Berufshaftpflichtversicherung für Angestellte: Wer benötigt eine Absicherung?

Kann eine Berufshaftpflichtversicherung auch Angestellte absichern?
Kann eine Berufshaftpflichtversicherung auch Angestellte absichern?

Eine Berufshaftpflichtversicherung kann eine gute Absicherung sein, wenn es um den Ausgleich berufsbedingter Schäden geht. Für einige Berufsträger ist der Abschluss einer solchen Versicherung deshalb sogar Pflicht. Wie sieht es aber mit einer Berufshaftpflicht für Angestellte aus? Für wen ist eine Versicherung empfehlenswert? Gibt es auch für Angestellte diesbezügliche Verpflichtungen? Diesen und weiteren Fragen gehen wir im folgenden Ratgeber auf den Grund.

Berufshaftpflichtversicherung für Angestellte im Überblick

Ist eine Berufshaftpflichtversicherung auch für Angestellte sinnvoll?

Auch wenn in den meisten Fällen lediglich der Arbeitgeber haftet, kann eine Berufshaftpflichtversicherung insbesondere für leitende Angestellte und Führungskräfte sinnvoll sein, die auch persönlich für Schäden haften. Auch schützt eine Berufshaftpflichtversicherung Angestellte vor etwaigen Regressansprüchen des Arbeitgebers. Mehr dazu hier.

Was ist eine sogenannte D&O-Versicherung?

Eine Directors-and-Officers-Versicherung ist eine Berufshaftpflichtversicherung, die ein Unternehmen für seine leitenden Angestellten abschließt. Sie schützt die entsprechenden Angestellten bei persönlicher Haftung, jedoch nicht das Unternehmen selbst. Mehr dazu lesen Sie hier.

Was kostet eine Berufshaftpflichtversicherung für Angestellte?

Die Kosten für eine Berufshaftpflichtversicherung unterscheiden sich je nach Anbieter, vereinbarter Versicherungssumme und Schadensrisiko stark. Im Regelfall trifft einen Angestellten aber nicht so ein hohes Risiko wie bspw. einen Selbstständigen. Die Kosten für Angestellte sind daher regelmäßig niedriger. 

Braucht man als Angestellter eine Berufshaftpflichtversicherung?

Eine Berufhaftpflichtversicherung springt ein, wenn Schadensersatzansprüche aufgrund der fehlerhaften Ausübung des Berufes geltend gemacht werden. In erster Linie betrifft ein solches Risiko lediglich Selbstständige und freiberuflich arbeitende Personen. Arbeiten Sie als Angestellter für einen Arbeitgeber, haftet im berufsbedingten Schadensfall in der Regel nur der Arbeitgeber selbst. Innerbetrieblich sind Sie daher grundsätzlich auch ohne Berufshaftplichtversicherung abgesichert. 

Ist es also vollkommen sinnlos, eine Berufshaftpflichtversicherung als Angestellter abzuschließen? Nein, so pauschal lässt sich das nicht sagen. Auch als Angestellter tragen Sie in einigen Fällen ein eigenes Schadensrisiko. Zudem kann Sie eine Berufshaftpflichtversicherung auch vor etwaigen Regressansprüchen des Arbeitgebers schützen. Mehr zu diesen Punkten lesen Sie nun im Folgenden.

Berufshaftpflicht: Angestellte können auch für Schäden haften

Berufshaftpflichtversicherung: Ein leitender Angestellter kann unter Umständen persönlich haften.
Berufshaftpflichtversicherung: Ein leitender Angestellter kann unter Umständen persönlich haften.

Auch wenn Sie als Angestellter im Regelfall über Ihren Arbeitgeber abgesichert sind, können sich in einigen Fällen dennoch Risiken ergeben, die Sie persönlich treffen. Dies ist insbesondere der Fall bei leitenden Angestellten und angestellten Führungskräften, die z.B. die Verantwortung für eine bestimmte Abteilung in der Firma übernehmen. Um diese Schäden abzudecken, exisitieren besondere Vermögensschadenshaftpflichtversicherungen, sogenannte D&O-Versicherungen, die exklusiv für Angestellte in entsprechenden Positionen gedacht sind.

Bei der Directors-and-Officers-Versicherung (D&O) handelt es sich um eine Berufshaftpflichtversicherung für Angestellte, die  von einem Unternehmen für die leitenden Angestellten abgeschlossen wird. Im Gegensatz zu einer “normalen” Berufshaftpflichtversicherung wird das Unternehmen selbst nicht geschützt.

Eine Berufshaftpflichtversicherung kann Angestellte vor Regressansprüchen schützen

Neben den Schäden, für die leitende Angestellte persönlich haften, kann auch ein Risiko für andere Angestellte bestehen. Entsteht dem Unternehmen bzw. Arbeitgeber ein finanzieller Schaden aufgrund von Fehlverhalten der Angestellten, haftet zwar zunächst nur der Arbeitgeber. In einem weiteren Schritt kann dieser aber unter Umständen einen Ausgleichsanspruch gegen den angestellten Arbeitnehmer geltend machen, der den Fehler begangen hat. Eine Berufshaftpflichtversicherung kann für Angestellte dann den Ausgleich dieser Schäden übernehmen bzw. prüfen, ob der Anspruch berechtigt ist.

Quellen und weiterführende Links

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