Berufsrechtsschutz

Berufsrechtsschutz

Berufsrechtsschutz

 

Beim Abschluss der Rechtsschutzversicherung ist es wichtig darauf zu achten, dass es sich hier um ein Angebot für einen freiberuflich Tätigen handelt.

Wer ist eigentlich bei der Berufsrechtsschutz versichert?

Beim Berufsrechtsschutz sind deutliche Einschränkungen erkennbar, was die Leistung und auch die versicherten Personen angeht. So erstreckt sich der Versicherungsschutz auf den Freiberufler selbst und zwar im Rahmen seiner freiberuflichen Tätigkeit. Diese muss im Versicherungsschein genannt sein, andernfalls besteht kein Versicherungsschutz. Dies gilt sowohl im Berufs-Rechtsschutz, als auch im kombinierten Berufs-, Verkehrs- und Privat-Rechtsschutz für freiberuflich Tätige und Selbstständige.

Wichtig: Die Nennung der Tätigkeit im Versicherungsschein bewirkt aber auch, dass eine weitere Tätigkeit nicht abgesichert ist!

Wenn der Freiberufler eine Berufs-Rechtsschutzversicherung abgeschlossen hat, dann ist er also in der Wahrnehmung seiner beruflichen Interessen versichert. Ist er nebenbei selbstständig tätig, gilt der Versicherungsschutz nicht mehr. Ist er nebenbei angestellt tätig, so ist er über seinen Arbeitgeber versichert.

Versichert sind des Weiteren die Personen, die für den Versicherungsnehmer tätig sind. Beschäftigt der freiberuflich tätige Unternehmer also angestellte Mitarbeiter, so sind diese mitversichert. Das gilt auch für freie Mitarbeiter, so lange sie für den Versicherungsnehmer tätig sind. Bei einer kombinierten Rechtsschutzversicherung mit Privat-, Berufs- und Verkehrs-Rechtsschutz ist auch der Ehepartner oder Lebenspartner mit abgesichert. Dies gilt auch für die minderjährigen Kinder.

Hinweis: Auch volljährige Kinder können versichert sein, wenn sie selbst noch nicht über ein eigenes Einkommen verfügen, wobei hier die Erstmaligkeit des Einkommens zählt, und wenn sie nicht in einer Partnerschaft leben.

Was ist beim Berufs-Rechtsschutz versichert?

Im Berufs-Rechtsschutz sind verschiedene Leistungsarten automatisch enthalten.
Das gilt für den Schadenersatz-Rechtsschutz und für den Sozialgerichts-Rechtsschutz, für den Disziplinar- und Standes-Rechtsschutz und für den Straf-Rechtsschutz. Mit eingeschlossen ist zudem der Ordnungswidrigkeiten-Rechtsschutz. Nicht versichert sind demnach alle anderen Leistungsarten, die hier nicht genannt sind. Das bezieht sich zum Beispiel auf den Steuer-Rechtsschutz.

Kombinierte Rechtsschutzversicherung durch weitere Bausteine

Bei einer kombinierten Rechtsschutzversicherung mit Privat-, Berufs- und Verkehrs-Rechtsschutz kommen die Bereiche Privates und Verkehr noch dazu. Der Verkehrs-Rechtsschutz erstreckt sich hier immer auf die Fahrzeuge zu Lande, also z. B. auf einen Rechtsstreit aufgrund einer dienstliche Reise mit dem Auto.mDiese Art der Rechtsschutzversicherung kann noch durch weitere Bausteine durch den Freiberufler ergänzt werden, wodurch sich ein umfassender Schutz ergibt.

Wichtig: Möglich ist auch die Aufnahme des Wohnungs- und Grundstück-Rechtsschutzes im Nachhinein, wenn diese Leistungsart bei Abschluss des Vertrags ausgeschlossen worden war.

Ersetzbarkeit der Berufsrechtsschutzversicherung

Im Grunde kann von einer tatsächlichen Ersetzbarkeit der Berufsrechtsschutzversicherung nicht gesprochen werden. Da aber gerade Existenzgründer und Kleinunternehmer häufig sparen wollen oder müssen, kann eine andere Form des Versicherungsschutzes gewählt werden, die allerdings weniger umfangreich ist. Wer über eine Berufshaftpflichtversicherung verfügt, kann durch diese auf den so genannten passiven Rechtsschutz bauen. Das heißt, dass die Haftpflichtversicherung die Prüfung eventueller Ansprüche übernimmt und diese abwehrt, wenn sie nicht gerechtfertigt sind.

Diese Versicherung ist jedoch kein Ersatz!

Bei gerechtfertigten Ansprüchen kommen die Kosten für Anwalt und Gericht auf den Versicherten zu.

Notwendigkeit der Berufsrechtsschutzversicherung

Die Berufsrechtsschutzversicherung ist keine Pflichtversicherung für Unternehmen. Doch in einigen Berufen ist sie tatsächlich nötig, und zwar immer dann, wenn mit hohen Forderungen zu rechnen ist. Wenn zum Beispiel eine beratende Tätigkeit ausgeübt wird, bei der Forderungen durch sich falsch beraten fühlende Kunden auf das Unternehmen zukommen können, ist der Abschluss dieser Versicherung sinnvoll.

Rechtsstreitigkeiten können mit hohen Kosten zu Buche schlagen, daher ist es sinnvoll, eine solche Versicherung abzuschließen. Zuerst einmal reicht sicherlich eine Grundversicherung, die einzelnen Produkte, wie Verkehrsrechtsschutz, Steuerrechtsschutz oder Privat-Rechtsschutz, können später zugebucht werden

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