Businessplan Arztpraxis

Businessplan Arztpraxis

Businessplan Arztpraxis

 

Auch als angehender Arzt oder Zahnarzt mit eigener Praxis benötigen Sie einen Businessplan. Dieser gilt als wichtigste Voraussetzung für die Vergabe von Gründungskrediten. Banken, Sparkassen und Förderbanken orientieren sich stark an den hier dargestellten Umsatz- und Rentabilitätsplanungen. Auch die Ausführungen zu Ihrer eigenen Person werden berücksichtigt.

Es geht darum, die Sicherheiten, die Sie bieten, sowie Ihre Bonität als Freiberufler einzuschätzen. Ein Businessplan sollte aber auch dann erstellt werden, wenn es nicht um die Vergabe von Förderkrediten oder anderen Fremdfinanzierungen geht.

Hinweis: Der Businessplan dient gleichzeitig als Kontrolle über das eigene Vorhaben sowie der Verdeutlichung der eigenen Ziele.

Zu Aufbau und Inhalt des formalen Businessplans

Der Aufbau des Businessplans ist nicht einheitlich geregelt. Allerdings gibt es zum Beispiel seitens der KfW-Bankengruppe bestimmte Mindestanforderungen. Lesen Sie auch unseren Beitrag: KfW-Förderkredt So sollte der Businessplan zwischen 20 und 30 Seiten umfassen. Auf einer kompletten Seite sollte sich die Zusammenfassung des Gründungsvorhabens befinden.

Auf einer weiteren Seite erscheint das Gründerprofil. Führen Sie hier Ihre fachlichen und persönlichen Voraussetzungen aus und nennen Sie relevante Erfahrungen. Vielleicht haben Sie sogar schon einmal eine eigene Praxis geführt. Weiter geht es mit der Markteinschätzung. Berücksichtigen Sie hierbei Marktpotenzial und Zielgruppen. Gibt es an dem von Ihnen gewünschten Standort ausreichend Patienten? Lesen Sie auch unseren Beitrag: Die Standortwahl

Des Weiteren geht es um die Wettbewerbssituation. Hier sollte eine umfassende Konkurrenzanalyse unter Beachtung der Stärken und Schwächen Ihrer Wettbewerber stattfinden. Arbeiten Sie dabei auch heraus, was Sie selbst besser machen können oder anders anbieten. Vielleicht haben Sie sich auf bestimmte Behandlungsmethoden spezialisiert. Gehen Sie anschließend auf die Wahl des Standorts ein. Warum haben Sie sich ausgerechnet für diesen Standort entschieden? Was hat er, was andere nicht bieten?

In den Businessplan gehören zudem Ausführungen zur Organisation Ihrer Praxis und zum Personalmanagement. Es geht um die Wahl der Rechtsform und um die Personalstruktur. Wenn möglich, legen Sie ein Organigramm bei. Als Nächstes geht es um Chancen und Risiken. Seien Sie realistisch bei der Risikoanalyse und versuchen Sie, bestimmte Chancen herauszuarbeiten, die mögliche Risiken kompensieren können.

Hinweis: Vergleichsweise viel Raum nehmen die Finanzwirtschaftsplanungen ein. Denken Sie an den Kapitalbedarf, an die Vorschau auf Umsatz und Rentabilität sowie an die Liquiditätsplanung. Die Zeiträume umfassend bis zu fünf Jahre.

Zuletzt werden die Anhänge an den Businessplan gefügt. Hier sind Abschlüsse und Zertifikate zu nennen, die Sie für die Ausübung Ihres Berufs als Arzt oder Zahnarzt befähigen.

Das Konzept für den Businessplan

Es gibt durchaus formelle Businesspläne. Doch diese sind nicht unbedingt für ein Businessplankonzept eines Arztes oder Zahnarztes geeignet. Allerdings ist es auch so, dass der Businessplan keine medizinischen Konzepte berücksichtigt. Nach der Erstellung des allgemeinen Businessplans sollten Sie daher auf die Besonderheiten Ihres Berufs eingehen. So zum Beispiel auf:

1. Patienten

Wie sieht Ihre Zielgruppe aus?
Können die Patienten klassifiziert werden?
Wie erreichen Sie die Patienten?
Gibt es am gewählten Standort ausreichend Patienten?
Wie bauen Sie Beziehungen zu den Patienten auf?

2. Wertschöpfung durch medizinische Leistungen

Was haben Ihre Patienten von Ihrer Leistung?
Welche Werte bietet Ihr Behandlungsspektrum?

3. Kanäle

Wie kommunizieren Sie mit den Patienten?
Wie kommen Sie an Weiterempfehlungen?
Bauen Sie eine Internetseite auf?
Auf welche Netzwerke können Sie bauen?

4. Partner

Mit wem arbeiten Sie zusammen, um Ihr Konzept umzusetzen?
Können Sie vorhandene Strukturen nutzen?
Denken Sie hier an Rettungsdienste und Krankentransporte!

5. Ressourcen

Welche Mitarbeiter haben Sie?
Wie steht es um die Finanzen?
Welche materiellen und immateriellen Güter bringen Sie ein?
Lesen Sie doch auch unseren Beitrag: Mitarbeiter einstellen

Infos zum Businessplan für Heilberufe stammen vom Autor:

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