es so, dass die Gründung der freiberuflichen Existenz und teilweise auch die weitere Geschäftstätigkeit nur mit Fremdfinanzierungen durchgeführt werden kann.

Dazu stehen auch den Selbständigen und Freiberuflern ganz verschiedene Kredite zur Verfügung, die von Banken, Sparkassen und P2P-Kredit-Marktplätzen angeboten werden.

Die zu nutzenden Kredite lassen sich in verschiedene Gruppen einteilen, je nachdem, für welchen Zweck Sie als Freiberufler das jeweilige Darlehen nutzen möchten.


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Der Ratenkredit

Neben dem Kontokorrentkredit ist der Ratenkredit heutzutage die auch von Freiberuflern und Selbständigen am häufigsten genutzte Kreditvariante.

Ein solcher Ratenkredit, ist vielseitig verwendbar, und kann sowohl für private als auch für geschäftliche Zwecke im Zuge der freiberuflichen Tätigkeit genutzt werden.

Sie sollten gegenüber dem Kreditgeber bei der Beantragung des Kredites ohnehin zunächst klar stellen, ob der Kredit für private oder geschäftliche Anschaffungen und Investitionen genutzt werden soll, auch wenn Ratenkredite im Allgemeinen fast nie an einen bestimmten Verwendungszweck gebunden sind, wohl aber ein Geschäftskredit oder Firmenkredit.

Die Merkmale und Konditionen des Ratenkredites

Der Ratenkredit ist für Freiberufler immer dann eine sinnvolle Kreditform, wenn eine Anschaffung über einen mittel- bis längerfristigen Zeitraum finanziert werden soll, und es dabei entweder um private Konsumausgaben oder um eine geschäftliche Investition geht.

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Ratenkredit für FreiberuflerAngeboten wird der Ratenkredit unter vielen unterschiedlichen Bezeichnungen und Varianten, wie zum Beispiel als Kleinkredit, Konsumentenkredit, Onlinekredit, Sofortkredit, Anschaffungsdarlehen, Privatkredit oder Geschäftskredit bzw. Firmenkredit

Wenn also eine Bank oder Sparkasse namentlich keinen Ratenkredit anbietet, sollten Sie sich nicht von den zuvor genannten Bezeichnungen verwirren lassen, da es sich auch hier stets von der Kreditform her um Ratenkredite handelt.

Gekennzeichnet sind diese Kredite dadurch, dass die Zinsen immer auf den gesamten Kreditbetrag zu zahlen sind, es findet also keiner Tilgungsverrechnung statt.

Die Zinsen werden für die gesamte Laufzeit im Voraus berechnet und zur Darlehnssumme addiert. Teilt man diese Summe durch die Anzahl der Kreditraten, so erhält man die monatlich zu leistende Kreditrate.




Absetzbare Kosten beim Ratenkredit

So manchem Freiberufler stellt sich die Frage, welche Kosten im Zusammenhang mit einem Ratenkredit steuerlich geltend gemacht werden können.

Dazu muss zuerst einmal gesagt werden, dass das Darlehen der Bank nicht als Einnahme des Unternehmens verbucht wird.
Infolgedessen können die Raten, die zur Tilgung der Kreditsumme aufgewendet werden müssen, auch nicht als Betriebsausgabe abgesetzt werden.

Anders sieht es jedoch mit den Zinsraten aus. Diese sind sehr wohl als Betriebsausgaben steuerlich geltend zu machen und wirken sich gewinnmindernd aus.

Dabei können nicht nur die Zinsraten abgesetzt werden, sondern auch die mit dem Kredit in Zusammenhang stehenden Kosten. Nebenkosten, wie etwa Bearbeitungsgebühren oder die Prämien für eine vorgeschriebene Restschuldversicherung, können gewinnmindernd angesetzt werden. 

Lesen Sie doch hierzu unseren Beitrag: Finanzierungskosten sind Betriebsausgaben

Der Dispositionskredit

Nicht nur Arbeitnehmer können eine Reihe von Krediten nutzen, angefangen vom Dispositionskredit, über einen Kleinkredit bis zum Immobilienkredit, sondern auch Freiberufler und Selbständige erhalten von den Banken bei ausreichender Bonität einen Kredit.

