Energiekrise und Preiserhöhungen: Was kommt auf Freiberufler zu und wie können sich Selbstständige jetzt vorbereiten?

Energiekrise und Preiserhöhungen: Was kommt auf Freiberufler zu und wie können sich Selbstständige jetzt vorbereiten?

Die Energiepreise sind derzeit so hoch wie noch nie zuvor. Es werden Entlastungspakete für die Bürger in Aussicht gestellt. Doch eine Personengruppe wird bei allem oftmals neben den Rentnern vergessen: Die Selbstständigen.

Die gerade beschlossene Energiepreispauschale soll nicht nur die Bürger umfassen, auch die kleinen Selbstständigen sollen von diesem Entlastungspaket eine Hilfe erhalten. Jedoch wird diese bei der Personengruppe über die Einkommensteuervorauszahlung verrechnet, da die Vorauszahlung um den entsprechenden Betrag gekürzt wird. Angedacht ist diese Entlastung für das dritte Quartal im Jahr und soll im September eingeführt werden.

Die Energiepauschale – alles Wichtige dazu

Fast jeder Bürger in Deutschland soll die vom Bund beschlossene Energiepauschale von 300 Euro bekommen. Alle Erwerbstätigen sollen dabei erfasst werden und somit auch die Selbstständigen und Freiberufler. Die Pauschale soll sozialabgabenfrei sein, jedoch steuerpflichtig und somit wird dann beim Empfänger weniger Geld als die veranschlagten 300 Euro ankommen.

Gehören Sie zu den Freiberuflern, die weniger als 300 Euro Einkommensteuervorauszahlung leisten müssen, mindert das Finanzamt diesen voraussichtlich durch einen Änderungsbescheid auf eine Vorauszahlung von 0 Euro. Da dies jedoch bei einigen keine 300 Euro sein werden, werden Sie die restliche Summe durch die Einkommensteuerveranlagung für den Zeitraum des Jahres 2022 erhalten.

Die Energieknappheit – Wie können Sie sich vorbereiten?

Es kann zu Energieengpässen kommen und die Energieversorgung während des Winters ist keinesfalls gesichert. Gas und Strom werden aufgrund verschiedener Faktoren ein knappes Gut. Somit werden dieses Problem und eine eventuelle Rationierung nicht nur große Konzerne treffen, sondern auch kleine Unternehmer, Selbstständige und private Haushalte. Jeder ist auf diese Energiequellen angewiesen.

Wir befinden uns derzeit in der zweiten Eskalationsstufe, welche die Bundesregierung eingeführt hat. Aufgrund dessen kann es im äußersten Fall zur Kontingentierung von Gas und / oder Strom kommen oder auch zur Abschaltung von ganzen Anlagen.

In unserer modernen Gesellschaft sind wir vom Strom abhängig. Viele dieser Systeme funktionieren bei einem Blackout nicht mehr. Soweit es möglich ist, kann sich jeder darauf vorbereiten. Für private Haushalte hat die Bundesregierung mittlerweile Internetseiten mit Tipps eingerichtet. Sparen Sie so viel Energie, wie es möglich ist. Unternehmen sollten zudem ihre Speicher auffüllen, soweit diese vorhanden sind. Leider bietet die Bundesregierung keine weiteren Maßnahmen, den Engpass zu überbrücken.

Welches Gas beziehen Selbstständige und Freiberufler?

Viele Menschen sind auf Gas angewiesen. Doch gerade Unternehmen und Betriebe brauchen dies oftmals noch dringender als Privathaushalte. Die meisten kleinen und mittleren Betriebe, Selbstständige und auch Freiberufler beziehen für Ihre Geschäftsräume sogenanntes Gewerbegas. Dieses richtet sich nach einem festen Grundpreis und auch Arbeitspreis.

Für Großunternehmen gibt es das sogenannte Industriegas. Diese werden mit separaten Verträgen mit dem entsprechenden Gasversorger abgesichert. Dafür gibt es viele Anbieter. Sowohl Betriebe, Unternehmen, Selbstständige, Vereine und auch Freiberufler können das Gewerbegas beziehen.

