Berufshaftpflicht Lektor & Korrektor

Berufshaftpflicht Lektor & Korrektor

Berufshaftpflicht Lektor & Korrektor

 

Lektoren und Korrektoren haften bis zu einem gewissen Maß für Fehler, die nach der Korrektur in einem Text sind. Hier kommt es auf die Ausgestaltung der Geschäftsbedingungen an. Teilweise wird eine Regelung getroffen, die besagt, dass die noch vorhandenen Fehler in einem Text nach fehlender Beanstandung des Auftraggebers binnen sieben Tagen als Risiko auf diesen übergeben. Der Korrektor oder Wissenschaftslektor übernimmt dann keine Haftung mehr. Rechtlich gesehen ist diese Sache strittig, da laut BGB ein Freiberufler für den durch ihn entstandenen Schaden in voller Höhe haften muss.

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Risiken für Lektoren und Korrektoren

Kunden von freiberuflichen Lektoren oder Korrektoren erleiden in erster Linie einen Vermögensschaden. Wenn ein Wissenschaftslektor zum Beispiel einen Fehler beim Korrigieren eines Textes übersieht – und es sich nicht nur um einen sprachlichen, sondern um einen inhaltlichen Fehler handelt -, so kann daraus ein Vermögensschaden für den Auftraggeber resultieren.

Hinweis: Wird der Fehler erkannt und muss ein neuer Druck in Auftrag gegeben werden, so entstehen dabei enorme Kosten. Auf der einen Seite stehen die Druckkosten an sich, auf der anderen Seite aber auch die Kosten durch eine verzögerte Veröffentlichung eines Werkes.

Auch ein Imageverlust kann damit einhergehen. Die finanziellen Schäden werden auf den Lektor abgewälzt. Dieser kann sich nun Forderungen in Höhe von mehreren zehntausend Euro gegenübersehen. Es gilt daher, solche Risiken durch eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung einzudämmen. Außerdem ist es sinnvoll, eine Berufshaftpflichtversicherung abzuschließen, die das Risiko von Personen- und Sachschäden trägt. Sinnvoll ist der Abschluss einer Versicherung, die alle drei Risiken einbezieht.

Reicht die Rechtsschutzversicherung für Lektoren nicht auch?

Viele Lektoren oder Korrektoren haben eine Rechtsschutzversicherung abgeschlossen und sind der Meinung, nun ausreichend geschützt zu sein. Doch das ist ein Trugschluss, denn die Rechtsschutzversicherung trägt zwar die Kosten, die für einen Rechtsstreit oder die Abwehr von Forderungen entstehen. Ausgeschlossen sind aber Schadensersatzzahlungen oder Leistungen, die im Rahmen von Urheberrechtsverletzungen oder Persönlichkeitsrechten gefordert werden.

Wichtig: Diese wiederum werden in einer Berufshaftpflichtversicherung abgedeckt. Daher kann die eine Versicherung zwar die andere ergänzen, ersetzen kann sie sie jedoch nicht.

Vorteile der Berufshaftpflichtversicherung für Lektoren und Korrektoren

Wenn ein freie Korrektor oder Lektor vor der Wahl steht, welche der beiden Versicherungen er abschließen sollte, dann ist die Berufshaftpflichtversicherung die bessere Wahl. Denn sie besitzt ohnehin eine passive Rechtsschutzfunktion. Das bedeutet, dass gestellte Ansprüche erst einmal geprüft werden. Sind diese nicht rechtens, werden sie abgewehrt. Sind die Forderungen jedoch berechtigt, übernimmt die Berufshaftpflichtversicherung die Leistung von Schadenersatz.

Die Berufshaftpflichtversicherung wird daher auch als bedarfsgerechte Lösung gesehen, denn sie ermöglicht die Absicherung von Schadensersatzforderungen, die so nicht kalkulierbar sind. Da gerade Lektoren und Korrektoren an erster Stelle haften – immerhin wird von ihnen erwartet, dass sie einen Text gänzlich fehlerfrei abliefern und dass dieser wie vorgelegt verwertbar ist -, sollten sie sich auch dann über eine Berufshaftpflichtversicherung absichern, wenn sie nur nebenberuflich tätig sind.

Tipps + Hinweise zur Berufshaftlicht eines Lektor bzw. Korrektors stammen vom Autor:

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