Freiberuflicher Texter als Beruf

Freiberuflicher Texter

Freiberuflicher Texter

 

Freie Texter sind hauptsächlich für Medienunternehmen und Verlage tätig. Als Autoren verfassen sie Buchbeiträge oder ganze Bücher, sind als Ghostwriter tätig oder arbeiten in Online-Agenturen. Gerade die freien Texter blicken auf ein umfangreiches Tätigkeitsfeld. Sie sind heute vor allem für die Erstellung von Internetbeiträgen zuständig, verfassen Ratgeberseiten und Reisebeschreibungen, um nur einige Beispiele zu nennen. Auch von Privatpersonen werden Texter beauftragt, die sich mit dem Verfassen von verschiedenen textlichen Beiträgen beschäftigen.

Zugang zum Beruf des Texters

Der Beruf des Texters ist nicht einheitlich geregelt. Wer über das nötige schreiberische Talent verfügt, kann durchaus auch als Quereinsteiger Erfolg haben. In der Realität ist die Berufsausübung jedoch nicht immer ganz einfach, denn die Konkurrenz ist groß. Häufig sind freiberufliche Werbetexter als Texter und Autoren tätig, sie blicken meist auf eine Ausbildung im Medienbereich, wie ein Studium der Journalistik oder der Kommunikationswissenschaften.

Wichtige berufliche Fähigkeiten

Ein ausgesprochenes Sprachgefühl ist für den freien Texter ebenso wichtig wie die Fähigkeit, sich textlich gesehen ganz nach den Vorgaben des Auftraggebers richten zu können.

Hinweis: Persönliche Vorstellungen und Ansprüche an einen Text müssen zugunsten des Auftraggebers und seiner Wünsche zurückgestellt werden.

Außerdem muss der Texter in der Lage sein, zielgruppenorientiert zu schreiben. Hinzu kommt ein gewisses Maß an Kreativität, wenn zum Beispiel Texte zu ähnlichen Themen für verschiedene Kunden verfasst werden müssen. Texter, die sich mit wissenschaftlichen Themen auseinandersetzen, müssen diese für ein Fachpublikum ebenso richtig darstellen können, wie sie verständlich für Laien formulieren müssen. Wer sich auf das Texten von Internetseiten gibt, muss sich mit den speziellen SEO-Vorgaben vertraut machen, denn diese gewinnen zunehmend an Bedeutung.

Honorare

Honorare

Honorare

Der Texter steht vor dem Problem der allzu großen Konkurrenz. Auf der einen Seite ist die eigene Qualifikation, die ein bestimmtes Honorar rechtfertigt, auf der anderen Seite sind die vielen Mitbewerber ohne spezifische Fachkenntnisse zu nennen, die die gleiche Arbeit für deutlich weniger Geld anbieten. Generell muss der freie Texter bzw. Texterin das Honorar daher gut durchkalkuliert sein und eine gute Mischung aus tatsächlich monatlich benötigtem Geld, dem gewünschten Gewinn und der Anpassung an eine ähnlich qualifizierte Konkurrenz darstellen.

In der Regel wird von einem freien Texter ein Stundensatz festgelegt, der zwischen 50 und 120 Euro schwankt. Sind die Auftragsanforderungen sehr hoch, kann das Honorar deutlich nach oben differieren. Fachartikel werden zum Beispiel pro Normseite mit bis zu 400 Euro angegeben, obgleich diese von einem Quereinsteiger erstellt werden können – wenn er den entsprechenden fachlichen Hintergrund mitbringt und damit einen Wettbewerbsvorteil besitzt.

Die Honorare werden oft zuzüglich des nötigen Rechercheaufwands berechnet, bei dem derzeit von einem Stundensatz von ca. 70 Euro auszugehen ist.

Kooperationen

Viele freie Texter gehen Bürogemeinschaften mit anderen Freiberuflern ein. So werden Kosten geteilt und der Gewinn für jeden einzelnen erhöht. Sinnvoll ist es, eine GbR oder Partnerschaftsgesellschaft mit anderen Freiberuflern einzugehen, mit denen sich in Zusammenarbeit komplexere Aufträge besser erledigen lassen. So werden gemeinsam mit Grafikdesignern, Illustratoren oder Fotografen umfangreiche Text-Bild-Produktionen zur Bearbeitung möglich. Häufig sind freie Texter im Nebenerwerb als Freiberufler tätig, da sich durch das Texten allein der Lebensunterhalt oft nicht finanzieren lässt.

Auftraggeber finden

Das Marketing ist für einen Freiberufler von immenser Bedeutung. Das heißt, er muss sich ständig um die Akquise neuer Kunden kümmern. Natürlich können neue Auftraggeber nur mit guten Referenzen eingeworben werden. Damit diese erreicht werden können, gilt es, beständig gute Qualität abzuliefern. Mit Hilfe von Pressemitteilungen, einem neuen Flyer, den professionell verfassten Werbetexten oder Broschüren, die reich an Ideen sind, lassen sich neue Auftraggeber finden. Kreative Texte, Wissen und Erfahrung spielen mit hinein, wenn es darum geht, neue Kunden zu gewinnen.

Schreiben für Suchmaschinen

Das Internet fordert immer neue Leistungen von einem Texter, auch wenn sich dieser nicht mit der doch eher schnelllebigen Werbung befasst. Das Thema Suchmaschinenoptimierung wird großgeschrieben und wer auf dem freien Markt bestehen will, muss sich entsprechende Kenntnisse aneignen. Die Kunden wünschen Texte, die von den bekannten Suchmaschinen gefunden werden. In dem Zusammenhang wird die beständige Betreuung einiger Kunden immer wichtiger.

So verfassen Texter heute Newsletter und arbeiten eng mit den Unternehmen, die für die Umsetzung eines Projekts oder die Konzeption einer neuen Website verantwortlich sind, zusammen.

Projekt- und Jobbörsen für Texter

Für die Arbeit als Texter brauchen Sie keine qualifizierende Ausbildung, wohl aber kreatives Schreibtalent und natürlich hervorragende Sprachkenntnisse. In Zeiten, in denen die meisten Texte im Internet veröffentlicht werden, spielen auch Themen wie Suchmaschinenoptimierung und Verlinkung von Texten eine Rolle. Sie erstellen Informationen für diverse Seitenbetreiber, arbeiten als Ghostwriter und bearbeiten Aufträge aus vielen verschiedenen Themenbereichen. Für die Suche nach Jobs ergeben sich unterschiedliche Möglichkeiten. Nutzen Sie die üblichenProjekt- und Jobbörsen, schauen Sie in speziellen Texterbörsen oder arbeiten Sie für Agenturen, die sich rein mit der Vermittlung von Texten befassen. Wer Jobs als Texter finden möchte, dem wird das auch gelingen.

Eine Frage, die sich dabei stellt, ist allerdings die des Verdienstes. Dieser ist nicht überall gleich hoch und reicht von einem Hungerlohn bis hin zu recht ansehnlichen Honoraren. Berechnen Sie Ihr Honorar nach der Anzahl der Worte im Text, nach der Länge der Texte oder nach dem Stundenumfang, den Sie zur Bearbeitung des Themas aufwenden mussten.

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