Bonitätsprüfung und -auskunft des Freiberuflers

bonitaetspruefungJeder Freiberufler geht bei der Erledigung von Aufträgen ein gewisses Risiko ein.

Was ist, wenn der Kunde nicht zahlt?

Gar nicht zahlungsfähig ist?

Von der Insolvenz bedroht ist?

Niemand möchte gern eine Leistung erbringen und dann das Honorar dafür nicht bekommen.

Um sich gegen das Risiko des Zahlungsausfalls abzusichern, kann eine Auskunftei mit der Bonitätsprüfung beauftragt werden.

Gerade vor Übernahme von großen Aufträgen ist es sicherer, die Bonität der Auftraggeber zu prüfen.

Inhaltsverzeichnis
> Weshalb brauchen Sie als Freiberufler eine Bonitätsprüfung?
> Wer übernimmt die Bonitätsprüfung für Sie?
> Wie können Sie selbst die Bonität eines Kunden überprüfen?
> Wo erhalten Sie eine Selbstauskunft?
> So gelangen Sie zur Schufa-Selbstauskunft
> Denken Sie als Freiberufler an Ihre Bonität!
> Überprüfung der Kreditwürdigkeit eines Freiberuflers

Weshalb brauchen Sie als Freiberufler eine Bonitätsprüfung?

 


Nicht wenige Freiberufler klagen über die schlechte Zahlungsmoral ihrer Kunden.

Dabei darf dies natürlich nicht verallgemeinert werden, doch schon wenige schwarze Schafe genügen, damit die Insolvenz den Freiberufler bedroht.

Man stelle sich einmal vor, dass ein Lektor oder eine Übersetzer ein umfassendes Werk bearbeitet.

Er steckt Zeit und Mühe in das Projekt, lässt andere Aufträge liegen oder nimmt gar nicht erst neue an.

Nach drei Monaten stellt er die Rechnung und erhält – nichts.

Im Laufe dieser Zeit fielen jedoch hohe Kosten an, denn sämtliche laufenden Kosten mussten in jedem Monat gezahlt werden.

Miete, Strom, Telefon, Wasser, Versicherungen, Lebensmittel usw. – nichts davon konnte aufgeschoben werden. Wenn dann der Kunde nicht zahlt und andere Auftraggeber im schlimmsten Fall sogar noch verprellt wurden, ist es ganz schnell aus mit der Freiberuflichkeit.

Es ist daher unbedingt anzuraten, gerade vor der Annahme von größeren Texten eine Bonitätsprüfung durchzuführen.
Damit lässt sich zwar keine 100-prozentige Sicherheit erreichen, doch es ist klar, dass die Alarmglocken schneller und lauter schrillen als ohne jede Vorkenntnis.

Die Wirtschaft boomt, dennoch sind Außenstände bei Freiberuflern und Selbstständigen an der Tagesordnung.

Schnell droht die existenzielle Bedrängnis – beruflich wie auch privat.

Wer also eine Vorleistung erbringt, sollte sich unbedingt über die Bonität des Kunden seine Gedanken machen, bzw. diese Gedanken durch eine Auskunftei zu Ende führen lassen.

Streng genommen vergibt ein Freiberufler einen Lieferantenkredit, wenn er seine Leistung erbringt und noch keine Gegenleistung in Form des Honorars dafür bekommt.

Teilrechnungen können helfen, den kompletten Zahlungsverlust zu verhindern. Doch eine vorherige Prüfung der Bonität ist die beste Wahl
.
Die Bonitätsprüfung ist aber auch angebracht, wenn Sie selbst als Vermieter agieren. Möchten Sie nicht am Ende das Problem haben, dass Sie sich Mietnomaden ins Haus holen, sollten Sie die potenzielle Mieter genau prüfen bzw. prüfen lassen.

Wer übernimmt die Bonitätsprüfung für Sie?

Die Bonitätsprüfung kann natürlich kein Freiberufler oder Selbstständiger selbst vornehmen.

Er kann zwar bei seinen Kunden überprüfen, ob diese nach Rechnungslegung immer pünktlich bezahlt haben.
Doch das hilft bei Neukunden nicht weiter, bei diesen gibt es noch keinerlei Anhaltspunkte über ihr Zahlungsverhalten.

