Definition Freiberufler

Definition Freiberufler

Definition Freiberufler

 

Die Definition für die freiberufliche Tätigkeit findet sich im Einkommenssteuergesetz sowie im Partnerschaftsgesellschaftsgesetz. Soll also der Beruf eines Freiberuflers definiert werden, so muss dabei deutlich werden, dass der betreffende Beruf selbstständig ausgeübt wird. So gehören wissenschaftliche und schriftstellerische, künstlerische, erzieherische und unterrichtende Tätigkeiten dazu.

Wichtig: Die Freiberufler unterliegen dabei nicht der Gewerbeordnung.

Der Beruf eines Freiberuflers lässt sich auch dadurch definieren, dass er einer besonderen schöpferischen Begabung bedarf und einer besonderen beruflichen Qualifikation. Doch nicht in jedem freien Beruf ist die berufliche Ausbildung wichtig, auch Quereinsteiger können freiberuflich tätig sein. Für sie steht die Begabung dabei an erster Stelle der Voraussetzungen. Es werden Dienstleistungen höherer Art erbracht, wobei die Arbeitsweise persönlich, unabhängig und eigenverantwortlich sein muss.

Die Einordnung der Freiberufler erfolgt in Katalogberufe

Freie Berufe werden in die so genannten Katalogberufe eingestuft. In diese Reihe gehören zum Beispiel Ärzte und Tierärzte, Heilpraktiker, Hebammen, Rechtsanwälte, Steuerberater oder Ingenieure und Wissenschaftler. Auch Journalisten, Designer, Dozenten und Künstler können sich zu denjenigen zählen, die in die Katalogberufe eingruppiert werden.

Definition katalogähnliche Berufe

Daneben gibt es die katalogähnlichen Berufe. Sie müssen in allen wichtigen Punkten mit den Funktionen der Katalogberufe übereinstimmen und die Ausbildung der Betreffenden muss auf einem hohen Niveau erfolgt sein. Berufe, die nicht im Einkommenssteuergesetz genannt sind und einen teilweise gewerblichen Inhalt haben, werden vom Finanzamt als Gewerbeberufe eingestuft und somit muss sich der Anmeldende auch beim Gewerbeamt melden.

Dies hat den Nachteil, dass dann auch die Gewerbesteuer anfällt.

Fun Fact: In Deutschland gibt es derzeit rund eine Million Freiberufler.

Sie werden bei der Anmeldung durch das Finanzamt in diese Kategorie eingestuft. Vorher muss der Freiberufler Angaben zu seiner freiberuflichen Tätigkeit auf einem Formblatt machen. Freiberufler können von einer Vielzahl von Vorteilen profitieren, auf die Gewerbetreibende verzichten müssen.

Als Freiberufler: keine Gewerbesteuer, keine Anmeldung bei der IHK

So muss eben kein Gewerbe angemeldet werden, was mit einer Ersparnis der Gewerbesteuer einhergeht. In der IHK ist keine Pflichtmitgliedschaft nötig und die Eintragung ins Handelsregister ist nicht zwingend. Freiberufler sind auch nicht zur doppelten Buchführung verpflichtet und müssen die Umsatzsteuer erst bei Geldeingang abführen – hier gilt das so genannte Zu- und Abflussprinzip.

Freiberufler müssen sich beim Finanzamt anmelden und sind zur Einkommenssteuer verpflichtet. Diese fällt aber nicht in jedem Falle an, sondern richtet sich nach der Höhe des Gewinns.

Kann ein Freiberufler Mitarbeiter einstellen?

Teilweise stehen Freiberufler vor dem Problem, dass sie zu viel Arbeit haben. Auf der einen Seite sind ausreichend Auftraggeber natürlich schön, auf der anderen Seite muss die Arbeit auch noch zu bewältigen sein. Dann kann ein freier Mitarbeiter hilfreich sein. Wichtig ist, das immer noch eigenverantwortlich gearbeitet wird. Das bedeutet, dass ein Freiberufler für die Arbeit, die ein Mitarbeiter abliefert, per Definition die volle Verantwortung trägt.

Bei Abgabe einer Arbeit und mit damit verbundenen Problemen heißt es also nicht, dass hier Mitarbeiter XY verantwortlich ist, sondern bei allen Rechts- oder Haftungsfragen muss der Freiberufler selbst den Kopf dafür hinhalten.

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