Als Rentner nebenberuflich selbstständig werden

Das ist der Inhalt dieser Seite:
. Chancen für Rentner im Nebenerwerb
. Können Rentner als Kleinunternehmer arbeiten?
. Wie findet ein Rentner im Nebenjob seine Kunden?
. Rund um die Finanzen
. Was ist mit den Versicherungen für den selbstständig tätigen Rentner?
. Das Geschäftskonto und der Kredit für den Rentnernebenjob
. Voraussetzungen für die freiberufliche Tätigkeit als Rentner

Nicht nur, dass die gesetzlichen Rentenzahlungen im Alter nicht ausreichen, auch das Wissen derjenigen, die jahrelang beruflich tätig waren, geht mit dem Einstieg in die Rente verloren.

Der erzwungene Übergang vom Arbeits- in das Rentnerleben eignet sich zudem psychisch nicht für jeden.

Viele Rentner oder Pensionäre wollen sich nicht zwangsweise nur noch mit ihren Hobbys beschäftigen müssen.

Sie streben daher danach, einer beruflichen Tätigkeit nachzugehen. Und wie ginge das besser, als selbstständig oder freiberuflich?

Chancen für Rentner im Nebenerwerb


rentner-nebenberuflichDurch eine freiberufliche Tätigkeit haben Rentner die Chance, ihr monatliches Einkommen aufzubessern.

Sie sind nicht auf diesen Verdienst angewiesen und es macht Ihnen nichts aus, dass der Gewinn pro Monat schwankt?

Prima, das sind die besten Voraussetzungen für die freiberufliche Tätigkeit.

Beruflich aktive ältere Menschen bessern sich aber nicht nur ihr Einkommen auf.

Sie „bleiben am Ball“, wissen immer noch, worum es im wirtschaftlichen Leben und speziell in ihrem ausgeübten Beruf geht.

Dies nützt nicht zuletzt dem eigenen Geist, der damit stetig gefordert und gefördert wird.

Freiberuflich oder selbstständig tätige Rentner bleiben somit auch geistig länger fit.

Sie sind nachweislich zufriedener, weil sie das Gefühl haben, immer noch etwas bewirken zu können.

Sie sind nicht aufs Altenteil geschoben, sondern leben aktiv in der Gesellschaft.

Sie sind produktiv und tragen zu einem Geschäftsergebnis bei.

Viele Menschen, die zwangsweise ihre Rente antreten, laufen wie das sprichwörtliche Falschgeld herum.
Sie wissen gar nichts mit sich anzufangen und können sich nicht damit anfreunden, in Zukunft nur noch mit ihren Hobbys zu leben.

Nicht wenige Leute brauchen die berufliche Tätigkeit, um sich nützlich und vollwertig zu fühlen.

Wenn das alles der Fall ist, warum dann nicht als Rentner nebenberuflich arbeiten?

Wichtig ist nur, vor Beginn der Tätigkeit alle Fragen abzuklären.

Diese betreffen zum Beispiel den finanziellen Aspekt.

  • Wie steht es um die Steuern?
  • Wie um die Krankenversicherung?
  • Wo muss ich mich anmelden?
  • Wie finde ich Kunden und Geschäftskontakte?

Meist dürften diese Punkte jedoch kein Neuland sein, weil Kontakte mit in das Rentnerleben genommen werden.

Natürlich steht das bisher erworbene berufliche Wissen zur Verfügung und kann eingesetzt werden, um selbst erfolgreich tätig zu sein, selbst wenn die 65 überschritten wurden.

Können Rentner als Kleinunternehmer arbeiten?


Wer als Rentner als Kleinunternehmer tätig sein möchte, muss mit seinem jährlichen Verdienst unter einer Grenze von 17.500 Euro brutto bleiben.

Diese Summe gilt auch im Jahr der Gründung.

Für das folgende Jahr darf ein Überschreiten von 50.000 Euro nicht infrage kommen.

Wer die genannten Summen überschreitet, gilt automatisch nicht mehr als Kleinunternehmer und ist zur Abführung von Umsatzsteuer und der Anmeldung der Vorsteuer beim Finanzamt verpflichtet.

Ein bürokratischer Aufwand, den viele Rentner und Freiberufler nur ungern betreiben.

Es gilt also, sich vorher Gedanken darüber zu machen, ob die Einkommensgrenze überschritten werden könnte oder nicht.

Wichtig ist, dass auf den Rechnungen der Hinweis auf die Kleinunternehmerregelung zu finden ist.
Siehe hierzu auch unseren Beitrag:
Die Kleinunternehmer-Rechnung

Wird die Umsatzsteuer auf der Rechnung ausgewiesen, muss sie auch an das Finanzamt abgeführt werden – unerheblich, ob sie tatsächlich eingenommen wurde.

