Lebensversicherung für Freiberufler

Lebensversicherung für Freiberufler

Lebensversicherung für Freiberufler

Die Lebensversicherung galt lange Zeit als das beste Anlageprodukt überhaupt. Die Menschen hielten an diesem Produkt fest und zahlten treu ihr Geld ein.

Musste die Leistung nicht im Todesfall erbracht werden, konnte der Versicherte im Alter davon profitieren.

Das ist zwar heute immer noch so, allerdings sind die Gewinne, die ausgeschüttet werden, einwenig geringer.

Entscheidender Vorteil der Lebensversicherung : sie bieten kein Anlagenrisiko

Die Lebensversicherung als Anlageprodukt bringt einen entscheidenden Vorteil mit:

Der Anleger geht nicht das Risiko ein, sein Geld zu verlieren, wenn er es hier anlegt, sofern er die vorgesehene Laufzeit des Vertrages durchhält.

Ein Verlust ist also ausgeschlossen, auch wenn die Rendite sicherlich bei vielen anderen Produkten höher liegen kann.

Daher ist die Lebensversicherung vor allem für diejenigen als Anlagemöglichkeit geeignet, denen es in erster Linie um die Sicherheit ihres Geldes geht.

Wer in kurzer Zeit eine hohe Rendite erwartet, ist damit sicherlich schlecht bedient

Vergleicht man Verträge, die über die gleichen Konditionen verfügen und nur zu unterschiedlichen Zeitpunkten abgeschlossen wurden, so zeigt sich, dass die Erträge deutlich geringer ausfallen.

Viele entscheiden daher, dass sich eine Lebensversicherung für sie nicht mehr lohnt.

Die Folge ist, dass die Lebensversicherungen immer früher gekündigt werden, was zwar mit Verlusten verbunden ist, aber den Betroffenen in dem Moment am günstigsten erscheint.

Schuld an der Misere ist nicht zuletzt die jüngste Finanzkrise, durch die die Versicherten monatlich weniger in der Tasche haben und teilweise nicht mehr in der Lage sind, die Prämien für die Versicherung zu erbringen.

Vergleichen Sie hier alle aktuellen Tarife der Lebensversicherungen:

Lebensversicherung mit Einmalbeitrag

Eine neue Variante wird durch die Lebensversicherungen mit Einmalbeiträgen dargestellt.

Hierbei kann das Geld, das entweder so vorhanden ist oder durch die Auflösung bestehender Verträge zur Lebensversicherung eingenommen wurde, gut verzinst angelegt werden.

Der Beitrag wird dabei mit der Einzahlung des Gesamtbetrages abgegolten.

Die Lebensversicherungsverträge, die in jüngster Zeit abgeschlossen wurden, bestehen zu rund 60 Prozent aus der Variante mit den Einmalbeiträgen.

Es gibt aber Alternativen zur kompletten Auflösung des Versicherungsvertrages.

Wer als Freiberufler zum Beispiel den monatlichen Beitrag senken möchte, kann dies mit seinem Versicherer vereinbaren.
Die angesparte Summe wird damit allerdings auch geringer.

Möglich ist es auch, die Laufzeit zu verlängern. Dann sinken die monatlichen Beiträge, wenn die Endsumme beibehalten wird.

Risikolebensversicherung für Freiberufler

Die Risikolebensversicherung ist vor allem für diejenigen Freiberufler sehr wichtig, die eine Familie zu ernähren haben.

Anders, als das bei der Kapitallebensversicherung der Fall ist, wird bei diesem Produkt aber kein Geld angespart, sondern es geht lediglich um einen Todesfallschutz.

Wer als Freiberufler für seine Existenzgründung einen Kredit aufgenommen hat oder wer im Privatleben ein Darlehen aufnehmen musste um zum Beispiel die Immobilie bezahlen zu können, sollte auf jeden Fall eine Risikolebensversicherung in Höhe der Verbindlichkeiten abschließen.

Möglich ist auch, dass die versicherte Summe im Laufe der Zeit sinkt, so dass die Prämien sinken.

Der Vorteil ist, dass die Familie so abgesichert ist und zu den persönlichen Sorgen nicht noch finanzielle Not durch die Rückzahlung des Kredites hinzukommt.

