Steuerberater für Freiberufler

Steuerberater für Freiberufler

Steuerberater für Freiberufler

Wer als Freiberufler tätig sein möchte, steht sicherlich vor der Frage:

Steuerberater ja oder nein? Nicht in jedem Fall ist ein Steuerberater zwingend nötig, damit sich ein geschäftlicher Erfolg einstellt oder damit der Gewinn maximiert wird.

Doch wer hohe Betriebsausgaben hat und kaum steuerliches Fachwissen besitzt, wie diese abgesetzt werden können, sollte unbedingt professionelle steuerliche Beratung in Betracht ziehen.

Wer sich mit der Buchführung überfordert fühlt oder wer die jährliche Steuererklärung doch lieber einem Fachmann überlässt, sollte sich nach einem geeigneten Steuerberater umsehen.

Vom Suchen und Finden

Eine geeignete Steuerkanzlei zu finden, kann viel Zeit in Anspruch nehmen. Vielleicht muss auch das eine oder andere Erstgespräch geführt werden, denn die persönliche Sympathie ist entscheidend für die Zusammenarbeit mit dem Steuerberater.

Hilfreich ist es auf jeden Fall, im Bekanntenkreis nach Referenzen zu fragen. Unterscheiden Sie nach den subjektiven und den objektiven Kriterien und machen sich eventuell sogar eine Liste mit den für Sie wichtigsten Punkten.

Wenn Sie sich noch am Beginn der freiberuflichen Existenz befinden, kann ein Steuerberater in Frage kommen, der eine Existenzgründerberatung anbietet. Er kann Sie auf dem Weg begleiten und auch weiterhin in Anspruch genommen werden, wenn die regulären Jahresabschlüsse anstehen.

Hinweis: Auch wenn Sie ein Steuerberaterbüro gefunden haben, mit dem Sie durchaus zufrieden sind, sollten Sie diesen dennoch ab und zu einer Überprüfung unterziehen und sich fragen, ob das Steuerberaterbüro immer noch die richtige Wahl ist.

Denn hier gilt der gleiche Grundsatz, der auch bei Ehepaaren so oft angewendet wird: Drum prüfe, wer sich ewig bindet … Ob er nicht was Besseres findet?!

Von Verlässlichkeit und Überheblichkeit

Viele Steuerberater sind sehr gut in Bezug auf ihre Leistungen, zeigen das aber auch manchmal durch ein überhebliches Verhalten.
Wenn dies bei Betriebsprüfungen auftritt, an einer Stelle also, an der Sie es überhaupt nicht gebrauchen können, ist dies besonders ärgerlich.

Wenn Sie ohnehin schon Sorge wegen der Überprüfung haben, dann können Sie ein solches Verhalten gar nicht gebrauchen. Zumal es den Prüfer nicht freuen wird, von dem Steuerberater womöglich belehrend behandelt zu werden.

Tipp: Achten Sie daher bei der Wahl des Steuerberaters auch darauf, was für eine Art Mensch dieser ist.

Wichtig ist auch die Verlässlichkeit, denn ein Steuerberater sollte Fristen und Termine geflissentlich einhalten und auch Sie dazu anhalten, selbiges zu tun. Unter Beachtung aller Punkte, die hier in unserem Themenbereich aufgeführt werden, dürfte die Zusammenarbeit mit dem Steuerberater unter einem recht erfolgreichen Stern stehen.

Absetzbarkeit des Steuerberaters

Die Kosten, die für die Beauftragung eines Steuerberaters anfallen, können bei der Einkommenssteuer geltend gemacht werden. Das Finanzamt erkennt eine Steuerberatung als Betriebsausgabe an.

Diese kann daher im Rahmen der Finanzbuchhaltung mit erfasst und bei der Erstellung der Jahresabschlüsse berücksichtigt werden. Auch für 2016 gilt, dass Mandanten die Kosten für ihren Steuerberater als Betriebsausgabe absetzen können.

Dabei werden all die Ausgaben berücksichtigt, die betrieblich veranlasst sind – was bei einer steuerlichen Beratung und der Klärung entsprechender Fragen durchaus der Fall ist. Freiberufler sollten sich auf ihre selbstständige, originäre Tätigkeit konzentrieren, um dadurch betrieblichen Einnahmen zu erhöhen.

Die Durchführung der Einnahmen-Überschuss-Rechnung und der Gewinnermittlung sind Dienstleistungen, die gut an einen Steuerberater vergeben werden können.

Steuerberatung über das Internet?

Viele Steuerberater bieten heute auch eine Beratung über das Internet an. Bei einigen alltäglichen Fragen kann das durchaus sinnvoll sein, erspart eine solche Fernberatung doch den Weg in die Kanzlei.

Doch bei komplexen Zusammenhängen oder der Vorbereitung bei einer Betriebsprüfung kommt wohl niemand umhin, sich direkt an den Steuerberater zu wenden und ihn in seiner Kanzlei aufzusuchen.

Sicher ist die direkte Beratung im Büro deutlich kostenintensiver, weil es in der Natur der Sache liegt, dass eine solche Beratung umfangreicher und detaillierter geführt wird, wie beispielweise spezielle steuerliche Fragen zur Existenzgründung, zur Gewinnermittlung, zur Umsatzsteuer oder zur privaten Einkommensteuererklärung.

Zur Abrechnung muss sich der Berater an die Steuerberatervergütungsordnung halten. Darüber hinaus können Honorare für zusätzliche Leistungen frei vereinbart werden.

 

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