Bestimmte Agenturen haben sich darauf spezialisiert, Bonitätsprüfungen vorzunehmen.

EuroScore

 

Bürgel Wirtschaftsinformationen

 

Schufa Holding AG

 

CEG Creditreform Consumer GmbH

 

Avato Infoscore

 

Verband der Vereine Creditrefom e. V.

 

Hoppenstedt Holding

 

Dun & Bradstreet

 

Creditsafe Deutschland

 

Scoredex

 

Mediafinanz

 

Deutsche Post

 

Genios

 

Atriga

 

Diese Auskunfteien sind nur eine kleine Auswahl derjenigen, die Auskünfte zur Bonität von Privatpersonen und Unternehmen anbieten.

Viele Anbieter haben sich auf eine bestimmte Region spezialisiert und offerieren nur innerhalb dieser ihre Leistungen.

Andere prüfen nur Privatpersonen, wieder anderen kümmern sich um die Datensammlung zu Unternehmen verschiedener Größe.

Es wird eine umfassende Wirtschaftsauskunft des Unternehmens oder der Person erstellt, die zu prüfen ist. Viele Auskunfteien ergänzen die Bonitätsprüfung mit einer Bewertung des Ausfallrisikos.
Damit wird dieses vergleichsweise klein gehalten.

Eine Bonitätsauskunft über Privatpersonen ist teilweise schon für fünf bis zehn Euro zu haben. Bis zu 25 Euro kostet die Auskunft über ein Unternehmen.

Allerdings können die Preise auch deutlich darüber liegen, je nachdem, wie umfangreich die Auskunft sein soll. Wer zum Beispiel aufgezeigt bekommen möchte, wie eine Risikobewertung eines Unternehmens vorgenommen wird und wie die einzelnen Aspekte bewertet wurden, muss mit deutlich höheren Kosten rechnen.

Günstig kommt davon, wer sich – vereinfacht gesagt – nur sagen lässt, ob der zu Überprüfende zahlen kann oder nicht.
Wenn Sie eine Auskunftei häufiger in Anspruch nehmen, erhalten Sie unter Umständen Mengenrabatt.

Wie können Sie selbst die Bonität eines Kunden überprüfen?

bonitaetNicht immer ist es nötig, professionelle Dienste in Anspruch zu nehmen.

Gegebenenfalls reicht es bereits, selbst eine Informationsquellen zurate zu ziehen.

Besuchen Sie Ihren Kunden?
Dann seien Sie vor Ort aufmerksam.

Plaudern Sie mit den Mitarbeitern und versuchen Sie, so viele Informationen wie möglich zu sammeln. Vielleicht können Sie auch einen Bekannten oder Kollegen fragen, welche Erfahrungen er mit diesem einen Auftraggeber gesammelt hat.

Die Zahlungspraxis eines Unternehmens spricht sich rasch herum!

Aufschlussreich können auch Internetmeldungen und Zeitungsartikel sein.
Diese helfen zwar weniger bei Privatpersonen, doch über Unternehmen, die nicht zahlungskräftig sind, findet sich meist rasch etwas Interessantes.

Über Ihre Bank oder Sparkasse können als Freiberufler standardisierte Auskünfte einholen lassen.

Dafür fallen nicht einmal Gebühren an!

Hier erfahren Sie zwar keine konkreten Angaben hinsichtlich des Kontostandes der zu überprüfenden Person oder des Unternehmens.
Doch Sie erfahren, seit wann der Betreffende Kunde bei der Bank ist, ob regelmäßig Umsätze verbucht werden und ob der Kunde gegenüber der Bank schon einmal in Zahlungsverzug geraten ist.

Diese Auskünfte werden aber nur über Unternehmen erteilt.

Wer etwas über eine Privatperson wissen möchte, muss dessen schriftliches Einverständnis haben. Diese Erklärung muss bei der Bank hinterlegt sein.

Es versteht sich von selbst, dass Alarmstufe Rot angesagt ist, wenn der Kunde in den Insolvenznachrichten auftaucht.

Nun kann natürlich der Fall eintreten, dass ein Auftrag so lukrativ erscheint, dass Sie ihn nicht ablehnen können oder wollen.