Der Kredit wird dann mit der Summe aus der Versicherung abgelöst und die Hinterbliebenen des Freiberuflers sind schuldenfrei.

Diese Variante wird als Fallende Risikolebensversicherung bezeichnet. Wichtig ist solch eine Versicherung vor allem dann, wenn der Freiberufler der Hauptverdiener der Familie ist.

Als sinnvolle Höhe der Versicherungssumme wird meist das Fünffache des regelmäßigen Jahreseinkommens angegeben.

Klassische Risikolebensversicherung

Die Klassische Risikolebensversicherung ist für junge Familien und für Alleinerziehende sehr gut geeignet.

Die Beiträge, die pro Monat zu zahlen sind, sowie die Versicherungssumme bleiben dann die gesamte Laufzeit des Vertrages über konstant.

Die Verbundene Risikolebensversicherung bezieht mehrere Versicherungsnehmer in den Vertrag mit ein.

Die Summe, die für den Todesfall vereinbart wurde, wird aber nur einmal ausgezahlt und zwar dann, wenn ein Versicherter stirbt.

Die Risikolebensversicherung bringt also den großen Vorteil der Kapitalsicherung mit sich, für den Fall, dass dem Versicherten etwas passieren sollte.

Die Hinterbliebenen sind mit der Todesfallsumme sehr gut abgesichert, wenn diese in ausreichender Höhe vereinbart wurde.

Nachteilig ist allerdings, dass das Kapital nicht angespart wird. Wenn also die Laufzeit des Vertrags beendet ist, so ist das Kapital für den Versicherten im Grunde genommen verloren, er kann nicht mehr davon profitieren und es vielleicht anderweitig einsetzen. Zu achten ist daher auf die ausreichende Laufzeit des Vertrages, damit die Zeiten, in denen ein hohes Risiko vorliegt, abgesichert sind.

Versicherungssumme gut wählen

Jeder Kunde kann die Versicherungssumme bei der Risikolebensversicherung selbst festlegen.

Ein Beispiel:

Wird eine Summe von 150.000 Euro vereinbart und diese zu drei Prozent angelegt, so kann eine Familie im Todesfall des Versicherten mit monatlich 830 Euro für 20 Jahre rechnen.

Die Versicherungssumme bleibt über die gesamte Laufzeit des Vertrags gleich, kann aber bei Bedarf angepasst werden.

Wird die Risikolebensversicherung zur Absicherung einer Immobilienfinanzierung eingesetzt, so fällt die Versicherungssumme Jahr für Jahr.

Diese Versicherungen sind preisgünstiger.
Für Ehepaare bietet sich eine verbundene Versicherung an, diese zahlt, wenn ein Partner stirbt.

Die Laufzeit des Vertrags sollte so ausgelegt sein, dass beispielsweise Kinder für die Dauer ihrer Ausbildung abgesichert sind.

Frauen zahlen mehr

Bis Ende 2012 konnten Frauen eine Risikolebensversicherung zu günstigeren Prämien abschließen.

Seit 2013 jedoch gibt es die so genannten Unisex-Tarife, in denen Männer und Frauen gleichgestellt sind.

Die Erhöhungen von teilweise bis zu 50 Prozent beziehen sich aber nur auf Neuverträge.

Wer bis Ende 2012 also seinen Versicherungsvertrag abgeschlossen hatte, konnte den günstigen Tarif nutzen.
Günstiger war dieser deshalb, weil Frauen eine höhere Lebenserwartung haben.

Kapitallebensversicherung für den Freiberufler

Die Kapitallebensversicherung ist immer noch eine der beliebtesten Anlagemöglichkeiten, um für das Alter vorzusorgen.

Allerdings sagen Kritiker auch, dass niemand zum Geldanlegen eine Versicherung benötigen würde.

Mit etwas Aufwand in Bezug auf die Informationen lässt es sich selbst besser und gewinnbringender anlegen.

Wer eine Familie absichern möchte, sollte dies eher über die billigere Risikolebensversicherung tun.

Doch in den Köpfen der Menschen hat sich festgesetzt, dass die Kapitallebensversicherung geeignet sei, für das Alter ausreichend vorzusorgen.

