Die private Rentenversicherung für Freiberufler

Die private Rentenversicherung

Die private Rentenversicherung

Die private Rentenversicherung gründet auf dem so genannten Kapitaldeckungsverfahren.

Das heißt, es werden mit dem Anbieter Einzahlungen vereinbart und so wird ein fester Geldpool gebildet. Aus dem werden später die Renten bezahlt.

Für den Freiberufler ist die private Rentenversicherung eine sinnvolle Ergänzung zur gesetzlichen Rente, von der er aller Voraussicht nach später kaum noch viel haben wird – die Renten können langfristig gesehen nicht mehr garantiert werden.

Welche Vorteile bringt die private Rentenversicherung tatsächlich für den Freiberufler?

– Genau genommen ist der Vertrag zwischen den Versicherungen und den versicherten Freiberuflern eher eine Art Wette, bei der auf den Tod gesetzt wird. Wenn der Versicherte der Meinung ist, er würde sehr alt werden, macht er Gewinn.

Ist das nicht der Fall, geht die Versicherung als Sieger aus diesem Spielchen hervor. Diese muss nämlich die Beiträge weiter zahlen, auch wenn der Geldpool aufgebraucht ist.

– Die Versicherungen verzinsten die eingezahlten Beiträge fest und garantieren diesen Zinssatz auch.

Hinzu kommt die Gewinnbeteiligung. Zusammen mit den Beiträgen ergab sich so in den letzten Jahren eine Rendite von rund sechs Prozent.

– Wird das Geld als Rente ausgezahlt, so sind die eingezahlten Beiträge steuerfrei.

– Für diese Art der Altersvorsorge muss sich der Freiberufler keiner Gesundheitsprüfung unterziehen.

So kann auch ein älterer oder kranker Mensch mit Hilfe der privaten Rentenversicherung etwas für das Alter ansparen. Hier kann eine einmalige große Zahlung sinnvoll sein.

Die Nachteile der privaten Rentenversicherung

Natürlich gibt es auch die private Rentenversicherung nicht ohne Nachteile.

– Wenn der Freiberufler noch in der Ansparphase verstirbt, so haben die Erben Anspruch auf die eingezahlten Beiträge. Haben die Rentenzahlungen schon begonnen, haben sie keinerlei Anspruch und das Geld ist verloren.

– Die Laufzeit von 20 oder 30 Jahren ist sehr lang und niemand weiß, was in dieser Zeit passieren wird.

– Das Lebensalter der Menschen steigt. Wenn die Versicherung also mit mehr Todesfällen gerechnet hat, als sich dann tatsächlich ereignen, müssen sie die weiteren Renten aus den Überschussanteilen begleichen.

Beachten Sie: Sämtliche Versicherten haben in solchen Fällen das Nachsehen.

– Lassen sich die Beiträge durch den Freiberufler nicht von der Steuer absetzen, ist die Rendite eher schlecht.
– Der Ausstieg aus der privaten Rentenversicherung ist schwer möglich und außerdem mit einigen Kosten verbunden.

Es besteht aber die Möglichkeit, die Versicherung ruhen zu lassen und erst einmal beitragsfrei zu bleiben. Da Geld wird aber dennoch erst zum Ende der vereinbarten Laufzeit ausgezahlt.

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