Rentner nebenberuflich selbstständig

Voraussetzungen für die freiberufliche Tätigkeit als Rentner

Die Voraussetzung für eine erfolgreiche freiberufliche Tätigkeit ist vor allem der unbedingte Wille zum Erfolg – das unterscheidet sich aber nicht von einem anderen Gründer.

Doch verschiedene Punkte sollten bedacht werden:

  • 1. Die eigene Gesundheit
  • 2. Sind Sie auf die Einnahmen angewiesen?
  • 3. Vorkenntnisse
  • 4. Räumlichkeiten
  • 5. Finanzen
  • 6. Zielgruppenfindung
Rentner nebenberuflich selbstständig

Rentner nebenberuflich selbstständig

Zu 1.:
Sie müssen selbst einschätzen können, ob Sie den stressigen Gegebenheiten des freiberuflichen Alltags noch gewachsen sind.

Fahren Sie selbst noch mit dem Auto?
Fühlen Sie sich fit genug für Dienstreisen?
Können Sie auch am Wochenende oder an Feiertagen auf Freizeit verzichten, weil eine Deadline näher rückt?

All diese Punkte sollten Sie bedenken.
Nun ist es sicherlich so, dass kaum jemand ab dem Tag des Eintritts in das Rentenalter gesundheitlich nicht mehr in der Lage ist, zu arbeiten. Doch wer sich bereits durch das Berufsleben „geschleppt“ hat, sollte auf einen zu stressigen Rentneralltag verzichten.

Zu 2.:
Sie sollten abwägen, ob Sie pro Monat einen gewissen Gewinn erwirtschaften müssen oder nicht.
Brauchen Sie das Geld zum Leben oder arbeiten Sie just for fun?
Danach richtet sich auch, wie intensiv Sie Marketing und Akquise betreiben müssen.

Sind Sie nicht auf das Geld angewiesen, können Sie in aller Ruhe Aufträge auswählen, die zu Ihnen und Ihrem Können passen. Brauchen Sie jedoch den Gewinn, bedeutet das oft Mehrarbeit und die Übernahme von Aufträgen, die Ihnen weniger gefallen.

Zu 3.:
Sie sollten ausreichende Vorkenntnisse in dem jeweiligen Tätigkeitsgebiet mitbringen.
Idealerweise sind Sie ein Experte und haben eine mehrjährige Berufstätigkeit in dem Bereich vorzuweisen.

Das hat den Vorteil, dass Sie in der Regel auch Kontakte nutzen können, die sich bisher aus Ihrer Tätigkeit ergeben haben. Sie finden damit leichter neue Kunden.

Zu 4.:
Nutzen Sie die vorhandenen Räumlichkeiten oder richten Sie sich ein neues Büro ein? Dieses sollte sich nicht unbedingt unter dem Dachboden befinden, wenn Sie planen, die Tätigkeit für längere Zeit auszuüben.

Der Grund: Irgendwann wird Ihnen das Treppensteigen schwerfallen und Sie wünschen sich vielleicht ein gut erreichbares Büro. Nutzen Sie unbedingt einen abgeschlossenen Raum, damit Sie ungestört arbeiten können.

Zu 5.:
Planen Sie die Finanzen sorgfältig. Reicht Ihr vorhandenes Startkapital aus? Brauchen Sie einen Kredit? Müssen Sie sich um Fördergelder kümmern?

Denken Sie auch an notwendige Versicherungen für die Büroausstattung oder Ihre eigene Person.
Melden Sie sich rechtzeitig bei der Kranken- und Pflegeversicherung an.

Tipp: Rechnen Sie mit einem Steuerberater durch, ob sich das Arbeiten überhaupt über der Hinzuverdienstgrenze lohnt.

Zu 6.:
Definieren Sie Ihre Zielgruppe und richten Sie die Marketingaktionen auf diese aus. Finden Sie Unternehmen, die Sie beauftragen und weiterempfehlen. Testen Sie neue Kunden mit Probeaufträgen. Sammeln Sie Referenzen, die Sie auf Nachfragen verschicken können.

Eventuell kann es sinnvoll sein, eine Gründung im Team vorzunehmen. Das vergrößert die potenzielle Zielgruppe enorm. Außerdem können Sie in Kooperation ein breiteres Leistungsspektrum anbieten, was Ihnen wiederum Aufträge und damit Einnahmen sichert.

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