Ein auch von Freiberuflern häufig genutzter Kredit ist der Dispositionskredit, kurz als Dispokredit bezeichnet.

Allerdings muss man wissen, dass nicht alle Banken dem Freiberufler einen Dispokredit einräumen, sondern manche Kreditinstitute nennen die auf dem Girokonto eingeräumte Kreditlinie auch Kontokorrentkredit.

Das hängt damit zusammen, dass für einen Dispokredit gerne ein festes und von der Höhe her regelmäßiges Einkommen gesehen wird, was bei Freiberuflern natürlich häufiger nicht der Fall ist, da die Einkommenshöhe von Monat zu Monat variieren kann.

Unter welchen Voraussetzungen bekommt der Freiberufler einen Dispokredit?

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Dispositionskredit für FreiberuflerDie Maßstäbe für die Vergabe eines Dispokredites werden von den Banken nicht selten bei Freiberuflern und Selbständigen etwas strenger angelegt, da Freiberufler im Gegensatz zu Arbeitnehmern häufig kein fest kalkulierbares Einkommen bzw. Honorar haben.

Es kann durchaus sein, dass bei Selbständigen das Einkommen in einem Monat bei 3.000 Euro liegt, im nächsten Monat aber nur 2.000 Euro beträgt.

Generell wird ein Dispositionskredit von Seiten einer deutschen Bank aus niemals ohne Prüfung der Schufa-Daten vergeben.

Sollte die Schufa negativ sein, ist die Einräumung eines Dispokredites für Freiberufler mehr als unwahrscheinlich.



Von der Höhe her orientiert sich der Dispo meistens am durchschnittlichen Monatseinkommen, sodass die meisten Banken zunächst eine Kreditlinie einräumen, die maximal das dreifache durchschnittliche Monatseinkommen beträgt.

Nachdem man über einen gewissen Zeitraum hinweg Kunde bei der Bank ist, sind sicherlich dann auch Verhandlungen über etwas höhere Kreditlinien möglich.

Was der Freiberufler beim Dispokredit beachten sollte

Der Dispositionskredit wird ohne größere Formalitäten auf dem Girokonto des Freiberuflers zur Verfügung gestellt.

Es handelt sich hier weder um einen Kreditvertrag im eigentlichen Sinne, noch sind vom Kontoinhaber Sicherheiten zu stellen.

Besonders beachten sollte der Freiberufler im Zusammenhang mit dem Dispokredit auf die Höhe der Sollzinsen, die für die Kontoüberziehung gezahlt werden müssen.

Denn hier gibt es eklatante Unterschiede zwischen den Banken, die von einem Zinssatz von acht Prozent bis hin zu 13 Prozent pro Jahr reichen können.

Da der Dispositionskredit ohnehin der teuerste Kredit für Freiberufler im gesamten Finanzierungsbereich ist, sollte man die zur Verfügung stehende Kreditlinie als Freiberufler nur dann nutzen, wenn keine anderen Kredite als Alternative sinnvoll sind, wie zum Beispiel ein Klein- oder Ratenkredit.

Rückzahlungsmodalitäten bei einem Dispositionskredit

Die Rückzahlung des Dispositionskredits wird bei Vertragsschluss über denselben mit der Bank vereinbart.
Hier werden auch die Zinsen festgelegt. Diese sind bei einem Dispokredit in der Regel recht hoch.

Es gibt sogar Banken, die verlangen einen Zinssatz von 18 Prozent oder mehr, was natürlich eine hohe Zinsbelastung darstellt.

Getilgt wird der Dispo in der Regel automatisch über den nächsten Geldeingang.
Das heißt, das Minus wird mit dem neu eingegangenen Betrage einfach ausgeglichen.

Der Schuldner ist aus dem Soll heraus, verfügt aber natürlich über einen geringeren Betrag auf der Habenseite, als er tatsächlich eingenommen hat. Teilweise kann mit der Bank auch vereinbart werden, dass die Tilgung schrittweise erfolgt.

