Angst vor der Mahnung

Angst vor der Mahnung

Angst vor der Mahnung

 

Sie haben als Freiberufler eine Leistung erbracht – der Kunde hatte nichts zu bemängeln. Sie haben die Rechnung geschrieben und dem Kunden überbracht. Doch nun warten Sie immer noch auf Ihr Geld. Sie wollen sich aber auch nicht mit dem Thema Mahnung befassen – das sieht am Ende so aus, als ob Sie’s nötig hätten! Doch Sie haben das Recht auf Ihr Honorar und es ist nun Zeit, ganz schnell Strategien zu entwickeln, mit deren Hilfe Sie sich zu einem Zahlungseintreiber wandeln können.

Verschiedene Motive für die Angst

Viele Freiberufler sehen in der ausbleibenden Zahlung eine Missachtung oder fehlende Anerkennung der eigenen Leistung. Die Mahnung würde das nur verdeutlichen, glauben sie. Doch sie sollten wissen, dass auch sehr gute Leistungen nicht immer finanziell honoriert werden, Marktwirtschaft bringt keinen direkten Ausgleich. Bestehen Sie auf Ihrem Honorar.

Gerade bei einer Kleinstbetrag-Rechnung sehen viele Freiberufler Aufwand und Nutzen einer Mahnung und der einzufordernden Summe in keinem guten Verhältnis. Doch hier gilt das alte Sprichwort „Kleinvieh macht auch Mist“ und oft sind es die kleinen Summen, die sich am Ende des Geschäftsjahres zu einem großen Betrag addieren.

Andere Freie haben Angst, dass ein Kunde ärgerlich auf eine Mahnung reagieren und nie wieder einen Auftrag platzieren könnte. Die Lösung liegt nicht im Verzicht auf sein wohlverdientes Honorar, sondern vielmehr in der Konzentration auf Marketing und Werbung, damit neue Kunden zu gewinnen kein Problem darstellt.

Wer Angst hat, dass andere das eigene Unternehmen für schlecht finanziert halten könnten – schließlich haben Sie es ja anscheinend nötig, auf das fehlende Geld hinzuweisen – sollte sich vorstellen, ein Seminar besucht zu haben, in dem es um die Unternehmensführung und das Management ging. Hier haben Sie Neues gelernt und sind nun in der Lage, den „alten Laden wieder richtig auf Trab“ zu bringen.

Neue Saiten aufziehen

Es gibt also viele Gründe, warum Freiberufler vor dem Schreiben einer Mahnung zurückschrecken, doch ab sofort sollten Sie neue Saiten aufziehen. Lernen Sie von den alten Hasen und versuchen, neue Kunden, bei denen es Probleme mit der Zahlung geben wird, bereits zu erkennen. Bonitätsprüfungen sind nichts Schlechtes und zeugen auch nicht von mangelndem Vertrauen.

Denken Sie an Sicherheiten und Vorauszahlungen und scheuen Sie sich als Freiberufler auch nicht, den Weg zum Inkassobüro zu gehen, wenn nichts anderes hilft. Denn nicht jeder Kunde reagiert auf ein freundliches Telefongespräch mit der fälligen Zahlung. Denken Sie immer daran, dass von der Zahlungsmoral Ihrer Kunden Ihr wirtschaftliches Überleben abhängig ist – und helfen Sie dieser gegebenenfalls mit einer Mahnung auf die Sprünge

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