Studium zum Dolmetscher

Studium zum Dolmetscher

Studium zum Dolmetscher

 

Der Aufbau des Studiums ist je nach Hochschule verschieden. Teilweise wird im Grundstudium nur die Sprache gelehrt, in Verbindung mit Linguistik und Deutsch, damit die Muttersprache gefestigt wird. Erst im Hauptstudium werden dann die Techniken des Dolmetschens gelehrt. Von einigen Hochschulen wird das Ableisten von mindestens 80 Stunden in einer Sprache verlangt.

Andere wiederum begnügen sich mit dem Nachweis von Sprachkenntnissen und verlangen einen Einstufungstest vor Beginn des Studiums. Das Studium ohne Sprachkenntnisse anzugehen, ist nicht zu empfehlen. Andere Hochschulen beginnen bereits im dritten Semester damit, den Studenten die Techniken des Dolmetschens näher zu bringen. Wie gesagt, das Studienangebot variiert stark und es ist ratsam, sich vor Beginn des Studiums die Vorlesungspläne anzusehen, damit man weiß, was in der Ausbildung erwartet wird.

Das Studium zum Dolmetscher dauert drei bis fünf Jahre, je nach Abschluss. In der Regel wird der Bachelor abgelegt, darauf aufbauend kann der Master angeschlossen werden. Am Ende steht damit ein Bildungsabschluss, der dem früheren Diplom gleichkommt. Dieses wird nur noch für Quereinsteiger angeboten und ist für Studienanfänger nicht mehr zu erreichen. Während des Studiums beziehen sich die Lehrveranstaltungen also in erster Linie auf die Sprache, wobei immer auch Deutsch unterrichtet wird. Eine Hauptsprache wird belegt, dazu kommt eine Nebensprache.

Behandelt werden bei den Sprachen Phonetik, Grammatik, Orthografie, Stilistik und andere Bereiche. Außerdem werden Korrespondenz und Landeskunde auf den Stundenplan gebracht. Hinzu kommt ein Ergänzungsfach, welches je nach Interesse – und natürlich nach dem Angebot der Schule – gewählt werden kann. Das können zum Beispiel Wirtschafts- oder Rechtswissenschaften, Technik oder Informatik sein. Die vertiefenden Kenntnisse, die der Student dabei erwirbt, helfen ihm später bei seiner Arbeit dadurch, dass er das nötige Fachvokabular besitzt und bei seinem Einsatz nicht um Worte ringen muss.

Außerdem werden zum Beispiel Verhandlungs- und Simultandolmetschen gelehrt. Die Techniken des Dolmetschens werden im Studium gelehrt und vertieft, so dass der Absolvent am Ende vielseitig einsetzbar ist. Möglich ist auch, zuerst ein reines Sprachenstudium zu absolvieren und darauf aufbauend das Masterstudium Dolmetschen anzuhängen.
Studiert werden kann unter anderem an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg oder an der Fachhochschule Magdeburg.

Fernstudium oder Präsenzstudium?

Wer sich für den Beruf des Dolmetschers interessiert, steht häufig vor der Frage, ob ein Fernstudium vielleicht die bessere Wahl wäre? Immerhin bleibt damit noch Zeit für den eigentlichen Beruf, wenngleich die Freizeit etwas knapper wird. Viele Auftraggeber sehen ein Fernstudium sogar positiv, weil hier deutlich wird, dass ein Absolvent in der Lage ist, unter Druck eigenständig und sich selbst immer wieder motivierend zu arbeiten. Dennoch ist ein Präsenzstudium oft hilfreicher, vor allem an einer staatlich anerkannten Dolmetscherschule.

Wird das Dolmetscher-Studium dort mit einem Aufenthalt im Ausland kombiniert, so dass Englisch, Spanisch und Co. in der Alltagssprache erlernt werden, können die erworbenen Kenntnisse oft berufsspezifischer sein.

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