Einnahmenschätzung der freiberuflichen Tätigkeit

Einnahmenschätzung der freiberuflichen Tätigkeit

Einnahmenschätzung der freiberuflichen Tätigkeit

Die Einnahmenschätzung für die freiberufliche Tätigkeit dient dazu, die beruflichen Einnahmen vorsichtig zu berechnen.

Vorsichtig, weil niemand genau sagen kann, wie sich die Honorare entwickeln werden.

Wichtige Anhaltspunkte für die Schätzung der Einnahmen sind die üblichen Honorare der jeweiligen Branche.

Diese herauszufinden ist nicht unbedingt leicht, aber die Berufsverbände oder auch verschiedene Netzwerke geben dazu Auskunft.

Einnahmeschätzung für Existenzgründer

Für die Einnahmenschätzung wird des Weiteren der so genannte Einsteigerfaktor berechnet.
Dieser besagt, dass ein Anfänger im Beruf erst einmal nur mit rund der Hälfte der Einnahmen rechnen kann, die ein erfahrener Unternehmer bekommen würde.

Der Grund dafür ist klar:

Ein Anfänger muss sich die entsprechenden Kontakte nach der Existenzgründung erst aufbauen, er muss als Freiberufler Kunden gewinnen und kann ohnehin kein so hohes Honorar verlangen, wie jemand, der eine jahrelange Erfahrung vorzuweisen hat.

Besser ist es immer, die Einnahmenschätzung eher pessimistisch anzugehen, als zu optimistisch.
Dann gibt es auch kaum böse Überraschungen.

Wichtige Fragen für die Einnahmenschätzung sind:

  • Zu den Ganztagessätzen: Wie viele können pro Jahr berechnet werden?
  • Zu den Halbtagssätzen: Wie viele können pro Jahr veranschlagt werden?
  • Zu den Stundensätzen: Wie viele kommen davon in Frage?
  • Wie hoch könnte ein pauschaler Preis sein?
  • Wie oft kann ein Pauschalpreis vereinbart werden?
  • Geht es um die Bezahlung von Zeilen (bei Übersetzern, Redakteuren oder Journalisten): Wie viele Zeilen können bezahlt werden?
  • Wie hoch wird ein Seitenhonorar veranschlagt?Aus all diesen Fragen, beziehungsweise natürlich den Antworten darauf, ergibt sich eine Summe, die zusammengerechnet werden muss.Als Beispiel sei einmal eine Summe von 25.000 Euro angenommen.
    Von diesen Einnahmen müssen nun die Ausgaben abgezogen werden.Das bezieht sich aber nur auf die Ausgaben, die betrieblich notwendig sind, die Krankenkasse oder andere an die Person des Freiberuflers gebundene Versicherungen werden nicht berücksichtigt.
    Nun könnten noch 18.000 Euro übrig bleiben. Für die Versteuerung dieser Summe gilt, dass dann noch die privaten Kosten abgezogen werden, wie die eben erwähnte private Krankenversicherung oder eine Haftpflichtversicherung.

    Die Einnahmenschätzung kann also herangezogen werden, wenn es darum geht, einen Überblick über die eigene finanzielle Situation für das kommende Jahr zu bekommen.

    Darüber hinaus muss eine Schätzung der Einnahmen auch vorgenommen werden, wenn es um die mögliche Besteuerung geht (bei der Anmeldung der freiberuflichen Tätigkeit gegenüber dem Finanzamt) und um Beiträge zu Versicherungen des Freiberuflers.

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