Absicherung der Familie über eine Kapitallebensversicherung

Mit der Kapitallebensversicherung wird auf der einen Seite die Familie abgesichert, wenn dem Freiberufler etwas passieren sollte und damit ein Einkommen wegfällt.

So ist wenigstens der finanzielle Verlust im Rahmen zu halten. Tritt kein Unglücksfall ein, so kann die angesparte Summe zu einem festen Zeitpunkt ausgezahlt werden und bildet so die Grundlage für die Finanzierung des Alters.

Die Summe wird auf einen Schlag ausgezahlt und kann dann als Rente oder für Investitionen eingesetzt werden.
Das Kapital, dass der Freiberufler einzahlt, ist sicher und wird garantiert.

Zu den Nachteilen der Kapitallebensversicherung zählen unter anderem, dass die Renditen eher mäßig sind.

Da auch der Todesfallschutz bezahlt werden muss, schmälert dies die Rendite.
Hinzu kommt als Nachteil, dass sich der Versicherte für eine lange Zeit an den Anbieter bindet, oft über Jahrzehnte hinweg.

Das Geld ist nicht kurzfristig verfügbar und nur über geringe Rückkaufsummen zu bekommen.
Das heißt, wer nach drei oder vier Jahren beschließt, den Vertrag wieder zu kündigen, muss herbe Verluste von teilweise mehreren Tausend Euro hinnehmen.

Steuern und Lebensversicherung

Der Freiberufler muss zudem einige Steuerregeln beachten.
Wurde der Vertrag noch vor Ablauf des Jahres 2004 geschlossen, können die Erträge steuerfrei genossen werden.

Bei Verträgen, die erst nach 2004 vereinbart wurden, müssen die Erträge dem Finanzamt gegenüber als Einnahme deklariert werden.

Die Zinsen, die für eine Kapitallebensversicherung garantiert werden, sinken bereits seit einigen Jahren. Der Vorsorgesparer sollte schon vor Vertragsschluss die Garantieleistung mit anderen Angeboten vergleichen. Nur diese Leistung ist sicher und zeigt, wie viel Geld am Ende nach Abzug von Kosten und Gebühren noch übrig bleibt.

Alles, was die Lebensversicherer über die Garantieleistung hinaus versprechen, ist nicht sicher und muss nicht eintreten. Doch zu Werbezwecken klingen hohe Versprechungen über Lebensversicherungen schließlich immer gut.

Versicherungen mit Durchhaltevermögen

Wer eine Kapitallebensversicherung als Altersvorsorge abschließt, braucht als Kunde Durchhaltevermögen über etliche Jahre.

Denn erst dann, wenn die Laufzeit der Versicherung beendet ist, zeigt sich ein recht anständiger Gewinn.

Hier summieren sich die Überschussbeteiligungen.

Derjenige, der vor Beendigung der Versicherung aussteigt, verliert teilweise jede Menge Geld.

Wird in den ersten Jahren die Kündigung der Kapitallebenversicherung ausgesprochen, so werden nicht einmal die vollen Beiträge erstattet, weil diese für die Begleichung der Unkosten der Lebensversicherer eingesetzt wurden.

Interessant:
Vor allem Gutverdiener profitieren, denn die Verträge für die Versicherung sind bei Laufzeiten von zwölf oder mehr Jahren steuerfrei. Ein Vergleich der Angebote ist jedoch wichtig, denn gute Verträge bringen laut Tests bis zu 45.000 Euro mehr als schlechte Varianten.

Tipps für den Abschluss

Rechnen Sie die langfristige Einzahlung der Prämien in Ihre gesamte Finanzplanung ein. Eine andere Form der Geldanlage ist besser, wenn Sie flexibel bleiben müssen.

Angehörige sollten zusätzlich über eine Risikolebensversicherung abgesichert sein, denn gerade in den Anfangsjahren der Versicherung gibt es kaum Geld ausgezahlt.

Die Beiträge für die Kapitallebensversicherung können steuerlich geltend gemacht werden, was über den Sonderausgabenabzug im Rahmen der Steuererklärung des Freiberuflers möglich ist. Zusatzvereinbarungen (z. B. über Berufsunfähigkeit) sollten nicht unterzeichnet werden.

Der Vertrag wird nur teurer.
Ein Extravertrag ist sinnvoller.

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