Honorar richtig kalkulieren

Honorar richtig kalkulieren

Honorar richtig kalkulieren

Wer sein Honorar das erste Mal kalkuliert, ist häufig entsetzt über den Preis, der sich so ergibt.

Sicher erscheint er erst einmal sehr hoch, doch der Freiberufler muss bedenken, welche Kosten auf ihn zukommen.

Er muss über sein Honorar alles finanzieren, was bei einem Angestellten zumindest zum Teil auch vom Arbeitgeber getragen wird. Man denke dabei zum Beispiel an die Beiträge zur Krankenversicherung oder zur Berufsunfähigkeitsversicherung.

Um das angemessene Honorar zu kalkulieren, muss der Existenzgründer zuerst die privaten und betrieblichen Kosten aufschlüsseln.

Erst, wenn er deren Summe kennt, weiß er, wie viel er mindestens einnehmen muss. Bedacht werden muss auch die Steuer, denn schließlich soll der Gewinn des Freiberuflers nicht auf ewig so gering bleiben, dass gar keine Steuer darauf anfällt.
Erst, wenn alle Kosten bekannt sind, ist es möglich, die Einnahmen so zu kalkulieren, dass am Ende eine Summe erscheint, die mindestens eingenommen werden muss.

Um die Einnahmen realistisch einschätzen zu können – was verständlicherweise für einen Existenzgründer durchaus schwierig sein dürfte – sollte eine umfassende Marktanalyse getätigt werden. So zeigt sich, ob der Bedarf nach der angebotenen Leistung überhaupt vorhanden ist und wenn ja, in welchem Maße.

Vor allem die Anfangszeit muss vorsichtig kalkuliert werden, immerhin muss sich der Freiberufler den Kundenstamm erst einmal aufbauen.

Bei der Kalkulation sollten gemischte Preise bedacht werden. Für verschiedene Leistungen können unterschiedliche Preise angeboten werden, auch einige Kunden können einen anderen Preis bekommen, als andere.

Bei der Kalkulation des Honorars sollte auch bedacht werden, ob Berufserfahrung vorhanden ist oder nicht. Wer diese mitbringt und so in die Freiberuflichkeit startet, kann ein höheres Honorar verlangen, als jemand, der völlig ohne Vorkenntnisse startet – was ohnehin nicht zu empfehlen ist.

Das eigene Honorar sollte auch nicht öffentlich gemacht werden, zum Beispiel als Angebotsliste auf der eigenen Homepage.

Dann sehen die Kunden dies meist als festen Preis, der aus ihrer Sicht vielleicht nach unten, aber nicht mehr nach oben korrigiert werden kann.
Der Freiberufler verschließt sich somit der Chance, einen individuellen Preis zu erzielen.

Wer als freier Mitarbeiter eingestellt wird, sollte darauf achten, dass er immer mehrere Auftraggeber hat. Denn wenn dieser eine Kunde plötzlich wegbricht, ist es kaum möglich, den Lebensstandard zu halten.
Als Faustregel wird angegeben, dass ein Kunde nie mehr als 40 Prozent des Auftragsvolumens inne haben sollte.

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