Wichtig für die Entscheidung ist aber auch, ob Betriebsausgaben in großem Umfang vorliegen oder nicht. Fallen hohe Investitionen an, die mit der Mehrwertsteuer belastet sind, so empfiehlt sich die Teilnahme am Umsatzsteuerverfahren.

Dann kann die gezahlte Mehrwertsteuer in Form der Vorsteuer verrechnet werden. Bei nur geringen Investitionskosten und niedrigen regelmäßigen Betriebsausgaben lohnt sich der Aufwand kaum.

Beachten sollten Sie dabei auch, ob Ihre Kunden die gezahlte Mehrwertsteuer erstattet bekommen. Ist das nicht der Fall, können Sie durchaus als Kleinunternehmer tätig werden.

Nachteil:
Wenn Mehrwertsteuer zu zahlen ist, weil eine Ausgabe unumgänglich ist, kaufen Sie teurer als die Kollegen, die keine Kleinunternehmer sind.

Rechnen Sie im Umkehrschluss also mit hohen Ausgaben, sollten Sie die Kleinunternehmerregelung nicht wählen.
Allerdings sind Sie dann für fünf Jahre an Ihre Entscheidung gebunden, erst danach können Sie die Option der Kleinunternehmerregelung wieder wählen.

Noch einmal im Überblick: 

Bruttoeinnahmen im Jahr der Gründung Nicht mehr als 17.500 Euro

 

Bruttoeinnahmen im folgenden Jahr Nicht mehr als 50.000 Euro

 

Rechnungslegung Hinweis auf § 19 UStG

Keine Ausweisung der Mehrwertsteuer

Vorteile

 

Vereinfachte Buchführung

Keine Umsatzsteuererklärung

Vereinfachte Rechnungslegung

Nachteile

 

Keine Verrechnung der Umsatzsteuer möglich

Viele Kunden wünschen die Ausweisung der Mehrwertsteuer, weil sie diese selbst abführen können.

Als Freiberufler sind Sie übrigens von der Gewerbesteuer befreit und müssen sich lediglich beim Finanzamt anmelden.

Dieses teilt Ihnen Ihre Steuernummer mit und nimmt eine Veranlagung zur Steuervorauszahlung vor, soweit dies bei den gemeldeten voraussichtlichen Einnahmen nötig wird.

Als Freiberufler stuft Sie das Finanzamt ein, je nachdem, welchen Beruf Sie angegeben haben.

Gehören Sie einem Katalogberuf an, wird es hier keine Probleme geben.

Bei katalogähnlichen Berufen kann es schwieriger werden, in der Regel lässt sich das Finanzamt aber von der Zugehörigkeit als Freiberufler überzeugen.

Wie findet ein Rentner im Nebenjob seine Kunden?

Die Kundenfindung unterscheidet sich bei einem älteren Freiberufler nicht von der, die für einen jüngeren selbstständig Tätigen anfällt.

Auch ein Pensionär, der noch einen Gewinn erwirtschaften will, muss sich um seine Zielgruppe bemühen.

Das heißt, dass Marketingaktionen in überschaubarem Maße nötig werden.

Eine eigene Website kann durchaus hilfreich sein und ist sogar zu empfehlen.

Vor allem bei einer Tätigkeit im kreativen Bereich und für die Medien können Sie hier im Netz Referenzen und Arbeitsproben einstellen.

Außerdem wirkt dieser Auftritt immer seriöser, als wenn Sie nur in Tageszeitungen für sich werben. Apropos, auch das ist natürlich eine Möglichkeit.

Ihre Leistung ist breit gefächert und richtet sich an ein großes Publikum?
Dann ist das Inserieren in der örtlichen oder regionalen Tageszeitung sinnvoll.

Sie bieten eher spezielle Leistungen an?
Dann nutzen Sie Fachzeitschriften für Ihre Anzeigen.

Stellen Sie Ihre Visitenkarte ins Netz, denn eine solche ist immer noch besser als gar kein Auftritt im World Wide Web. Tragen Sie sich in den Branchenverzeichnissen im Netz ein.
Diese sind zwar in der Regel kostenpflichtig, doch für Suchende oft die ersten Anlaufstellen.

Mit dem heute so notwendigen Suchmaschinenmarketing müssen Sie sich nicht auskennen.