Dann wird der Dispo nur zum Teil ausgeglichen, das eingenommene Geld steht in höherem Maße zur Verfügung. 

Nutzung des Dispos als Firmenkredit

Wer den Dispokredit als Firmenkredit nutzt, kann die Zinszahlungen als Betriebsausgaben steuerlich geltend machen.
Sie wirken sich damit gewinnmindernd aus, was zur Folge hat, dass die Steuerlast sinkt.

Informationen zur Absetzbarkeit des Überziehungskredits sind schon für Existenzgründer hilfreich, denn gerade diese Personengruppe ist es häufig, die den Dispokredit am stärksten nutzt.

In der Anfangszeit werden zahlreiche Investitionen nötig, die nicht immer aus den vorhandenen Eigenmitteln finanziert werden können. 

Der Kontokorrentkredit

Während man als Arbeitnehmer auf dem Privatgirokonto einen Dispositionskredit zur Verfügung gestellt bekommt, vergeben die Banken einen solchen Dispokredit an Freiberufler und Selbständige im Prinzip gar nicht.

Dennoch hat man auch als Freiberufler eine Alternative, wie über einen auf dem Girokonto zur Verfügung gestellten Kreditrahmen verfügt werden kann.

Diese Alternative heißt Kontokorrentkredit, der von nahezu allen Banken vorrangig an Freiberufler und Selbständige vergeben wird.

Dabei unterscheiden die Banken und Sparkassen in der Regel, ob der Kunde die Kreditlinie als Privatperson benötigt, oder ob es sich um ein geschäftliches Freiberufler-Konto handelt, der Kreditrahmen also zu Geschäftszwecken genutzt werden soll.

In beiden Fällen kann der Freiberufler mit seiner Bank meistens relativ „frei“ verhandeln, was die Höhe des Kreditrahmens betrifft.

Die Regelungen sind diesbezüglich nicht so „starr“, wie es beim Dispokredit der Fall ist, der im Normalfall maximal über die Höhe des dreifachen Monatseinkommens vergeben wird.

Wie genau funktioniert der der Kontokorrentkredit für Freiberufler?

Da der Dispokredit eine sehr bekannte Variante des Kontokorrentkredites ist, funktioniert der Kontokorrentkredit für Freiberufler auf nahezu gleiche Art und Weise.

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Kontokorrentkredit für Freiberufler und SelbstständigeDas bedeutet konkret, dass die Bank zunächst anhand von Unterlagen (Schufa, Einkommensaufstellung etc.) prüft, ob der Freiberufler eine ausreichende Bonität besitzt, um eine Kreditlinie eingeräumt zu bekommen.

Wird als Freiberufler das Girokonto als Geschäftsgirokonto genutzt, werden meistens auch Bilanzen oder Gewinn- und Verlustrechnungen angefordert.

Ist die entsprechende Bonität vorhanden, vereinbart der Freiberufler mit der Bank einen gewünschten Kreditrahmen.

Dieser Kreditrahmen wird dann sichtbar auf dem geschäftlichen Konto bereit gestellt.



Der Kunde muss dann natürlich immer nur für den Betrag Sollzinsen zahlen, der in Form einer Kontoüberziehung auch tatsächlich in Anspruch genommen wird.

Eine Fälligkeit der Kreditlinie gibt es im Normalfall nicht, der Kontokorrentkredit steht dem Freiberufler also bis auf weiteres zur Verfügung.

Was sollte man als Freiberufler beim Kontokorrentkredit bedenken?

Wie bei allen Krediten, so sollte man als Freiberufler auch beim Kontokorrentkredit auf die Kosten achten.

Zum einen sind die Unterschiede zwischen den Banken teilweise groß, was den Zinssatz für Kontoüberziehungen betrifft, zum anderen gibt es – gerade als ein Geschäftskunde – durchaus noch Verhandlungsspielraum bezüglich des Zinssatzes.