Dennoch haben Sie vielleicht Zweifel an der Bonität des Kunden.

Sorgen Sie dann bereits bei den Vertragsverhandlungen dafür, dass Sie zu Ihrem Geld kommen.

Folgende Möglichkeiten haben Sie:

  • Lassen Sie sich das Honorar per Vorkasse zahlen.
  • Vereinbaren Sie die Bezahlung einzelner Bearbeitungsphasen des Auftrags. Hier können auch Vorschüsse ins Gespräch kommen.
  • Auch Abschlagszahlungen sind möglich. So wird zum Beispiel ein Drittel des Honorars bei Erteilung des Auftrags fällig, ein Drittel bei der Ablieferung und das letzte Drittel bei Abnahme durch den Auftraggeber. Das Risiko liegt bei dieser Vorgehensweise allerdings schon wieder recht hoch.
  • Verlangen Sie Sicherheiten – einen Bürgen oder ein Pfand. Dies ist allerdings kaum gängige Praxis und wird dazu führen, dass Ihr Kunde geht.

Wo erhalten Sie eine Selbstauskunft?

 


Wer als Freiberufler wissen will, was andere über einen selbst erfahren, muss eine Selbstauskunft bei der Schufa beantragen.

Dies ist per Formular über das Internet leicht möglich.

Jedes Unternehmen kann eine Eigenauskunft anfordern, wobei dies nicht nur über die Schufa, sondern auch über andere Auskunfteien möglich ist.

Dann wird eine Übersicht erteilt, in der unter anderem Daten zum Zahlungsverhalten zu finden sind.
Außerdem werden die Daten interpretiert, sodass sich auch ein Laie etwas aus den Zahlen entnehmen kann.

Das Unternehmen wird des Weiteren mit vergleichbaren Firmen innerhalb der Branche verglichen.

Kennzahlen sorgen dafür, dass die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens eingeschätzt werden kann.

Allerdings ist gut zu wissen, dass die Einträge bei der Schufa auch falsch sein können.

Es kann zu offensichtlichen Fehlern kommen, die unbedingt berichtigt werden müssen.

Möglich sind auch unterschiedliche Auffassungen zu Zahlungsproblemen, die zu Ungunsten des Betreffenden interpretiert wurden.

Ein persönliches Gespräch kann hier gewinnbringend sein.

Wenn Sie als Unternehmer wollen, dass Ihre Bonität für gut befunden wird, sorgen Sie für Transparenz.

Denn umfassende Auskünfte sind nur möglich, wenn die Informationen vollständig sind.

Ein Unternehmen sind Sie streng genommen als Freiberufler auch, auch wenn Sie bei den Auskunfteien nicht selten mit einem Zusatz geführt werden.

Dieser besagt, dass Sie „wahrscheinlich“ zahlungsfähig sind.

Sorgen Sie dafür, dass die gespeicherten Daten nichts anderes behaupten.

Sie haben die Möglichkeit, eigene Daten zu liefern.

Wenn Sie die Daten erhalten, können Sie diese korrigieren lassen, sofern sie nicht in Ordnung sind.
Damit erreichen Sie nicht nur, dass die Daten vollständig und richtig sind, sondern dass positive Entwicklungen viel schneller in diesen Daten berücksichtigt werden können.

Doch angemerkt sei an dieser Stelle, dass es nicht allein die Informationen sind, die die Daten bei der Schufa oder bei anderen Auskunfteien beeinflussen.

Wenn in der Vergangenheit tatsächlich häufiger negative Informationen eingeflossen sind, werden diese natürlich berücksichtigt. Gerade Liquiditätsprobleme sind dabei maßgeblich.
Wenn Sie dann keine Sicherheiten bieten können, werden Sie schwerlich positiv bewertet werden. Sorgen Sie dennoch dafür, dass alle Fakten vorliegen, die die Sache positiv beeinflussen könnten.

So gelangen Sie zur Schufa-Selbstauskunft

 

Einmal im Jahr können Sie eine kostenlose Schufa-Selbstauskunft bekommen.

Prüfen Sie unbedingt die Richtigkeit der dort gespeicherten Daten!

