Einkommenssituation eines Freiberuflers

Jeder, der den Weg in die Freiberuflichkeit einschlagen möchte, sollte sich Gedanken darüber machen, wie in Zukunft seine finanzielle Situation aussehen könnte.

Auch, wer bereits als Freiberufler tätig ist, sollte seine Einkommenssituation in regelmäßigen Abständen überdenken.

Wichtig dabei ist, die Faktoren, die das Einkommen direkt beeinflussen, nicht zu vergessen, wie zum Beispiel die Altersvorsorge oder die Beiträge, die für die diversen Versicherungen anfallen.
Allgemein gilt, dass der Freiberufler sein Honorar so gestalten sollte, dass er das gleiche Einkommen erzielt, das auch ein Angestellter gleicher Position und gleichen Dienstalters verdienen würde.

einkommen-freiberuflerZumindest, wenn der Freiberufler nicht nur für sich selbst sorgen muss, sondern auch für seine Familie, muss ein gewisses Basiseinkommen gesichert sein.

Hinzu kommt, dass das Einkommen unter der Woche erzielt werden sollte.

Das heißt, es wird sicherlich immer wieder Ausnahmen und einen engen Zeitplan geben, aber die Wochenendarbeit sollte nicht normal sein.

Das bedeutet, der Freiberufler muss nachhaltig wirtschaften, denn er sollte sich schon Pausenzeiten einplanen, in denen er nicht an die Arbeit denken oder sie gar erledigen muss.

Auch Feiertage und Sonntage sollten freie Tage bleiben.

Aus dem erzielten Einkommen muss es möglich sein, die normalen Beiträge zur Absicherung bestimmter Risiken zu tragen. Das muss auch jeder Arbeitnehmer tun, daher kann der Freiberufler nicht einfach darauf verzichten.

Es fallen einige Kosten für die Absicherung an: privaten oder gesetzlichen Krankenversicherung, Rentenversicherung, Unfallversicherung, Berufsunfähigkeitsversicherung u. a.

Doch wie sollte das Honorar nun angelegt sein?

Zuerst wird das reine Honorar genommen, von dem noch keine Abzüge gerechnet wurden und auch keine Kosten, die auf den Kunden umgelegt werden können, abgezogen wurden.

Nun werden die betrieblichen Ausgaben abgezogen. Sie können dem Kunden nicht in Rechnung gestellt werden.
Die Ausgaben können unterschiedlich ausfallen und richten sich nach der fachlichen Richtung und den Voraussetzungen, die der Freiberufler zum Ausüben seiner Tätigkeit braucht. Eine Liste hilft dabei, sämtliche Kosten, die im Laufe eines Jahres – und aufgeschlüsselt nach Monaten – anfallen, zu berücksichtigen.

Nicht vergessen werden dürfen dann die Kosten, die für den Lebensunterhalt entstehen, also der Kauf von Lebensmitteln, auch mal Sonderausgaben für Geschenke und ähnliches.
All das muss in das Einkommen eingerechnet werden und darf in der Ausleuchtung der eigenen finanziellen Situation nicht fehlen.

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