Was allerdings generell beachtet und hinterfragt werden sollte ist, ob der Kontokorrentkredit für den Freiberufler die beste Alternative ist.

Denn wenn die Kreditlinie, wie es in der Praxis viel zu häufig geschieht, teilweise über Jahre hinweg voll ausgeschöpft wird, dann wäre stattdessen ein Ratenkredit die günstigere und somit sinnvollere Kreditvariante für den Freiberufler.


Das geschäftliche Konto überziehen?

Als Freiberufler kann es sinnvoll sein, zumindest die Möglichkeit zu haben, sein geschäftliche Konto zu überziehen.

Wenn Zahlungen von Kunden ausbleiben, jedoch eigene Verbindlichkeiten beglichen werden müssen, muss teilweise sogar der volle Rahmen des Kontokorrentkredites ausgeschöpft werden.

Der kurzfristige Kredit wird einmal vereinbart und muss dann nicht wieder neu verhandelt werden.
Allerdings sind damit natürlich hohe Kosten verbunden.

Hier ist es wichtig, diese auf die säumigen Kunden umzulegen.
Insofern muss das Honorar für den Freiberufler höher berechnet werden, für den Fall, dass Überziehungszinsen gezahlt werden müssen.

Für den Freiberufler ist es daher sinnvoll, die eigenen Kontobewegungen über längere Zeit zu beobachten und dementsprechend eine neue Honorarberechnung vorzunehmen. 


Die eigene Kreditlinie bedenken

Wer einen Kontokorrentkredit bei der Bank beansprucht, sollte auf seine eigene Kreditlinie achten.

Wird zum Beispiel ein neuer Kredit benötigt, wird jede Bank erst einmal nach der Bonität schauen.
Diese wird natürlich vermindert, wenn der Kreditantragsteller seinen Kontokorrentkredit stets völlig ausschöpft.

Eventuell sollte eine andere Form der Finanzierung gewählt werden.

Ist absehbar, dass in nächster Zeit ein großer Kredit benötigt wird, sollte auf das Überziehen des Kontos verzichtet werden.

Es gibt für Unternehmen auch andere Möglichkeiten, einen kurzfristigen Kredit zu erlangen, der das Geschäftskonto weniger stark belastet. 


Wenn das Firmenkonto regelmäßig überzogen wird

Sollen Sie regelmäßig den Kontokorrentkredit benötigen und in keinem Monat mehr in den schwarzen Zahlen bleiben, kann eine andere Art der Finanzierung sinnvoll sein.

Der Überziehungskredit ist teilweise mit hohen Zinsen behaftet, das bedeutet, dass ein Teil der Einnahmen bereits durch die Zinsen wieder aufgefressen wird.

Auch wenn der Kontokorrentkredit den Vorteil hat, dass hier keine feste monatliche Rate zur Tilgung des Darlehens gezahlt werden muss, ist er doch oft nachteilig.

Sinnvoller kann es sein, einen Ratenkredit zu beantragen.
Dieser wird regelmäßig getilgt und die Zinsen sind deutlich niedriger als bei einem Dispo.

Mittel- oder langfristiges Fremdkapital ist weniger flexibel und daher mit niedrigeren Zinsen behaftet. 


Zahlung mit der Kreditkarte

Wer im Geschäftsleben die Kreditkarte einsetzt, nimmt nicht selten mehr Geld in Anspruch, als er eigentlich besitzt.

Grund:
Das Geschäftskonto wird wie üblich durch Zahlungen belastet.
Die Kreditkartenabrechnung erfolgt aber erst nach Ablauf des Monats.

Dann werden oft hohe Summen vom geschäftlichen Konto abgezogen, Summen, die der Zahlungspflichtige so meist gar nicht mehr im Überblick hatte.

Der Überziehungskredit hilft, leitet aber auch rasch in die Schuldenfalle weiter.

Diese kann jedoch für einen Freiberufler den Weg in die Insolvenz bedeuten, wenn die fehlenden Einnahmen nicht durch ein Plus an Aufträgen ausgeglichen werden können.