Das gilt vor allem dann, wenn Sie als Freiberufler oder Selbstständiger tätig sind und damit rechnen müssen, dass jemand eine Auskunft über Sie einholen lässt.

Denn von den Daten hängt ab, ob Sie als zahlungsfähig eingestuft werden und einen Kredit bekommen oder nicht.

Übrigens:
Sofern Sie eine weitere Auskunft von der Schufa benötigen, ist diese im gleichen Jahr kostenpflichtig.
Derzeit beträgt die Gebühr 18,50 Euro (Jahr 2014), sofern Sie eine Online-Auskunft anfordern.
Wünschen Sie eine schriftliche Selbstauskunft, zahlen Sie 24,95 Euro (Jahr 2014).

Leider ist das Formular zur kostenlosen Anforderung der Daten auf der Internetseite der Schufa nur schwer zu finden, was von Verbraucherschützern auch durchaus kritisiert wird.

Das Angebot ist auf der Seite regelrecht versteckt und nicht wenige Verbraucher tappen in die Falle:
Sie fordern kostenpflichtig die Auskunft an.

So gelangen Sie zum kostenfreien Formular:

  • Rufen Sie die Startseite www.schufa.de auf.
  • Klicken Sie auf „Für Privatkunden“.
  • Klicken Sie ganz oben auf „Auskünfte“ (wenn Sie die Online-Auskunft erfragen, landen Sie beim kostenpflichtigen Formular).
  • Gehen Sie auf „Datenübersicht nach § 34 Bundesdatenschutzgesetz“. Doch auch hier werden Sie wieder zuerst mit der kostenpflichtigen Abfrage konfrontiert.
  • Klicken Sie nun auf „Jetzt bestellen“ (grau getönter Button).
  • Klicken Sie auf die Flagge mit der Sprache, in der Sie die Auskunft bekommen müssen.

Wenn Sie diese Schritte befolgt haben, öffnet sich ein PDF-Dokument.

Dieses müssen Sie nur noch ausdrucken und ausfüllen. Übrigens erhalten Sie auch hier noch einmal das Angebot, doch die kostenpflichtige Auskunft zu wählen. Das wollen Sie natürlich nicht, ignorieren Sie das entsprechende Feld einfach.

Was Sie allerdings nicht ignorieren dürfen, ist die verlangte Kopie des Personalausweises.

Sie können auch eine Kopie Ihres Reisepasses beifügen, müssen dann aber auch eine aktuelle Meldebescheinigung bzw. die Kopie derselben haben.

Denken Sie als Freiberufler an Ihre Bonität!

Auch im täglichen Geschäftsleben sollten Sie alles daran setzen, eine möglichst positive Bonitätsbewertung zu bekommen.

Denken Sie immer daran, dass Ihr gesamtes Geschäftsverhalten in Ihre Bewertung einfließen kann.

Folgende Tipps sollten Sie daher unbedingt beherzigen:

  • Zahlen Sie Rechnungen pünktlich und vollständig.
  • Nutzen Sie das Lastschriftverfahren.
  • Richten Sie Daueraufträge ein, wenn Sie laufende Zahlungen haben, die sich in regelmäßigen Abständen wiederholen.
  • Sorgen Sie dafür, dass Ihre Konten ein ausreichendes Guthaben aufweisen, wenn Sie Lastschriften ermöglichen oder Daueraufträge einrichten.
  • Sofern Sie mit Ihrem Unternehmen oder als Freiberufler einen Gewinn erwirtschaften, belassen Sie diesen im Unternehmen. Dieser zählt als Eigenkapital und verbessert Ihre Bonitätsbewertung.

Nun kann allerdings immer der Fall eintreten, dass die Bonität negativ belastet wird.

Kommt es zu Zahlungsschwierigkeiten, sollten Sie unbedingt geplant reagieren:

  • Bewerten Sie Ihre Gläubiger und setzen Sie sie in eine Rangfolge.
  • Bedienen Sie die Gläubiger entsprechend dieser Rangfolge. Banken werden zuerst bedient, weil sie im Sinne der Bonitätsprüfung die wichtigsten Kunden sind. Danach folgen Lieferanten.
  • Sofern Sie laufend auf Materiallieferungen angewiesen sind, bezahlen Sie diese Lieferanten sofort. Andernfalls kann Ihnen ein Betriebsstopp drohen, wenn Sie nicht mehr beliefert werden.
  • Führen Sie offene Gespräche und erwirken Sie einen Zahlungsaufschub.
  • Vereinbaren Sie Ratenzahlungen, die nicht bei der Schufa auftauchen.
  • Wenn Sie Vereinbarungen getroffen haben, halten Sie sich unbedingt an diese.

