Kooperationen für Freiberufler

Kooperationen für Freiberufler

Kooperationen für Freiberufler

 

Die meisten Freiberufler arbeiten alleine, also ohne Mitarbeiter und Partner. Dadurch werden viele Chancen auf Synergien, Wachstum und mehr Gewinn verschenkt. Es fehlt das Gespräch und der Erfahrungsaustausch mit den Kollegen. So arbeiten zahlreiche Texter, Werbetexter, Übersetzer, Lektoren und Korrektoren jahrelang als Einzelkämpfer. Nach einer gewissen Zeit haben viele Freiberufler einfach genug davon, jeden Tag allein im Büro zu sitzen und keinen richtigen Gesprächspartner zu haben.

Die wenigen Telefongespräche mit den Kunden können hier auch nicht weiterhelfen. Wenn sich also die Einsamkeit breitmacht und die Eigenmotivation häufiger fehlt, dann ist es Zeit, über eine Kooperation nachzudenken.

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten der Kooperation für Freie:

  • die punktuelle Zusammenarbeit für eine bestimmte Zeit oder für einen bestimmten Auftrag
  • die Bürogemeinschaft mit und ohne Arbeitsgemeinschaft
  • die Gründung mit beteiligten Partnern zu einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR)
  • Bildung einer Partnerschaftsgesellschaft
  • Gründung einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH)
  • Einstellung von Mitarbeitern – frei oder fest

Wenn Sie gerne Einzelkämpfer bleiben wollen, können Sie berufsbezogene oder branchenübergreifende Gespräche als Mitglied in einem Berufsverband führen.
Fragen zur Selbstständigkeit können Sie auch in Diskussionslisten oder Foren mit Kollegen online erörtern.

Dauerhafte Kooperationen

Teilweise kann es sinnvoll sein, eine Kooperation nicht nur auf ein einzelnes Projekt bezogen einzugehen. Solche dauerhaften Kooperationen sollten in einer geeigneten Rechtsform festgelegt werden.

Der Vorteil:
In einer Partnerschaftsgesellschaft oder GbR gelten feste steuerliche Regelungen und finanzielle Beteiligungen. Die Partner teilen sich Erfolg und Risiko. Wichtig ist, dass eine Rechtsform gewählt wird, bei der nicht mit dem Privatvermögen gehaftet werden muss. Soll die Partnerschaft gemeinsam zum Erfolg geführt werden, so müssen auch die fälligen Aufgaben gleichermaßen verteilt werden. Nur dann kann die Zufriedenheit der Partner sichergestellt sein.

Die Frage der Verantwortlichkeit

Generell ist die Partnerschaftsgesellschaft für Freiberufler die bessere Wahl. Denn im Gegensatz zur GbR muss hier nicht die gesamte Gesellschaft für einen Fehler eines Teilhabers haften. Bei der Partnerschaftsgesellschaft lässt sich die Haftung auf den Partner reduzieren, der dafür auch verantwortlich ist. Das bedeutet, dass ein geringeres Risiko für alle Beteiligten vorliegt.

Ein Mindestkapital ist für die Gründung der Partnerschaftsgesellschaft nicht vorgeschrieben und jeder Partner kann aussteigen, wenn die Beteiligung für ihn nicht mehr sinnvoll ist.

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