Steuersoftware steuerlich absetzen: Geht das?

Können Sie bei der Steuererklärung auch die Steuersoftware absetzen?
Können Sie bei der Steuererklärung auch die Steuersoftware absetzen?

Die Zeiten, in denen die Steuererklärung aus einem Berg an Papier bestand, sind glücklicherweise vorbei. Stattdessen können wir heute Computerprogramme nutzen, um unsere Finanzen offenzulegen. Aber lassen sich dabei eigentlich auch die Kosten für jene Steuersoftware absetzen? Wir verraten es Ihnen.

„Steuersoftware absetzen“ im Überblick:

Kann ich eine Steuersoftware von der Steuer absetzen?

Ja, die Kosten für eine Steuersoftware sind steuerlich absetzbar. Sie können sie entweder als Werbungskosten oder Betriebsausgaben angeben.

Kann ich die Steuersoftware komplett absetzen?

Kostet sie maximal 100 Euro, können Sie die Software vollständig absetzen. Bei einem höheren Preis ist dies nur teilweise möglich. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Ich möchte meine Steuersoftware absetzen. Für welches Jahr muss ich sie bei der Steuererklärung angeben?

Es zählt das Jahr, in dem Sie die Software erworben haben. Haben Sie sie z. B. 2019 gekauft (um die Steuererklärung für 2018 zu erstellen), müssen Sie die Software bei der Steuererklärung für 2019 angeben. Diese machen Sie wiederum erst 2020.

So können Sie die Software für die Steuererklärung absetzen

Sie können Ihre Steuersoftware absetzen. Aber wo eintragen? Das geht als Werbungskosten oder als Betriebsausgabe.
Steuersoftware absetzen, aber wo eintragen? Das geht als Werbungskosten oder als Betriebsausgabe.

Die Finanzverwaltung bietet Ihnen mit ihrer eigenen Software ElsterFormular und dem Portal ElsterOnline bereits zwei kostenlose Möglichkeiten, Ihre Steuererklärung abzugeben. Sie sind jedoch nicht verpflichtet, diese zu nutzen, und können auch ein anderes Programm verwenden, das womöglich einfacher zu bedienen ist oder mehr Funktionen bietet. Was Sie dabei besonders erfreuen dürfte: Sie können eine solche Steuersoftware steuerlich absetzen.

Kostet das Programm maximal 100 Euro – was in der Regel der Fall ist –, besteht die Möglichkeit, die Steuersoftware vollständig geltend zu machen. Sie können sich hier aussuchen, ob Sie die Steuersoftware als Werbungskosten absetzen möchten oder, sofern Sie selbstständig tätig sind, als Betriebsausgabe.

Handelt es sich allerdings um eine besonders umfangreiche Software, mit der sich nicht nur Steuererklärungen erstellen, sondern gleich sämtliche Finanzvorgänge verwalten lassen, kostet Sie möglicherweise mehr als 100 Euro. In diesem Fall gilt:

  • Bei Kosten unter 200 Euro: Sie können 100 Euro für die Steuersoftware absetzen.
  • Bei Kosten ab 200 Euro: Sie können 50 Prozent des Kaufpreises absetzen.

Auch in diesem Fall bleibt es Ihnen überlassen, ob Sie die Software als Werbungskosten oder als Betriebsausgabe geltend machen.

Steuersoftware absetzen: Auch ohne Beleg möglich?

In der Regel können Sie Ihre Steuersoftware ohne Beleg absetzen.
In der Regel können Sie Ihre Steuersoftware ohne Beleg absetzen.

Hat die Software nicht mehr als 100 Euro gekostet und Sie geben Sie bei Ihrer Steuererklärung an, wird dies in der Regel nicht weiter vom Finanzamt geprüft. Sie müssen hier üblicherweise also keinen Beleg einreichen. Allerdings besteht keine Garantie dafür, dass die Behörden diese Ausgabe tatsächlich ungeprüft akzeptiert.

Möchten Sie hingegen eine Steuersoftware absetzen, die mehr als 100 Euro gekostet hat, werden Sie nicht drum herumkommen, die Anschaffung mit einer Rechnung oder Quittung nachzuweisen.

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