Wichtig:
Bonitätsprobleme beschränken sich nie auf Ihre wirtschaftliche und berufliche Situation.

Sie färben immer auch auf das Privatleben ab und sollten daher unbedingt bereinigt werden.

Umgekehrt gilt aber auch, dass gespeicherte negative Daten aus dem Privatleben auf Ihre berufliche Tätigkeit bzw. auf eine Auskunft über Sie als Freiberufler oder Unternehmer übertragbar sind.

Überprüfung der Kreditwürdigkeit eines Freiberuflers

 

kredit-freiberuflerInnerhalb der Überprüfung der Kreditwürdigkeit eines Freiberuflers ist seit einiger Zeit der Begriff Basel II im Gespräch.
Es ist ein Element der europäischen Rechtsvorschriften, das zur Ermittlung der Zahlungsfähigkeit dienen soll.
Zu jeder Kreditvergabe wird also eine Prüfung der Bonität vorausgesetzt.

Diese beurteilt letzten Endes, ob der Freiberufler in der Lage sein wird, vereinbarte Zins- und Tilgungsbeträge für das Darlehen auch wirklich aufzubringen.

Um Risiken für die Bank selbst auszuschließen, werden bei der Beurteilung der Bonität auch Sicherheiten von Seiten des Freiberuflers verlangt, die im Falle der Zahlungsunfähigkeit zur Tilgung des Kredites aufgewendet werden können.

Ist die Bonität nicht ganz gegeben, kann sie durch ausreichende Sicherheiten zum Teil ausgeglichen werden.

Das gilt auch umgekehrt.
Wir der Kreditantragsteller in seiner Bonität nur als unzureichend eingestuft, also geratet, so gewährt die Bank nicht selten den beantragten Kredit nicht.

Mit einem Ratingverfahren wird die Bonität des Freiberuflers beurteilt

Die Beurteilung der Bonität wird mit dem so genannten Ratingverfahren durchgeführt, das sich aus unterschiedlichen Faktoren zusammensetzt und welches bei verschiedenen Banken auch jeweils anders gehandhabt wird.

Bei schon etablierten Freiberuflern werden für das Verfahren die „harten Faktoren“, Gewinne, Kosten, Umsätze, berücksichtigt, bei neu gegründeten ist dies nicht der Fall, da diese Faktoren hier schließlich noch nicht vorliegen.

Sie können lediglich angenommen werden. Für Unternehmensgründer wird das Ratingverfahren häufig auf der Grundlage der bestehenden Zahlungsfähigkeit, der Persönlichkeit des Freiberuflers und dem bisherigen beruflichen Werdegang durchgeführt.

Gründerperson, Gründungskonzept und Markteinschützung stehen im Mittelpunkt

Im Mittelpunkt stehen also eher qualitative Faktoren.
Ein gutes Gründungskonzept kann hier weiterhelfen, wenn daraus auch Rückschlüsse auf die Zukunft des Unternehmens gezogen werden können.

Der Existenzgründer als Person selbst und die Markteinschätzung bilden weitere Faktoren, anhand derer das Ratingverfahren durchgeführt wird.

Nach Abschluss des Verfahrens wird der Antragsteller also eingestuft und anhand dessen erfolgt die Erklärung der Bonität.

Nicht immer ist es so, dass vorliegende Sicherheiten zu einer besseren Bonität führen, es gibt auch viele Kreditinstitute, die einen Kredit an den Freiberufler oder Selbstständigen dennoch verweigern.

Ist die Person, die den Kreditantrag stellt, also schlecht geratet worden, so kann es sein, dass trotz ausreichender Bonität oder vorliegender Sicherheiten der Kredit verweigert wird.

Diese Tipps und Hinweise zur Bonität für Freiberufler und Selbstständige stammen vom Autor:

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