Prüfungsanlässe für eine Betriebsprüfung

Prüfungsanlässe für eine Betriebsprüfung

Prüfungsanlässe für eine Betriebsprüfung

 

Es gibt verschiedene Gründe, warum eine Betriebsprüfung angekündigt wird. Zum einen kann es sein, dass eine reguläre Festsetzungsfrist abgelaufen ist, die zum Beispiel bei Veranlagungssteuern vier Jahre beträgt. Zum anderen kann es einen konkreten Anlass geben, den der Steuerpflichtige selbst geliefert hat. Daher sollte ein Freiberufler oder Selbstständiger wissen, worauf er achten muss, um das Finanzamt nicht unnötig auf sich aufmerksam zu machen.

Auffälligkeiten führen zur Betriebsprüfung

Häufig führen Auffälligkeiten zu einer Betriebsprüfung. Damit werden bestimmte Sachverhalte bezeichnet, die aus Sicht des Finanzamt überprüfenswert sind. Es kann zum Beispiel sein, dass bei Vorprüfungen ein erhebliches Mehrergebnis herauskam.

Hinweis: Auch die Gewinnmeldung kann zu Auffälligkeiten führen. Wenn nämlich das Umsatz- oder Gewinnverhältnis unterhalb des Richtwertes liegt, welcher für die betreffende Branche angenommen wurde, dann wird der Fiskus aufmerksam.

Werden hohe steuerliche Gewinne oder Einkünfte verbucht, dafür aber nur geringe Zinseinnahmen oder werden anhaltend hohe Verluste gemeldet, so wird eine Überprüfung angesetzt werden. Hohe Rückstellungen oder Sacheinlagen und –entnahmen können ebenfalls eine Steuerprüfung nach sich ziehen. Wenn Sie als Freiberufler oder Selbstständiger hohe Betriebsausgaben tätigen, die so von Ihren Einnahmen nicht auf Dauer bestritten werden können, will das Finanzamt natürlich wissen, wie das möglich sein kann und wird einmal genauer hinsehen.

Die Aufgabe des Betriebs oder von Teilzweigen aus selbigen, Umstrukturierungen oder Auslandsbeziehungen sind ebenfalls typische Gründe für eine Betriebsprüfung. Wenn Sie über ungeklärte Zuwächse Ihres Vermögens verfügen oder wenn Sie hohe private Anschaffungen tätigen – also einen aufwändigen Lebensstil führen – könnte das ebenfalls zu einer Überprüfung führen. Zuletzt seien noch die Buchführungsmängel genannt, die zum Beispiel bei großen Abweichungen zwischen Umsatzsteuervoranmeldung und der Umsatzsteuerjahreserklärung vermutet werden und die mit großer Wahrscheinlichkeit eine Betriebsprüfung nach sich ziehen.

Richtiges Verhalten zur Verhinderung der Betriebsprüfung

Eines sei gesagt: Die Betriebsprüfung lässt sich nicht auf Dauer verhindern.

In regelmäßigen Abständen wird sie ins Haus stehen, wenn sich nicht vorher Auffälligkeiten zeigen. Diese Abstände sind von Region zu Region verschieden und es gibt sicherlich den einen oder anderen Freiberufler, der noch nie eine Betriebsprüfung hatte. Doch es gilt, die eben bereits erwähnten Auffälligkeiten zu verhindern, wenn der Besuch des Finanzbeamten nicht öfter erwünscht ist.

Sammeln Sie alle Belege, die für die Steuerprüfung relevant sein können. Schreiben Sie Rechnungen ordnungsgemäß und weisen die Umsatzsteuer hier korrekt aus, sofern Sie nicht als Kleinunternehmer gelten. Wenn Sie Verträge mit Arbeitnehmern haben, ändern Sie diese nicht ständig. Klar, wenn die Notwendigkeit einer Anpassung des Arbeitsvertrags besteht, muss diese durchgeführt werden. Ansonsten sollten der Vertrag wie einmal geschlossen bestehen bleiben.

Zahlen Sie die Steuern pünktlich – und das immer! Denken Sie daran, dass Ihr Geschäftskonto als Freiberufler dafür stets ausreichend gedeckt sein muss. Lassen Sie die Vorauszahlungen nur dann herabsetzen, wenn echte Gründe vorliegen. Unbegründetes Herabsetzen führt schnell zu einer Überprüfung. Sollten Sie regelmäßig Einlagen tätigen, dann sollten diese nachweisbar sein. Das Finanzamt überprüft hier gern, ob es sich um Schwarzgeld handeln könnte.

Autor:

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (21 Bewertungen, Durchschnitt: 4,40 von 5)
Loading...