Der Abrufkredit

Eine nicht so bekannte und demzufolge auch noch nicht so häufig genutzte Art der Kreditfinanzierung ist der Abrufkredit.

Dieser wird in der Praxis vor allem auch Selbständigen und Freiberuflern als Kreditvariante angeboten, das sich der Abrufkredit vor allem durch ein hohes Maß an Flexibilität auszeichnen kann.

Was genau ist ein Abrufkredit?
Man kann sich den Abrufkredit als eine Art Mischung zwischen einem Kleinkredit bzw. einem Ratenkredit und einem Dispositionskredit vorstellen.

Wie der Dispokredit, so wird auch der Abrufkredit für Freiberufler oder Selbständige als Kontoinhaber zunächst als eine Kreditlinie auf dem geschäftlichen Konto bereit gestellt.

Bis zur vereinbarten „Grenze“ kann das Girokonto dann überzogen werden, der Abrufkredit wird dann also in Anspruch genommen.

Die Vorteile für Freiberufler beim Abrufkredit

Der Abrufkredit hat für Freiberufler zwei wesentliche Vorteile, vor allen Dingen im Vergleich zum Dispo, aber in gewisser Weise auch zum Ratenkredit.

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Abrufkredit für FreiberuflerDer Vorteil gegenüber dem Dispositionskredit für Freiberufler besteht eindeutig darin, dass der Abrufkredit günstiger ist.

Während man beim Dispokredit nicht selten mehr als zehn Prozent an Zinsen für die Kontoüberziehung zahlen muss, bewegen sich die Zinsen beim Abrufkredit im Ratenkredit-Bereich, also durchschnittlich zwischen sechs bis neun Prozent.

Der Abrufkredit ist für Freiberufler also eine recht günstiger Form der Kreditfinanzierung.

Der zweite Vorteil, der vor allem im Vergleich zum Ratenkredit zum Tragen kommt, ist die große Flexibilität.



Denn beim Abrufkredit ist es so, dass der Kunde die Rückzahlung bis auf eine vereinbarte Mindestrückzahlung pro Monat, die meistens im Bereich von zwei Prozent des in Anspruch genommenen Betrages liegt, flexibel gestalten kann.


Hoher Kreditrahmen bei einem Abrufkredit möglich

Der Kreditrahmen kann für einen Abrufkredit auf bis zu 50.000 Euro festgelegt werden.

Die einzelnen Banken unterscheiden sich hier voneinander.

So gibt es bereits Abrufkredite ab 300 Euro.
Viele Banken bieten eine Kreditsumme ab 2.500 Euro an.
Aktuelle Tests für 2016 haben ergeben, dass die Kunden einzelner Banken auch mit Summen ab 5.000 Euro rechnen können.

Letzten Endes spielt die Schufa eine Rolle dafür, ob und in welcher Höhe der Kreditrahmen eingeräumt wird. 

Gezahlt werden muss nur für den Betrag, der auch tatsächlich in Anspruch genommen wird.
Der Effektivzins wird für die gesamte Summe angegeben, letzten Endes wird aber nur für benötigten Betrag die Zinsen berechnet. 

Der Lieferantenkredit

Nicht nur die Banken vergeben Kredite, sondern gerade für Selbständige und Freiberufler kann auch der Lieferantenkredit von großer Bedeutung sein.

Der oftmals auch als Handelskredit bezeichnete Lieferantenkredit basiert auf der Geschäftsbeziehung zwischen dem Käufer und dem Verkäufer von Waren, mitunter auch von Dienstleistungen, was jedoch eher seltener ist.

Wie kann ein Freiberufler einen Lieferantenkredit nutzen, wie genau funktioniert dieser Kredit und was sind die Vorteile?

Vereinfacht ausgedrückt handelt es sich bei einem Lieferantenkredit um einen Zahlungsaufschub, also die Einräumung eines Zahlungsziels.

Der Verkäufer einer Ware erlaubt dem Käufer, die Waren nach Erhalt erst nach einem bestimmten Zeitraum zu bezahlen, also nicht sofort nach Übergabe.
Für den Freiberufler als Käufer kann der Lieferantenkredit von großer Bedeutung sein.

