Kosten und Beiträge für Berufshaftpflicht

Kosten und Beiträge für Berufshaftpflicht

Kosten und Beiträge für Berufshaftpflicht

 

Berufshaftpflichtversicherung ist nicht gleich Berufshaftpflichtversicherung. Die einen unterscheiden sich in Bezug auf die Leistungen, die anderen wiederum in Bezug auf den Preis. Wichtig ist, auf beide Punkte zu achten, ehe eine Versicherung tatsächlich abgeschlossen wird. Generell ist der Leistungsumfang entscheidend, ebenso ist die Höhe der zu leistenden Zahlungen im Versicherungsfall wichtig.

Was kostet eine Berufshaftpflichtversicherung?

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Verschiedene Berechnungskriterien

Die einzelnen Versicherer kalkulieren auf einer unterschiedlichen Basis, wenn sie eine Berechnung für die Berufshaftpflichtversicherung anstellen. In der Regel richten sich die Beiträge nach dem Jahresumsatz. So wird jährlich eine Umsatzmeldung von einem Freiberufler gefordert, damit die Prämien entsprechend angepasst werden können. Wird zum Beispiel eine GbR versichert, so wird der gesamte Umsatz aller Partner als Grundlage für die Prämienberechnung herangezogen.

Teilweise ist die Anzahl der versicherten Personen maßgeblich. In dem Fall kommt ein allein tätiger Freiberufler besonders günstig weg, eine Partnerschaftsgesellschaft oder eine GbR liegt in den Prämien höher. Allerdings gibt es in der Regel Rabatte, so dass die Prämie für eine Einzelperson nicht einfach mit der Anzahl der zu versichernden Personen multipliziert werden darf.

Wichtig für die Berechnung der Prämie ist zudem die gewünschte Versicherungssumme. Wer eine Grundabsicherung von drei Millionen Euro für Personen-, Sach- und Vermögensschäden wünscht, liegt sicherlich deutlich günstiger in der Versicherung als jemand, der sich mit fünf Millionen pro Schadensfall absichern möchte. Zudem ist es entscheidend, ob es sich um eine reine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung handelt oder um eine kombinierte Berufshaftpflichtversicherung.

Die Selbstbeteiligung spielt ebenfalls mit in die Berechnung der Beitragshöhe hinein. Eine Selbstbeteiligung von pauschal zehn Prozent pro Schadensfall ist in der Regel in Bezug auf die Prämie deutlich günstiger als eine Versicherung, bei der lediglich 250 Euro als Selbstbeteiligung pro Versicherungsfall vereinbart wurden.

Beispiele für monatliche Beiträge zur Berufshaftpflichtversicherung

Ein Rechtsanwalt führt eine eigene Kanzlei mit zehn Mitarbeitern. Mit seiner Berufshaftpflichtversicherung als Rechtsanwalt hat er eine Selbstbeteiligung von 1000 Euro pro Schadensfall vereinbart. Da er bereits seit Längerem mit seiner Kanzlei am Markt ist, jetzt aber zu einem anderen Versicherungsanbieter wechselt, bekommt er keinen Existenzgründerrabatt mehr zugestanden. Die vereinbarte Zahlweise für die Berufshaftpflichtversicherung ist jährlich. Je nach Anbieter werden zwischen 130 und 220 Euro fällig.

Wenn nun der Rechtsanwalt seine Kanzlei vergrößert und statt zehn einhundert Mitarbeiter beschäftigt sowie das Unternehmen drei Firmeninhaber hat, so werden Beiträge zwischen 670 und 1430 Euro fällig. Der große Unterschied zwischen den jeweiligen Beiträgen rührt daher, dass die Versicherungen die Prämienhöhe an der Anzahl der Mitarbeiter und/oder am jährlichen Gesamtumsatz festmachen. Letzterer ist bei vielen Mitarbeitern nun einmal deutlich höher, als wenn nur wenige Angestellte in der Kanzlei tätig sind. Die genannten Werte sind nur Richtwerte und können sich durch den harten Konkurrenzkampf der Versicherer binnen eines Jahres ändern.

Vergleichen Sie die Kosten und Beiträge der Angebote

Wer die günstigste Berufshaftpflichtversicherung für sich finden möchte, sollte auf jeden Fall einen Vergleich der Angebote vornehmen. Die Beratung über einen Versicherungsvermittler kommt hier ebenso in Betracht wie der Vergleich im Internet. Wer sich als Freiberufler in einer Berufshaftpflichtversicherung absichern möchte, sollte eine Checkliste mit möglichen Risiken aufstellen.
An dieser Stelle daher ein Beispiel für eine solche Checkliste:

  1. Sind die typischen Berufsrisiken mit versichert oder gibt es Ausschlüsse?
  2. Ist die Arbeit mit EDV-Anlagen und berufsspezifischer Software versichert?
  3. Umfasst der Versicherungsschutz auch die Tätigkeit als Sachverständiger oder Gutachter?
  4. Ist die berufstypische Rechtsberatung – als Nebentätigkeit – mit versichert?
  5. Für Architekten und Bauingenieure: Umfasst der Versicherungsschutz die Arbeiten an historischen Gebäuden?
  6. Gilt die Berufshaftpflichtversicherung europa- oder weltweit? In welchen Ländern gilt der Versicherungsschutz nicht?
  7. Bezieht der Versicherungsschutz alle Partner, Mitarbeiter und auch freie Mitarbeiter mit ein?
  8. Gibt es eine Nachhaftungsregelung bei Versichererwechsel oder Berufsaufgabe?
  9. Sind Schäden aus der Überschreitung von Kostenvoranschlägen versichert?
  10. Ist der Einsatz berufsüblicher Geräte und Anlagen versichert?
  11. Sind Schäden durch Umwelteinwirkung versichert?
  12. Gibt es einen erweiterten Strafrechtsschutz?
  13. Kann eine private Haftpflichtversicherung oder eine Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung eingeschlossen werden?
  14. Gibt es den Rabattretter (keine Prämienhochstufung im Schadensfall?
  15. Wie hoch ist die Selbstbeteiligung?
  16. Kann die Versicherungssumme im Einzelfall erhöht werden?

Je nach ausgeübtem freien Beruf kann diese Checkliste erweitert und ergänzt werden, so dass sie auf die persönlichen Ansprüche an eine Berufshaftpflichtversicherung angepasst wird.

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