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Erkundigen Sie sich bei Energieanbietern über die Möglichkeit, Industriegas zu beziehen.

Wie können Sie energieeffizient arbeiten?

Gerade in der heutigen Zeit ist es sinnvoll, besonders energieeffizient zu handeln. Daher steigen immer mehr Selbstständige und Freiberufler auf das spezielle Öko-Gas um. Dies hat besonders umweltbezogene Faktoren im Blick, sodass Sie Ihr Gas auch mit gutem Gewissen nutzen können und es zudem aus regenerativen Energiequellen hergestellt wird.

Das Öko-Gas wird auch als Klimagas bezeichnet. Der Anbieter dieser Gassorten verfolgt klimafreundliche Ziele. Viele Anbieter möchten ihren Kunden dauerhaft eine umweltfreundliche Alternative bieten und weg von den fossilen Brennstoffen.

Um Energie einzusparen, ist nachhaltige Elektronik sehr wichtig. Wir alle verwenden viele technische Geräte in unserem unmittelbaren Umfeld. Als Selbstständiger und Freiberufler ist dies oftmals nicht weniger als bei großen Unternehmen. Jedoch ist der Umfang geringer. Gerade alte Geräte verbrauchen sehr viel Strom, der zum Teil auch aus Gas produziert wird. Immer mehr Menschen setzen daher auf nachhaltige Elektronik.

Tipp: In Ihrem Unternehmen können Sie zudem energieeffizientere Maßnahmen einführen. Dies bietet zudem auch Vorteile. Wenn Sie Mitarbeiter beschäftigen oder als Freiberufler in einer Firma beschäftigt sind, können Sie diese auch als Vorschlag einbringen. Dies fördert zudem das Miteinander der Mitarbeiter und Kollegen untereinander.

Welche Lösungen gibt es für den Notfall?

Sollten die Gasvorräte nicht weiter aufgestockt und die Speicher aufgefüllt werden, könnte dies ein sehr schwerer Winter werden. Auch Sie als Selbstständiger und Freiberufler können davon direkt betroffen sein.

Um Ihre Geschäftsräume weiterhin zu betreiben, ist ein Notstromgenerator sehr empfehlenswert. Dies ist auch ein Rat der Bundesregierung. Dieser kann nicht nur für das Betreiben der Heizung wichtig sein. Sind Sie Betreiber einer kleinen Manufaktur, wie beispielsweise einer Bäckerei, brauchen Sie für die weitere Arbeit ebenso Strom. Ein Notstromgenerator kann dieses sichern.

Unter Umständen kann auch ein Gastank sinnvoll sein, um eine zeitliche Rationierung, wie sie in der dritten Stufe des Notfallplan vorgesehen ist, zu überbrücken und weiterzuarbeiten. Ebenso ist es sinnvoll, über weiter Alternativen nachzudenken. Können Sie auf Gas verzichten? Ist es möglich, eine Ausweichenergie zu nutzen?

Sprechen Sie mit Ihren Mitarbeitern durch, wie Ihre Notfallpläne zur Aufrechterhaltung zur Produktion und die Beschäftigung gesichert sein sollen in solch einem Fall aussehen. Bedenken Sie wichtige Fragen, bevor es zu einem Ausfall kommt und Ihr Unternehmen irreparable Schäden erleidet:

  • Müssen Dinge bei Ihnen gekühlt werden?
  • Entstehen Schäden, wenn das Gas ausfällt?
  • Welchen Zeitraum können Sie überbrücken?

Tipp: Holen Sie sich vorab Informationen bei Ihrem Rechtsanwalt oder Steuerberater, um sich über Möglichkeiten von eventuellen Ausfällen bei Umsatzeinbußen zu erkundigen.

Fazit

Energie ist ein wichtiges, jedoch auch knappes Gut derzeit in unserem Land. Private Haushalte sind dahingehend in den Notfallplänen der Bundesregierung abgesichert. In erster Linie werden eventuelle Abschaltungen Firmen und somit auch Selbstständige betreffen. Aufgrund dessen ist es sinnvoll, vorauszudenken und sich für den Fall der Fälle abzusichern, soweit dies möglich ist.

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