Nutzungsbeispiel des Lieferantenkredites

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LieferantenkreditEin Lieferantenkredit kann für Selbständige und Freiberufler zum Beispiel dann sinnvoll und sogar „lebensnotwendig“ sein, wenn die Geschäftstätigkeit sich mit dem Einkauf und dem Verkauf von Waren zusammen hängt.

Angenommen, der Selbständige betreibt eine kleine Boutique, für die natürlich regelmäßig Waren eingekauft werden müssen.

Diese Einkaufswaren müssen selbstverständlich finanziert werden, denn erst nach und nach kommen durch den Verkauf der Produkte die Einnahmen zustande.

Kann nun ein Lieferantenkredit mit einem Zahlungsziel von beispielsweise 90 Tagen genutzt werden, üblich sind übrigens meistens zwischen 30 und 90 Tagen, so hat der Käufer die Möglichkeit, die Waren teilweise bereits wieder zu verkaufen, bevor die Zahlung an den Lieferanten fällig wird.

Somit spart sich der Freiberufler bzw. Selbständige beim Lieferantenkredit also mitunter teure Kreditzinsen, die bei einem Bankkredit zu zahlen wären.

Sollte der Freiberufler den Lieferantenkredit oder das angebotene Skonto nutzen?

Der Lieferantenkredit hat für Freiberufler und Selbständige den Vorteil, dass eine mögliche Kreditlinie bei der Bank nicht belastet werden muss, wie es beispielsweise bei der Nutzung eines Abrufkredites oder eines Kontokorrentkredites der Fall wäre.



Da der Lieferant diesen Lieferantenkredit zwar häufig einräumt, dennoch aber daran interessiert ist, dass er so schnell als möglich sein Geld bekommt, gibt es eine Art „Lockmittel“ - das Skonto.

Das Skonto ist ein Preisabschlag, den der Käufer dann nutzen kann, wenn er die erhaltenen Waren innerhalb einer bestimmten Frist bezahlt.
Solche Vereinbarungen sehen dann beispielsweise folgendermaßen aus: „Bei Zahlung innerhalb von 14 Tagen zwei Prozent Skonto“.

Für den Freiberufler als Käufer stellt sich nun die Frage, ob er lieber das durch den Lieferantenkredit eingeräumte Zahlungsziel „ausnutzen“ soll, oder das Skonto nutzt, und die Waren somit zwei Prozent preiswerter erhält.

Diese Entscheidung ist jeweils im Einzelfall treffen und hängt sicherlich davon ab, wie es aktuell mit den liquiden Mitteln bestellt ist.
 

Der Unternehmerkredit

Wer ist ein Unternehmer?

Das deutsche Recht hat bislang noch keine eindeutige Regelung dafür gefunden, wer als Unternehmer gilt und wer nicht.

Unterschieden wird zwischen dem Unternehmer nach Bürgerlichem Recht und nach dem Unternehmer nach Steuerrecht. 

Laut BGB werden alle die Personen als Unternehmer eingestuft, die im Rahmen einer gewerblichen oder selbstständigen Tätigkeit der Berufsausübung nachgehen.

Inbegriffen sind dabei alle juristischen und natürlichen Personen.

Der Unternehmer ist dazu verpflichtet, bestimmte Verbraucherschutzpflichten zu erfüllen, wie zum Beispiel das Einhalten der Garantiebestimmungen. 

Das Steuerrecht sieht eine juristische oder natürliche Person immer dann als Unternehmer an, wenn diese eine gewerbliche oder selbstständige bzw. freiberufliche Tätigkeit ausübt und dies der Gewinnerzielung dient.

Es müssen nachhaltig Einnahmen angestrebt werden. Die Gewinne müssen versteuert werden. 

Kredite für Unternehmer

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Unternehmer KreditUm das eigene Unternehmen zu finanzieren, Maschinen und Anlagen zu kaufen und eventuell in die Büroausstattung oder sogar schon in Personal zu investieren, ist Geld vonnöten.

