Freiberuflicher Schlussredakteur als Beruf

Freiberuflicher Schlussredakteur

Freiberuflicher Schlussredakteur

 

Schlussredakteure sind praktisch die letzte Kontrollinstanz in Verlagen und Redaktionen. Sie übernehmen damit eine Lektorats und Korrektoratstätigkeit sowie die Verantwortung für die Inhalte eines Beitrags. Eine abschließende Korrektur und Begutachtung erfahren auch Werbemittel, der Schlussredakteur muss diese ebenfalls einer Kontrolle unterziehen. In der Regel arbeitet er dafür mit dem Creative Director zusammen.

Dienstleistungsangebote und Aufgaben

Der Schlussredakteur übernimmt die letzte Kontrolle von Beiträgen, ehe sie veröffentlicht werden. Das heißt, er überprüft zielgruppenspezifische Informationen noch einmal auf Relevanz und Inhalt und korrigiert eventuell die Aufbereitung von Text- und Bildmaterial. Die Recherche fällt weniger in sein Ressort, dies ist nur der Fall, wenn es Zweifel an Aktualität oder Inhalt eines Beitrags gibt.

Ansonsten verwertet der Schlussredakteur die Zuarbeiten von Journalisten, Grafikern, Textern und Bildjournalisten. Der Schlussredakteur übernimmt die Planung und Konzeption von Beiträgen sowie Sendungen und entscheidet, welche Beiträge in das jeweilige Konzept passen und welche doch eher herausgestrichen werden müssen. Er entscheidet über zukünftige Themen.

Hinweis: Schlussredakteure sind zwar teilweise in Verlagen angestellt, jedoch ist die Zahl der freiberuflich Tätigen stark steigend.

InDesign, QuarkXPress und Bürosoftware

Schlussredakteure bekommen verfasste Beiträge in der Regel in digitaler Form vorgelegt und müssen mit den vorhandenen Daten arbeiten können. Das bedeutet, dass sie auch die verwendeten Software beherrschen müssen. InDesign und QuarkXPress zählen dabei zu den Standard-Softwares, die bekannt sein müssen. Dazu kommen auch die so genannten Content-Management-Systeme, mit denen üblicherweise in Redaktionen gearbeitet wird.

Für die freiberufliche Tätigkeit ist auch Software wichtig, die die Organisation von Aufträgen vereinfacht. Hier kann eine gute Bürosoftware hervorragende Dienste leisten, wenn sich mit ihr Aufträge und Kunden verwalten lassen, Rechnungen, Angebote und auch Mahnungen formulieren und ein zeitlicher Überblick über verschiedene Tätigkeiten erfassen lassen. Auch geschäftliche Auswertungen können mit der entsprechenden Software sehr gut angefertigt werden.

Fortbildung

Der Schlussredakteur ist ein Fachmann in vielen Bereichen. Damit das auch so bleibt, sind ständige Fortbildungen unverzichtbar. Das heißt, dass der Freiberufler die Abwesenheit zur Fortbildung stetig einkalkulieren muss, wenn es um die Auftragsannahme geht. Außerdem ist es wichtig, berufsrelevante Fortbildungen auszuwählen. So kommen unter anderem Weiterbildungsangebote zu rechtlichen oder ressortspezifischen Themen in Betracht. Für die eigene Tätigkeit als Freiberufler können auch Weiterbildungen mit betriebswirtschaftlichen Inhalten oder mit Themen rund um Buchhaltung, Steuern oder Büroorganisation hilfreich sein.

In Frage kommen kann eventuell ein Fernstudium, über das sich spezielle Kenntnisse grundlegend oder vertiefend erwerben lassen. Wichtig ist, dass der erreichte Abschluss anerkannt ist. Das kann auch bei einem institutsinternen Abschluss der Fall sein, eine vorherige Information darüber ist jedoch sinnvoll.

Von Auftraggebern werden Fortbildungen, auch in Form eines Fernstudiums, gern gesehen. Sie zeigen nicht nur den Willen des Freiberuflers, sich in Bezug auf das Fachwissen auf dem Laufenden zu halten, sondern zeugen auch von großer Belastbarkeit.

Immerhin werden die Weiterbildungen neben der eigentlichen Berufstätigkeit wahrgenommen.

Zusammenarbeit mit anderen Freien

Verschiedene Freiberufler arbeiten mit anderen Freien regelmäßig zusammen, andere jedoch nur bei Kundenwunsch. So wird von einem Texter der Service angeboten, Übersetzungen ins Deutsche der angefertigten Texte zu liefern, dafür wird mit einem Übersetzer kooperiert.

Der Schlussredakteur arbeitet mit den Redaktionen von Zeitschriften und Zeitungen zusammen, arbeitet bei der Erstellung von Wörterbuch, Website und Fachbeitrag mit. Er bringt sein Wissen weniger zum Thema als vielmehr zur sprachlichen und formalen Gestaltung des Mediums ein. Dabei wird innerhalb der Redaktion ein eigener Stil verfolgt – vergleichbar mit Wikipedia, wo alle Texte einer bestimmten Norm unterliegen. Diese wird vom Kunden oder von der Redaktion festgelegt und muss sich durch die ganze Arbeit ziehen. Layout, Format, Sprachstil und weitere Aspekte werden dabei bedacht.

Bedenken Sie: Teilweise ist die Kooperation mit anderen Dienstleistern nötig, hier ergibt sich allerdings die Frage nach einem passenden Beschwerdemanagement. Dieses muss jeder Freiberufler für sich selbst definieren und verfolgen.

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