Wenn Sie möchten, dass Ihre Seite immer ganz oben in den Suchergebnislisten erscheint, sollten Sie eine Werbe- oder SEO-Agentur beauftragen.
Diese übernimmt dann auch gleich die regelmäßige Pflege der Seiten.

Machen Sie sich Gedanken darüber, welche Zielgruppe Sie erreichen wollen.

Wenn diese feststeht, sollten Sie die optimalen Erreichbarkeiten festlegen.

  • Kommen Sie per Flyer und Werbebrief besser an die Zielgruppe heran?
  • Oder ist diese eher über E-Mail-Aktionen und Onlinemarketing zu erreichen?
  • Sollten Sie die Entscheider auf Messen und Ausstellungen persönlich treffen?
  • Oder reichen Sie „blind“ eine Mappe mit eigenen Arbeiten bei einer Agentur ein?

Sie wissen selbst am besten, was für Sie spricht – bringen Sie das dann nur noch in eine Form, die auch von der Zielgruppe gehört wird.

Finden Sie Unternehmen, die Sie als älteren Freiberufler beauftragen würden.

Vielleicht kennen Sie aus Ihrer früheren Tätigkeit noch solche Firmen, dann müssen Sie sie nicht von sich überzeugen.

Andernfalls bieten Sie an, kleinere Aufträge als Probe zu übernehmen. Zeigen Sie, was Sie können und dass auf Sie Verlass ist.

Rund um die Finanzen

rentner-selbststaendingDas Thema Finanzen war es, das Sie als Rentner oder zukünftiger Rentner dazu bewogen hat, über eine zusätzliche Einnahmequelle nachzudenken?

Dann sollten Sie auch gesetzliche Einnahmegrenzen kennen und wissen, wie sie mit Versicherungen und Co. verfahren müssen.

Wichtig zu wissen
:
Auf die Besteuerung hat der gesetzliche Beginn der Rente keinen Einfluss.

Allerdings wird in vielen Fällen ein Altersentlastungsbetrag gewährt.

Damit kann sich die Steuerlast mindern.

Versteuern müssen Sie auch als Rentner und Pensionär sämtliche Einkünfte, egal, ob diese aus der Land- und Forstwirtschaft stammen, aus einer freiberuflichen Tätigkeit oder aus Vermietung und Verpachtung von Immobilien.

Eine Reihe von Tätigkeiten ist allerdings von der Versteuerung befreit.

Verdienen Sie nebenberuflich als Übungsleiter, Erzieher, Betreuer oder Ausbilder bis zu 2.100 Euro im Jahr hinzu, so brauchen Sie diese nicht versteuern.
Bis zu einem Betrag von 500 Euro im Jahr sind zudem Einnahmen, die bei der Tätigkeit im Auftrag einer juristischen Person erzielt werden, steuerfrei.

Langjährig Versicherte können ab dem Erreichen des 63. Lebensjahrs in Rente gehen. Wer noch früher aus dem Erwerbsleben ausscheidet, muss mit einem Abschlag von 0,3 Prozent für jeden Monat, der bis zum gesetzlichen Rentenalter noch fehlt, rechnen. Diese Abschläge bleiben bestehen und ändern sich auch nicht, wenn das übliche Renteneinstiegsalter erreicht wurde.

Die Altersrente wird in voller Höhe nur dann gezahlt, wenn ein maximaler Zuverdienst von 450 Euro pro Monat eingehalten wird. Die Rente fällt bei Überschreiten dieser Grenze allerdings nicht weg. Sie wird umgewandelt und nennt sich dann Teilrente wegen Alters.

Der Hinzuverdienst kann dann höher sein.
Die Teilrente wird in Höhe von 1/3, 2/3 oder ½ der üblichen Altersrente gezahlt. Hinzuverdient werden kann dann bis zur Hälfte des regelmäßigen Durchschnittsentgelts der letzten drei Arbeitsjahre.

Als Arbeitsentgelt gilt nicht, wenn Sie sich um die Pflege von Angehörigen kümmern.

Das Pflegegeld wird nicht angerechnet und bleibt von der Steuer unberücksichtigt.
Hinterbliebenenrenten für Witwen und Witwer werden jedoch auf das Einkommen angerechnet.

Wichtig:
Altersrentner, die schon die sogenannte Regelaltersgrenze erreicht haben, können unbegrenzt hinzuverdienen, ohne ihren Rentenanspruch zu gefährden.

Was ist mit den Versicherungen für den
selbstständig tätigen Rentner?

