Krankentagegeld-Versicherung für Freiberufler

Krankentagegeld-Versicherung für Freiberufler

Krankentagegeld-Versicherung für Freiberufler

 

Gerade dem Freiberufler und Selbstständigen kann es passieren, dass er krank wird und über diese Zeit hinweg über keinerlei Einkommen verfügen kann. Die finanzielle Absicherung im Krankheitsfall ist durch die Krankentagegeld-Versicherung gegeben. Ein Angestellter erhält im Normalfall für sechs Wochen sein volles Gehalt weiter, auch, wenn er krank ist.
Daran schließt sich das Krankengeld an, das von der Krankenkasse getragen wird. Es ist auf insgesamt 78 Wochen im Laufe von drei Jahren begrenzt und beträgt 70 Prozent des Bruttogehaltes oder 90 Prozent des Nettogehaltes. Als Freiberufler steht diese finanzielle Leistung nicht zu und jeder muss sich selbst absichern.

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Alle Krankenkassen müssen seit dem 01. Januar 2009 den Wahltarif Krankentagegeld anbieten. An den Wahltarif ist der Freiberufler dann für drei Jahre gebunden. Dieser Krankengeldtarif kommt ab der siebten Woche einer Krankheit zum Tragen. Es ist auch möglich, die gesamte Zeit der Krankheit abzusichern, allerdings muss dafür ein anderer Tarif gebucht werden. Es steht einem Freiberufler offen, sich gänzlich über eine private Krankenversicherung abzusichern. Dies kann einige Vorteile haben. So ist diese Versicherung häufig günstiger, als das Angebot der gesetzlichen Krankenkassen. Hinzu kommt, dass das Krankengeld dann häufig nicht an die maximalen 78 Wochen im Jahr gebunden ist.

Doch auch hier muss entschieden werden, ab wann der Versicherungsschutz in Kraft treten soll. Theoretisch sollte die Vorsorge bereits ab dem ersten Tag der Krankheit eintreten, denn ab da fehlt schließlich der Verdienst. Allerdings ist das in der Praxis so nicht umsetzbar. Ein solcher Tarif ist unnötig teuer, wenn man bedenkt, dass man ihn vielleicht gar nicht so häufig in Anspruch nehmen muss. Außerdem bieten ihn nur wenige Versicherer an, der Wettbewerb ist damit kaum gegeben und die Preise für die Versicherung liegen recht hoch.

Hinzu kommt, dass der eigene Verdienst bzw. das erwirtschaftete Honorar eigentlich so viel Gewinn abwerfen sollte, dass sich eine gewisse Zeit ohne Einkommen überbrücken lässt. Die private Krankentagegeld-Versicherung ersetzt den kompletten Verdienstausfall sowohl bei Krankheit, als auch bei einem Unfall. Das Einkommen muss dafür nachgewiesen werden. Die Höhe der Versicherung orientiert sich also am Einkommen sowie an den Ausgaben für die soziale Absicherung. Der Beginn des Krankentagegelds sollte sich nach dem persönlichen Bedarf richten. Es ist daher sinnvoll, zu prüfen, wie lange ein Freiberufler auf seinen Verdienst verzichten kann.

Die Krankenhaustagegeld-Versicherung hingegen ist nicht zu empfehlen

Sie verursacht nur Kosten und der Nutzen ist relativ gering. Die Versicherung zahlt pro Tag Aufenthalt im Krankenhaus einen festen Satz, womit eine bessere Unterbringung oder die Fahrtkosten zu einem weiter entfernten Krankenhaus abgedeckt werden können. Es wird aber nur während des Aufenthaltes im Krankenhaus gezahlt und ersetzt auf keinen Fall das Krankentagegeld.

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