Dieses kann nicht immer durch Eigenkapital bereitgestellt werden.

Hier hilft ein Kredit, der allerdings von einem Existenzgründer nicht ganz einfach zu bekommen ist.

In der Regel ist Fremdkapital immer nur in einem gewissen Rahmen verfügbar und dieser bemisst sich an den vorhandenen Sicherheiten.

Der Unternehmerkredit kann auf vielfältige Art und Weise in Anspruch genommen werden.

Für die Startfinanzierung ist vielleicht ein Ratenkredit bereits ausreichend, der mit 5.000 bis 10.000 Euro auf die Sprünge hilft.

Der Unternehmerkredit kann aber auch in Form eines Förderkredits von der KfW in Anspruch genommen werden (dazu gleich mehr).
Weitere Anlaufstellen für Förderkredite sind Bund und Länder, teilweise auch die Kommunen oder die Europäische Union.

Kredite ohne Einsichtnahme in die Schufa sind für Unternehmer schwer zu bekommen und entsprechende Angebote – wenn sie nicht aus dem privaten Bekanntenkreis kommen – sind oft nicht reell.



Spezielle Kredite für die so genannten KMU werden auch durch die Hausbank vergeben. 
Teilweise kommt der Immobilienkredit in Betracht, wenn beispielsweise Betriebs- oder Bürogebäude gekauft werden sollen. 

Die Zinskosten für einen Kredit sind übrigens Betriebsausgabe.

Lesen sie auch hierzu unseren Feitrag: Finanzierungskosten und Steuern


Finanzierung über die KfW

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau – kurz KfW – bietet Kredite an, die sich teilweise ausschließlich an Unternehmer richten.

Die Programme für die Förderung wechseln immer wieder, doch in der Regel sind Kredite für kleine und mittlere Unternehmen immer dabei.

Diese Finanzierungsinstrumente sollte sich kein Unternehmer entgehen lassen, vor allem Gründer sind mit den Förderungen gut beraten. Das geplante Vorhaben kann mit einem solchen Kredit umgesetzt werden.

Über den KfW-Unternehmerkredit können je nach Erfüllung der Voraussetzungen und Einhaltung bestimmter Kriterien bis zu zehn Millionen Euro erhalten werden.

Es erfolgt eine 100-prozentige Finanzierung des Vorhabens, auch Nebenkosten sind hier mit inbegriffen.
Die Laufzeit kann bis auf 20 Jahre gesetzt werden.

Eine Haftungsfreistellung gegenüber der Hausbank ist in Höhe von bis zu 50 Prozent möglich.

Eine Zinsfestschreibung wird ebenfalls angeboten, meist werden die Zinsen für mindestens zehn Jahre festgeschrieben.
Eine tilgungsfreie Zeit von mehreren Jahren ist ebenfalls möglich. 

Lesen Sie doch auch hierzu unseren Beitrag: KfW-Förderkredit für Freiberufler

Sicherheiten und Nachweise bei einem Unternehmerkredit

Jede Bank verlangt Sicherheiten, ehe sie einen Unternehmerkredit vergibt.

Im besten Fall ist der Unternehmer bereits seit einigen Jahren erfolgreich im Geschäft und kann ältere sowie aktuelle Zahlen über den Gewinn der Firma vorlegen.

Der Stand des Unternehmens im Gesamtfeld der Wirtschaft ist für die Bank sehr wichtig.

Existenzgründer müssen ihr Vorhaben noch detailliert erklären und es wird in der Regel ein Businessplan verlangt.
Dieser muss gründlich ausgearbeitet werden, vor allem hinsichtlich der Erfolgschancen des geschäftlichen Vorhabens.

Teilweise kann es auch gewinnbringend sein, einen Bürgen vorweisen zu können.
Natürlich muss dieser wirtschaftlich ausreichend gut gestellt sein, um die Schuldenlast tatsächlich tragen zu können. 

Können keine ausreichenden Sicherheiten vorgelegt werden, sichern sich viele Banken über die Konditionen ab.
So werden geringere Laufzeiten vereinbart, die Kreditsummen sind niedriger und die Zinssätze höher. 