Sie sind zu Abgaben an die gesetzliche Pflege- und Krankenversicherung verpflichtet, wenn Sie Einnahmen aus selbstständiger Tätigkeit erzielen.

rentner-finanzenAls Freiberufler, der wiederum als Künstler oder Publizist tätig ist, können Sie von den Vergünstigungen, die Ihnen die Künstlersozialkasse bietet, profitieren.

Dies muss allerdings nicht zwingend der Fall sein. Wenn Sie nicht angestellt tätig sind, müssen Sie den Beitrag zur Kranken- und Pflegeversicherung selbst tragen.
Der allgemeine Beitragssatz liegt derzeit bei 15,5 Prozent, ermäßigt sind es 14,9 Prozent.
Bei einer freiwilligen Versicherung in einer gesetzlichen Krankenkasse ist die Höhe des Einkommens maßgeblich für die Höhe des Beitrags.
Natürlich können Sie sich auch privat krankenversichern lassen.

In der Renten- und Arbeitslosenversicherung sind Sie als Rentner oder Pensionär beitragsfrei gestellt.

Nun gibt es allerdings noch eine Vielzahl an weiteren Versicherungen, die für Sie relevant sein können.

Eine berufliche Haftpflichtversicherung zum Beispiel ist immer dann ratsam, wenn aus Ihrer Tätigkeit ein Schaden für andere entstehen kann.

Arbeiten Sie als Texter oder Werbetexter und verletzen das Urheberrecht, kann das teuer werden.

Auch für einen freien Lektor, Grafiker, Journalisten und Übersetzer findet sich so mancher Fallstrick in der Tätigkeit als Freiberufler.

Eine Berufsrechtsschutzversicherung ist nicht zwingend nötig, sie dient eher der umfassenden Vorsorge.

Wichtiger ist hier tatsächlich die Berufshaftpflichtversicherung. Sie besitzen ein Immobilie, die Sie als Büro nutzen?

Auch hier kann eine Versicherung sinnvoll sein. Verschiedene Versicherungen sind wichtig, wie etwa die Inventarversicherung oder die Softwareversicherung, wobei Letztere nur für die Freiberufler sinnvoll ist, die mit teurer Software arbeiten.

Noch wichtiger ist die persönliche Vorsorge – private und gesetzliche Unfallversicherung, Lebensversicherung usw.
Entscheiden Sie hier, was Ihnen wichtig ist und auf welche Leistungen Sie Wert legen.

Entscheidend ist dabei sicherlich auch, ob noch Familienmitglieder abgesichert werden sollen.
Denn ansonsten ist gerade die Lebensversicherung für Rentner so teuer, dass Sie das Geld auch auf ein Tagesgeldkonto bringen und dort verzinsen lassen können.
Dies bringt letzten Endes sogar mehr.

Das Geschäftskonto und der Kredit für den Rentnernebenjob

Heute gibt es verschiedene Banken, die auch einem Rentner aufgrund seiner freiberuflichen Tätigkeit einen Kredit gewähren.

Das heißt, dass Sie durchaus auch als Rentner ein Darlehen aufnehmen können.

Wichtig ist allerdings, dass die Rückzahlraten durch Ihren monatlichen Renteneingang gedeckt werden.

Auf Ihren Gewinn können Sie sich schließlich nicht verlassen.

Zu bedenken ist auch, dass Sie als Rentner deutlich weniger Zeit für die Rückzahlung eines Kredits haben.
Doch häufig ist Startkapital für eine Existenzgründung im Alter nötig und muss beschafft werden.

Bloß wie?
Ein Gespräch mit der Bank ist unausweichlich.
Legen Sie eine Übersicht an, in der Sie dargestellt haben, wie Sie die Rückzahlung planen. Stellen Sie den Rückzahlungsverlauf über die gesamte Laufzeit des Darlehens dar.

Das gilt auch, wenn Sie öffentliche Förderdarlehen einplanen. Letztere haben übrigens den Vorteil, dass sie meist in kürzerer Zeit als vorgesehen zurückgezahlt werden können. Bekommen Sie also zum Beispiel Geld aus einer Lebensversicherung ausgezahlt, weil Sie das 65. Lebensjahr erreicht haben, waren aber davor schon freiberuflich und unter Nutzung eines Kredits tätig, so können Sie das geliehene Geld mit einer Einmalzahlung zurückzahlen.

Gerade die KfW bietet verschiedene Förderdarlehen, die auch für ältere Freiberufler infrage kommen. Allerdings kann es sein, dass sich tilgungsfreie Zeiten deutlich reduzieren.

Ein eigenes Geschäftskonto muss nicht zwingend eingerichtet werden.
Natürlich ist es in Anbetracht eines besseren Überblicks sinnvoll, ein solches Konto als Freiberufler zu führen.
Doch es ist nicht zwingend nötig, da sich die Gewinne eines „Rentner-Freiberuflers“ meist in Grenzen halten.

