Ratgeber Künstlersozialkasse

Dieses Buch informiert umfassend über die Vor- und Nachteile der Künstlersozialversicherung, über die wesentlichen Voraussetzungen der Versicherungspflicht, die Befreiungsmöglichkeiten sowie über den Versicherungsschutz.

Ratgeber Künstlersozialversicherung: Vorteile · Voraussetzungen · Verfahren

Richtig krankenversichert?



Vor- und Nachteile der KSK

Die KSK ist für Sie vorteilhaft:
- Verdienst weniger als 25.000 €
- automatische Rentenversicherung
- Familienmitglieder sind mitversichert, sofern sie nicht selbst arbeiten

KSK ist für Sie nachteilig:
- bei hohem Gewinn
- private Vorsorge häufig wirtschaftlicher
- Familienmitglieder müssen sich selbst versichern, wenn Sie privat krankenversichert sind

Die Künstlersozialkasse

Die Künstlersozialkasse (KSK) hat im Wesentlichen zwei Aufgabenbereiche:
- Zum einen prüft die KSK die Zugehörigkeit von Künstlern und Publizisten zum versicherungspflichtigen Personenkreis. Wenn die im Gesetz aufgeführten Voraussetzungen der Versicherungspflicht vorliegen, erlässt sie Bescheide über Beginn, Umfang und ggf. Ende der Versicherungspflicht.
- Zum anderen zieht die KSK den Beitragsanteil der Versicherten, die Künstlersozialabgabe der abgabepflichtigen Unternehmen sowie den Bundeszuschuss ein.

Als Freiberufler können Sie in die private Krankenversicherung wechseln

Wir vergleichen für Sie eine Vielzahl von Tarifen verschiedener Anbieter und bieten Ihnen diejenigen Produkte an, die am besten zu Ihrer persönlichen Situation passen.

Für die Durchführung der Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung ist die KSK aber nicht zuständig.
Sie meldet die versicherten Künstler und Publizisten lediglich bei der gesetzlichen Krankenkassen (Allgemeine Ortskrankenkassen, Ersatzkassen, Betriebs- und Innungskrankenkassen) und bei der allgemeinen gesetzlichen Rentenversicherung an und leitet die Beiträge dorthin weiter.

Leistungen aus dem Versicherungsverhältnis (Rente, Krankengeld, Pflegegeld etc.) erbringen ausschließlich die Träger der Rentenversicherung und die gesetzlichen Krankenversicherungen.

Die KSK verdient ihr Geld, indem sie von Medienunternehmen eine Abgabe fordert.


zur Website der Künstlersozialkasse

Die Künstlersozialkasse (KSK) ersetzt den Freiberuflern in Sachen Sozialabgabe den nicht vorhandenen Arbeitgeber und übernimmt dessen Anteile an den relevanten Abgaben.
Sie zahlt also jeweils 50 Prozent zu den Krankenversicherungskosten und 50 Prozent zu den gesetzlichen Rentenversicherungsbeiträgen, die jeweils anderen 50 Prozent zahlt der Freiberufler.

Die Höhe der Beiträge wird nicht nach dem tatsächlich erzielten Einkommen des Freiberuflers berechnet, sondern nach einem vom Freiberufler vorab geschätzten Gewinn.
Dieser berechnet sich aus dem Umsatz abzüglich den Betriebsausgaben.
Bis zum 1. Dezember jeden Jahres müssen Freiberufler ihren voraussichtlichen Gewinn melden.

In der Künstlersozialkasse haben Sie die Wahl, ob Sie sich gesetzlich oder privat krankenversichern wollen.
Wenn Sie sich einmal für eine private Krankenversicherung als Freiberufler entschieden haben, ist eine Rückkehr in die gesetzliche Kasse nicht mehr möglich.

Bei Berufsanfängern wird allerdings eine Ausnahme gemacht. Nach 3 Jahren ist ein Wechsel in die gesetzliche Krankenversicherung noch einmal möglich.

Die Künstlersozialkasse kann auch zum Nachteil werden. Je mehr Gewinn Sie haben, um so höher zahlen Sie Beiträgen zur gesetzlichen Krankenversicherung und Rentenversicherung. Die Kosten für die private Krankenkasse können dann erheblich niedriger sein als die bei der gesetzlichen Krankenkasse. Erschwerend kommt hinzu, dass Sie aus der Pflichtmitgliedschaft nicht mehr herauskommen, es sei denn, Sie stellen vollzeitbeschäftige Mitarbeiter ein.

Die vor gut 25 Jahren ins Leben gerufene KSK selbst ist keine Versicherung, sondern eine eigenständige Abteilung der Bundesverwaltung, die das Vorliegen der Versicherungspflicht nach dem Künstlersozialversicherungsgesetz (KSVG) prüft.