Zusammenfassung

Eine der vorrangigsten Aufgaben des Freiberuflers im Finanzbereich ist es, für eine stetig ausreichende Liquidität zu sorgen.

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Kredit für FreiberuflerDa nicht immer alle erwarteten Zahlungseingänge wie gewünscht gebucht werden können ist es sehr wichtig, dass kurzfristige Engpässe hinsichtlich der Liquidität überbrückt werden können.

Dazu stehen zum Beispiel der Kontokorrentkredit und auch der Abrufkredit zur Verfügung.

In beiden Fällen handelt es sich um Kreditlinien, die von der das Girokonto führenden Bank zur Verfügung gestellt wird.

Vor allem der Kontokorrentkredit ist dabei weitestgehend mit dem Dispositionskredit für Arbeitnehmer zu vergleichen.

Der Vorteil von Kontokorrent- und Abrufkredit ist gleichermaßen, dass nur für die Beträge Kosten in Form von Sollzinsen entstehen, die auch tatsächlich in Anspruch genommen werden.

Auch der Lieferantenkredit ist für Sie als Freiberufler mitunter sehr wichtig.
Wie der Namen schon sagt, wird der Lieferantenkredit von dem Verkäufer (Lieferant) einer Ware oder Dienstleistung vergeben, und zwar im Sinne eines Zahlungsaufschubes. Auch diese Art des Kredites dient vor allem zur Beschaffung bzw. zum Erhalt vorhandener kurzfristiger Liquidität.

Mittel- und langfristige Kredite für Freiberufler

Zu den mittel- und langfristigen Kredite, die für Sie als Freiberufler sehr interessant sein könnten, zählen vorrangig der Kredit für Freiberufler und Selbständige als Ratenkredit der Banken, Förder- und Existenzgründungsdarlehen seitens den Banken, der KfW oder/und den Ländern und Gemeinden, sowie verschiedene Formen des Immobilienkredites.

Der Kredit für Freiberufler als Ratenkredit wird beispielsweise im Vergleich zum Konsumentenkredit, den Arbeitnehmer in vielen Varianten nutzen können, eher von wenigen Banken angeboten.

Daher kann es durchaus für Sie als Freiberufler eine sinnvolle Alternative darstellen, einen P2P-Kredit über einen Kredit-Marktplatz zu nutzen.

Besonders wichtig sind natürlich die langfristigen Finanzierungen, zum Beispiel zum Aufbau der eigenen Existenz oder auch zum Erwerb einer Immobilie bzw. von Büroräumen, die dann als Geschäftsräume dienen können.

Da jeder Kredit seine Besonderheiten hat, besonders die staatlichen Förderdarlehen, im Zuge derer Sie als Freiberufler günstige Konditionen bekommen, sollten Sie sich auf unserer Webseite jeweils in der entsprechenden Rubrik genau zur gewünschten Kreditart informieren.

Wichtig: die Bonität des Freiberuflers

Banken verleihen ihr Geld nur an jemanden, der in der Lage ist, den Leihbetrag auch wieder zurückzuerstatten. Daher wird zuerst die Bonität geprüft.

Dies ist ein Grund, warum Existenzgründer es so schwer haben, überhaupt einen Kredit zu bekommen.



Meist wollen die Banken einen Nachweis darüber sehen, dass bereits zwei, drei Jahre erfolgreich waren und in dieser Zeit regelmäßig Geld geflossen ist.
Dieser Nachweis wird mit Hilfe des Einkommenssteuerbescheids erbracht.

Liegt jener nicht vor, sollte durch gestellte Rechnungen, die Buchführung oder andere aussagekräftige Unterlagen versucht werden, die Bonität unter Beweis zu stellen. Auch ein ausgefeilter Businessplan kann dem Existenzgründer helfen. 



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Über diesen Ratgeber

Jürgen Busch Jürgen Busch + sein Team betreiben diesen Ratgeber seit 2008. Derzeit sind 708 Artikel online!

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