Sollten Sie ein separates Geschäftskonto einrichten, denken Sie unbedingt daran, dass hier keine Kontoführungsgebühren anfallen.

Voraussetzungen für die freiberufliche Tätigkeit als Rentner

Die Voraussetzung für eine erfolgreiche freiberufliche Tätigkeit ist vor allem der unbedingte Wille zum Erfolg – das unterscheidet sich aber nicht von einem anderen Gründer.

Doch verschiedene Punkte sollten bedacht werden:

  • 1. Die eigene Gesundheit
  • 2. Sind Sie auf die Einnahmen angewiesen?
  • 3. Vorkenntnisse
  • 4. Räumlichkeiten
  • 5. Finanzen
  • 6. Zielgruppenfindung

Zu 1.:
rentner-freiberuflichSie müssen selbst einschätzen können, ob Sie den stressigen Gegebenheiten des freiberuflichen Alltags noch gewachsen sind.
Fahren Sie selbst noch mit dem Auto?
Fühlen Sie sich fit genug für Dienstreisen?
Können Sie auch am Wochenende oder an Feiertagen auf Freizeit verzichten, weil eine Deadline näher rückt?

All diese Punkte sollten Sie bedenken.
Nun ist es sicherlich so, dass kaum jemand ab dem Tag des Eintritts in das Rentenalter gesundheitlich nicht mehr in der Lage ist, zu arbeiten.
Doch wer sich bereits durch das Berufsleben „geschleppt“ hat, sollte auf einen zu stressigen Rentneralltag verzic hten.

Zu 2.:
Sie sollten abwägen, ob Sie pro Monat einen gewissen Gewinn erwirtschaften müssen oder nicht.
Brauchen Sie das Geld zum Leben oder arbeiten Sie just for fun?
Danach richtet sich auch, wie intensiv Sie Marketing und Akquise betreiben müssen.

Sind Sie nicht auf das Geld angewiesen, können Sie in aller Ruhe Aufträge auswählen, die zu Ihnen und Ihrem Können passen.
Brauchen Sie jedoch den Gewinn, bedeutet das oft Mehrarbeit und die Übernahme von Aufträgen, die Ihnen weniger gefallen.

Zu 3.:
Sie sollten ausreichende Vorkenntnisse in dem jeweiligen Tätigkeitsgebiet mitbringen.
Idealerweise sind Sie ein Experte und haben eine mehrjährige Berufstätigkeit in dem Bereich vorzuweisen.

Das hat den Vorteil, dass Sie in der Regel auch Kontakte nutzen können, die sich bisher aus Ihrer Tätigkeit ergeben haben. Sie finden damit leichter neue Kunden.

Zu 4.:
Nutzen Sie die vorhandenen Räumlichkeiten oder richten Sie sich ein neues Büro ein? Dieses sollte sich nicht unbedingt unter dem Dachboden befinden, wenn Sie planen, die Tätigkeit für längere Zeit auszuüben.

Der Grund: Irgendwann wird Ihnen das Treppensteigen schwerfallen und Sie wünschen sich vielleicht ein gut erreichbares Büro. Nutzen Sie unbedingt einen abgeschlossenen Raum, damit Sie ungestört arbeiten können.

Zu 5.:
Planen Sie die Finanzen sorgfältig. Reicht Ihr vorhandenes Startkapital aus? Brauchen Sie einen Kredit? Müssen Sie sich um Fördergelder kümmern?

Denken Sie auch an notwendige Versicherungen für die Büroausstattung oder Ihre eigene Person.
Melden Sie sich rechtzeitig bei der Kranken- und Pflegeversicherung an.
Rechnen Sie sich mit einem Steuerberater durch, ob sich das Arbeiten überhaupt über der Hinzuverdienstgrenze lohnt.

Zu 6.:
Definieren Sie Ihre Zielgruppe und richten Sie die Marketingaktionen auf diese aus.
Finden Sie Unternehmen, die Sie beauftragen und weiterempfehlen. Testen Sie neue Kunden mit Probeaufträgen. Sammeln Sie Referenzen, die Sie auf Nachfragen verschicken können.

Eventuell kann es sinnvoll sein, eine Gründung im Team vorzunehmen.
Das vergrößert die potenzielle Zielgruppe enorm.
Außerdem können Sie in Kooperation ein breiteres Leistungsspektrum anbieten, was Ihnen wiederum Aufträge und damit Einnahmen sichert.

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